Sagenhafte Wunder der Natur

Von fremdartigen Landschaften bis zum Tor zur Hölle, hier sind zehn Naturwunder von denen Sie vielleicht noch nicht gehört haben.

Zum offiziellen Weltwunder-Titel hat es leider nicht gereicht. Trotzdem zahlt es sich aus diese Wunder der Natur einmal mit eigenen Augen zu sehen. Sandstein, Wasser und trockenes Klima zeichnen für die Entstehung der Slot Canyons verantwortlich. Die Schluchten des Colorado-Plateaus entstehen nach kurzen Sommergewittern, bei denen große Wassermengen in kürzester Zeit durch die sonst trockene Landschaft fließen. Die bekanntesten und leicht erreichbaren Slot Canyons sind Upper und Lower Antelope in Arizona. Das Ankarana-Gebirge im Norden Madagaskars beschäftigt schon seit mehreren Jahren Wissenschaftler und Touristen: Übersetzt heißt das Gebiet "wo es spitze Steine gibt" - passend, denn das Massiv ist von karstigen Gebirgsstöcken überzogen, den messerscharfen Tsingy. Diese sind eng bei einander stehende Kalksteinnadeln, die einen steinernen Wald bilden. Sie gehören seit 1990 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wenn es um das Barrier Reef geht, muss es nicht zwingend Australien sein: Vor der Küste von Belize verläuft, mit fast 300 Kilometern Länge, das zweitgrößte Korallenriff der Welt - das Belize Barrier Reef. In seinem Schutz liegen rund 500 Inseln mit mehreren kleineren Korallenbänken. Dort findet man über 50 Korallen- und mehr als 460 Fischarten. Im Yellowstone National Park gibt es zahlreiche heiße Quellen und Geysire. Die größte und eine der spektakulärsten Quellen im Park heißt Grand Prismatic Spring. Sie ist 90 Meter breit, 50 Meter tief und fasziniert durch ihr wunderschönes Farbenspiel. Das entsteht so: In der Mitte ist das Wasser mit 87 Grad zu heiß, um Leben zu unterstützen. Aber im kühleren Wasser an den Rändern des Pools gedeihen Kolonien von wärmeliebenden Bakterien und Algen.  Die produzieren gelbe, orange und rote Pigmente als natürlichen Sonnenschutz. Die Richat Struktur, auch als Auge der Sahara  bekannt, ist ein prominenter Kreis mit über 40 Kilometer Durchmesser. Da sie aus dem Weltall gut sichtbar ist, dient sie Astronauten zur Orientierung. Rund 240 Kilometer östlich des Horns von Afrika und 380 Kilometer südlich von der arabischen Halbinsel liegt Sokotra, ein Teil der Republik Jemen. Weil die Insel von der restlichen Welt so isoliert ist, finden sich dort Pflanzen, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.  Darum wird Sokotra auch das "Galapagos des Indischen Ozeans" genannt. Ein wenig schwierig zu bereisen ist Salar de Uyuni im Südwesten Boliviens, denn es befindet sich auf über 3700 Metern Höhe in den Anden. Lohnen würde sich ein Trip zur größten Salzwüste der Welt aber alle Mal, hat man hier doch das Gefühl, in einer komplett anderen Welt zu sein.  Da das bolivianische Hochland ein abflussloses Gewässersystem bildet, füllt sich der Salar jedes Jahr zwischen Februar und April mit Wasser welches bis Mai wieder verdampft. Im Süden des Salar de Uyuni liegen spektakuläre Vulkan- und Wüstenlandschaften, die Heimat vieler geschützter Tierarten sind. Der Krater von Derweze - auch als das Tor zur Hölle bekannt - befindet sich in der Wüste Karakum in Turkmenistan. Er bildete sich 1971, als Geologen auf eine unterirdische Höhle, gefüllt mit Erdgas, gestoßen sind. Als der Boden unter der Bohrplattform  zusammenbrach, entstand ein Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern. Aus Angst vor einer giftigen Gasentladung wurde das Gas kurzerhand abgefackelt, doch das Feuer ging nicht, wie erwartet nach ein paar Tagen aus, sondern brennt noch heute.  Die Trockenwüste Namib an der Westküste Afrikas ist die älteste Wüste und zugleich der unwirtlichste Ort der Welt. Trotzdem haben sich hier Pflanzen und Tiere angesiedelt und an die besonderen Bedingungen angepasst. Berühmt sind die unglaublich farbintensiven Sanddünen der Namib. Sie reflektiert je nach Sonnenstand, Sand- und Luftfeuchtigkeit die unterschiedlichsten und kräftigsten Farben. Dort findet sich auch "Düne 7", die mit 350 Metern der höchste Sandhaufen der Welt. Wulingyuan, ein spektakuläres Gebiet in Chinas Provinz Hunan, wird von mehr als 3000 schmalen Sandsteinsäulen und Gipfeln, viele über 200 Meter hoch, dominiert. Zwischen den Gipfeln liegen Klammen und Schluchten mit Bächen, Teichen und Wasserfällen, rund 40 Höhlen und zwei große natürliche Brücken. Neben der markanten Schönheit der Landschaft ist die Region auch für die Tatsache, dass es die Heimat einer Reihe von bedrohten Tier- und Pflanzenarten ist, bekannt.
(kurier) Erstellt am
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