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KURIER
"Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig fahren, um einen Schulbus zu überholen", steht auf dem Schild, das Shena Hardin vor sich herhalten musste.
"Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig fahren, um einen Schulbus zu überholen", steht auf dem Schild, das Shena Hardin vor sich herhalten musste. - Foto: AP

Letztes Update am 14.11.2012, 12:17

Verkehrssünde­rin am Pranger. Weil sie an einem Schulbus verkehrswidrig vorbeifuhr, musste sich eine Frau öffentlich als "Idiotin" outen.

Shena Hardin hat in den letzten zwei Tagen die Härte der Gesetzeslage im US-Staat Ohio am eigenen Leib erfahren müssen. Weil sie an einem Schulbus auf dem Gehsteig vorbeigefahren ist, setzte es für die 32-Jährige nicht nur eine Geldstrafe in der Höhe von 250 Dollar und einen Monat Führerscheinentzug – sie musste deswegen auch an den öffentlichen Pranger.

Ein Gericht hatte die Frau dazu verurteilt, sich selbst in der Öffentlichkeit als "Idiotin" zu brandmarken. Zwei Tage lang musste sie sich jeweils von 7.45 Uhr bis 8.45 Uhr mit einem Schild auf eine Kreuzung stellen, auf dem stand: "Nur ein Idiot würde auf dem Gehweg fahren, um einen Schulbus zu überholen".


Fotos und Beschimpfungen

Und die Passanten reagierten prompt. Manche machten einfach nur ein Foto von Hardin, andere beschimpften sie ganz offen. Wie die Huffington Post berichtet, wurde die befremdliche Bestrafungsaktion von einem lokalen Fernsehsender sogar live übertragen.

Hardin hatte sich vor Gericht übrigens nicht schuldig bekannt, doch wurde ihre verbotene Abkürzung von einer Videokamera im Schulbus aufgenommen und somit belegt.

Während ihrer Pranger-Stunde versuchte Hardin jedenfalls, ihre Umgebung so weit wie möglich zu ignorieren. Mit Sonnenbrille und Wollmütze bekleidet, und Kopfhörer in den Ohren, rauchte und telefonierte sie abwechselnd und ließ sich auch auf Fragen von Reportern nicht ein.

(APA, KURIER/tan) Erstellt am 14.11.2012, 12:17


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