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Das "Krümelmonster" kurz vor der Tat.<br />
 
Das "Krümelmonster" kurz vor der Tat.
  - Foto: apa

Letztes Update am 09.02.2013, 12:59

Jobangebot für falsches "Krümelmonster". Bahlsen will demnächst Kekse verteilen und das "Krümelmonster" verschickt weiter Briefe und Fotos.

Nachdem das falsche „Krümelmonster“ den goldenen Riesen-Keks an seinen Besitzer – die Firma Bahlsen – zurückgegeben hat – will das Unternehmen demnächst beginnen, Kekse an gemeinnützige Einrichtungen zu verteilen. „Versprochen ist versprochen“, sagt eine Bahlsen-Sprecherin. Außerdem will eine Werbeagentur den bzw. die Entführer rekrutieren.

Spendenaktion geplant

„Wir wissen noch nicht, wann wir einen Blick auf den gefundenen Keks werfen können. Dennoch möchten wir schon heute mit unserer versprochenen Spendenaktion starten“, teilte Firmenchef Werner M. Bahlsen mit. „Wir geben 52 000 Packungen Leibniz Butterkeks an 52 anerkannte gemeinnützige Einrichtungen - wer möchte, gern auch die mit Vollmilch-Schokolade.“ Interessierte Institutionen können sich vom 15. Februar an eine Woche lang um eine Spende bewerben, es folgt dann eine Auslosung.

Ob der goldene Keks, der nach tagelanger Suche am Dienstag vor der Leibniz Universität aufgetaucht war, echt ist, wird noch vom Landeskriminalamt geprüft. „Wir sichern weiter Spuren“, sagte ein Polizeisprecher.

Keks-Entführung

Der oder die Diebe hatten die Rückgabe des Firmenwahrzeichens an eine Spendenaktion geknüpft. Mit Erpresserbriefen, die mit „Krümelmoster“ unterzeichnet waren, hatten die Keks-Entführer auch international für Aufsehen gesorgt. Beigelegt waren jeweils Fotos von einer als „Krümelmonster“ verkleideten Person.

Jobangebot

Laut der Frankfurter Rundschau sucht nun aber nicht nur die Polizei nach dem Entführer, sondern auch die Wiesbadener Werbeagentur Flächenbrand, die es gerne als PR-Mitarbeiter rekrutieren würde, auf der Seite der Agentur heißt es: "Du hast aus einem Keks eine Geschichte gemacht, über die ganz Deutschland spricht. Wir lieben gute Geschichten - deshalb wollen wir dich haben und zwar ab sofort.“

Neuer Brief an "Werni"

apakeks1.jpg
Foto: apa

Vom „Krümelmonster“ fehlt unterdessen jede Spur, schreibfreudig scheint es aber weiterhin zu sein. Die Hannoversche Allgemeine erhielt vor kurzem einen neuen Brief in dem der Bahlsen-Chef an sein Versprechen Kekse zu spenden erinnert wird. „Der Keks ist wieder zurück und der Werni freut sich ganz dolle. Aber denke dran: Nicht die ohne Schokolade!“ Dabei lag wieder ein Foto, geschossen unmittelbar vor dem Diebstahl am Hauptsitz des Unternehmens in Hannover.

Der Brief wird laut Frankfurter Rundschau inzwischen von der Polizei auf Fasern und DNA-Spuren untersucht.

Die Keks-Entführung in Bildern

GERMANY CARNIVAL
Foto: APA/FREDRIK VON ERICHSEN
In: Bei den diesjährigen Faschingsumzügen wurden ebenfalls mehrere "Krümelmonster" gesichtet - wie zum Beispiel in Mainz.

 

(Kurier/dpa) Erstellt am 09.02.2013, 12:59

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