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Die Einsatzkräfte ließen größte Vorsicht walten.
Die Einsatzkräfte ließen größte Vorsicht walten. - Foto: epa

Letztes Update am 05.02.2013, 09:45

Riesen-Keks in Hannover gefunden. Das falsche "Krümelmonster" soll das Wahrzeichen der Firma Bahlsen zurückgegeben haben.

Vor der Leibniz Universität Hannover ist ein goldener Keks entdeckt worden, wahrscheinlich handelt es sich dabei um das Wahrzeichen der Firma Bahlsen. Ein als "Krümelmonster" verkleideter Täter hatte die Rückgabe zuvor angekündigt.

Die Firma Bahlsen hat sich noch nicht zu dem Fund geäußert. Bei Retournierung des Kekses hatte das Unternehmen versprochen, 52.000 Kekspackungen an 52 soziale Einrichtungen zu spenden.

Fundort Universität

Passanten wurden am Dienstagmorgen auf einen goldenen Keks aufmerksam, der mit roter Schleife um den Hals des Pferdedenkmals vor der Leibniz Universität Hannover hing. Sie verständigten die Polizei. Laut der Hannoverschen Allgemeinen war der Keks mit einer goldenen Metallkette und Karabinerhaken befestigt und hing in etwa fünf bis sechs Metern Höhe.

Zahlreiche Schaulustige beobachteten in der Früh, wie Polizei und Feuerwehr mit einer Leiter den Keks vom Denkmal abnahmen. Der Kriminaltechniker trug dabei Handschuhe und Mundschutz.

Aufgrund einer Gewichtskontrolle gehen die Behörden davon aus, dass es sich um das verschollene Plätzchen handelt – ganz sicher ist das aber noch nicht. Die Polizei hat den Keks mitgenommen und prüft ihn laut Hannoversche Allgemeine auf seine Echtheit.

Von Fassade gestohlen

Das 20 Kilogramm schwere Firmen-Wahrzeichen war Mitte Jänner von der Fassade des Bahlsen-Stammhauses in Hannover gestohlen worden. Danach tauchte ein mit "Krümelmonster" unterzeichneter Erpresserbrief auf. Der angebliche "Sesamstraßen"-Bewohner forderte in dem Schreiben von Bahlsen, ein Kinderkrankenhaus mit Vollmilch-Keksen zu versorgen sowie 1000 Euro an ein Tierheim zu spenden. Firmenchef Werner M. Bahlsen hatte danach erklärt: "Wir lassen uns nicht erpressen."

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Erpressung. Bisher ist völlig unklar, wer hinter dem Keks-Diebstahl steckt. Der Fundort legt nun nahe, es könnte sich um einen Studentenstreich handeln.

In Deutschland ist die skurrile Entführung eines Butterkekses kein Einzelfall.

Der Fall "Krümelmonster"

(apa/Kurier/mn) Erstellt am 05.02.2013, 09:45

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