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Mahnwache in Bagalore für die Schwester, die sich erhängte.
Mahnwache in Bagalore für die Schwester, die sich erhängte. - Foto: APA/STRINGER

Letztes Update am 14.12.2012, 16:04

Abschiedsbrief: Kritik an Spital und Personal. Die indische Krankenschwester, die sich nach einem Scherzanruf das Leben nahm, kritisierte in ihrem Abschiedsbrief Mitarbeiter des Spitals.

Die Krankenschwester Jacquinta Saldanha des König-Edward-VII.-Spitals in London hat sich in einem von drei Abschiedsbriefen kritisch über einige Angestellte des Spitals geäußert, berichtet der Guardian. Damit darf vermutet werden, dass die zweifache Mutter nicht so toll behandelt wurde, nachdem bekannt wurde, dass sie auf den Scherzanruf der falschen Queen hereingefallen war, die mit ihrer Enkelin Kate sprechen wollte. Donnerstagabend fand in Bangalore eine Mahnwache indischer Schwestern statt.

Die Familie der Schwester ist mit den bisher erhaltenen Informationen offenbar nicht zufrieden. In einem Brief an den Leiter des Privatspitals verlangen die Angehörigen Antworten auf eine Liste von Fragen. Sie wollen die „vollen Fakten“ erfahren.


Scotland Yard untersucht offenbar auch einige eMails und Telefonkontakte, die die Schwester in den drei Tagen zwischen dem Telefonscherz und ihrem Tod hatte.

Die für den Telefonscherz verantwortlichen australischen Radiomoderatoren erhielten Morddrohungen. Laut der Zeitung Daily Telegraph wurden mehrere Mitarbeiter des Senders aus Sicherheitsgründen in Hotels untergebracht. Das Führungspersonal der Radiostation 2Day FM werde von Bodyguards bewacht.

Die Moderatoren Mel Greig und Michael Christian hatten sich am Montag unter Tränen für ihren Anruf entschuldigt. Schwester Saldanha hatte ihren Anruf zu einer Kollegin durchgestellt, die entgegen den Vorschriften Auskunft gab und berichtete, dass die schwangere Kate eine ruhige Nacht hatte.

(kurier) Erstellt am 14.12.2012, 16:04


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