Letztes Update am 16.05.2012, 13:33
Überraschende Top Ten der Umweltsünder.
Dass die USA nicht viel für ihre Umwelt tun, scheint logisch - aber auch Dänemark ist in der WWF-Liste der "Bösen" zu finden.
Die grüne Insel? Von wegen: Ökologisch betrachtet ist Irland nicht besonders vorbildlich. In der WWF-Liste jener Staaten, die den größten ökologischen Fußabdruck pro Person für sich beanspruchen, findet sich der Inselstaat auf Platz zehn.
In Umweltaspekten steht den Iren das Wasser zwar noch nicht bis zum Hals - aber dennoch ist der ökologische Fußabdruck deutlich zu groß: 6,2 globale Hektar (Gha) pro Person nimmt er ein. Der vertretbare Wert sollte laut WWF allerdings nur bei 1,8 Gha liegen.
"Dreckig" im Wortsinne verhalten sich auch die Niederländer - sie folgen den Iren auf Platz neun der Liste.
Foto: Ölaustritt auf dem Fluss Waal in den Niederlanden
Die Niederländer haben zwar eine ausgeprägte Protestkultur und treten für Umweltbelange ein - ihr Fußabdruck, der sich aus Faktoren wie Energieverbrauch, Müllproduktion und ähnlichem berechnet, liegt aber dennoch bei 6,3 Gha.
Blame Canada! Im ökologischen Falle ja: Die größten "Feinde" der USA stehen ihren Nachbarn nur weniges nach - in Umweltbelangen zumindest. Die Mounty-Nation...
... lebt ordentlich auf Kosten ihrer Umwelt: Mit 6,4 Gha Pro-Kopf-Fußabdruck rangiert das Land auf Platz 8 weltweit.
Foto: Überreste eines Lachses beim Frasier River in Vancouver.
Auch in Down Under steht die Welt in den Augen des WWF Kopf. Viel zu hoher Energieverbrauch und eine überdimensional hohe Müllproduktion führen dazu, dass...
... Australien den siebten Platz belegt. 6,7 Gha verbraucht der Durchschnitts-Australier - knapp vier Mal so viel, wie angemessen wäre.
Brüssel hat nicht nur eine Anhäufung von Bürokraten zu bieten, sondern auch eine Menge Umweltsünder - sie katapultieren das Land auf Platz 6 der Liste der "Bösen Staaten".
Der enorm hohe Ressourcenverbrauch der Belgier schlägt sich mit einem Fußabdruck von 7,1 globalen Hektar zu Buche.
Der Fisch beginnt dem Sprichwort nach angeblich ja am Kopf zu stinken. Barack Obama hat in den USA zwar eine klein wenig Grün ins Weißes Haus einziehen lassen, aber seine Bemühungen sind offenbar noch nicht bei den US-Bürgern angekommen...
... 7,2 Gha nimmt jeder Amerikaner für sich in Anspruch. Noch mehr dürften es wohl regional in Picher, Okahoma (Foto) sein, der offiziell giftigsten Stadt der USA.
"Überraschungssieger" des Jahres sind die Dänen: Die sonst als sozial und umweltbewussten bekannten Nordeuropäer haben ihrem ökologischen Fußabdruck offensichtlich zu wenig Beachtung geschenkt.
Mit 8,3 Gha liegt das Land - Grönland (Foto) zählt natürlich auch dazu - auf Platz vier der weltweiten Umweltsünder.
Öl, wohin man blickt - und der Energieverbrauch steigt ins Unermessliche: Die Vereinigten Arabischen Emirate sind in der Rangliste drittplatziert...
... mit 8,4 Gha hinterlassen die Saudis einen deutlich größeren ökologsichen Fußabdruck im Sand, als eigentlich vertretbar wäre.
Noch größer sind die Spuren, die die Einwohner von Kuwait hinterlassen...
... Platz zwei für die drei Millionen Kuwaitis: 9,7 globale Hektar pro Person nimmt man dort ein. Beachtlich. Aber nichts im Gegensatz zu den...
... Einwohnern von Katar. Dort leben zwar weniger Menschen als in Wien - aber die 1,7 Millionen Menschen gehen offesichtlich derart verantwortunglos mit ihrer Umwelt um, dass ihnen Platz eins der Liste gebührt.
11,7 globale Hektar - und damit mehr als das Sechsfache des Erlaubten - verbraucht man in Katar pro Kopf - ein trauriger Rekord.
(kurier)
Erstellt am 16.05.2012, 13:15