Letztes Update am 26.06.2012, 17:05
In Florida wurde der Notstand ausgerufen - der US-Bundesstaat versinkt in den Wassermassen.
Während Colorado gerade eine Dürreperiode mit vielen Waldbränden durchmacht, versinkt Florida im Dauerregen des Tropensturms Debby. Viele Straßen sind bereits überflutet. In den nächsten Tagen werden starke Gewitter, Tornados und Sturzfluten erwartet. Gouverneur Rick Scott rief den Notstand aus und forderte die Menschen auf, vorsichtig zu sein. "Nutzen Sie Ihren Menschenverstand."
Die Fluten machten mancherorts Evakuierungen notwendig, Straßen wurden überspült und Zigtausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom, wie der TV-Sender CNN berichtete. Fast 600 Ölplattformen im Golf von Mexiko wurden weitgehend evakuiert.
Eine Frau starb bereits am Sonntag in ihrem Haus in Venus, einem Ort südöstlich der Stadt Tampa in Florida, als sie ihre dreijährige Tochter vor einem Tornado in Sicherheit bringen wollte. Als der Wirbelsturm über ihr Haus hinwegzog, sei die Frau mehr als 60 Meter durch die Luft geschleudert worden, hieß es in US-Medien.
In Colorado und Utah kämpfen die Menschen weiter gegen das Flammenmeer an. In zehn Staaten gilt laut Medienberichten inzwischen die höchste Alarmstufe. Die Kombination aus starken Winden, extremer Trockenheit und warmen Temperaturen lasse das Feuerrisiko steigen. Feuerwehrleute konnten laut der Zeitung "Denver Post" aber inzwischen 45 Prozent der Brände unter Kontrolle bringen.
Allein in Colorado kämpfen Tausende Feuerwehrleute mit Militärhilfe gegen sechs Brände an, der größte davon in Colorado Springs. Die Feuer zerstörten bereits eine Fläche von 330 Quadratkilometern und sind damit laut der Denver Post zu den zweitgrößten in der Geschichte des Bundesstaates angewachsen.
In den staatlich geschützten Arapaho- und Roosevelt-Waldgebieten wütet schon seit dem 9. Juni ein Brand. 250 Häuser seien zerstört worden, auch das ein trauriger Rekord. Im Feuergebiet bei Colorado Springs hatten sich zwischenzeitlich 11.000 Menschen in Sicherheit bringen müssen.
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