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SP-Chef Kaiser muss einen Rückstand von 16 Prozent aufholen.
SP-Chef Kaiser muss einen Rückstand von 16 Prozent aufholen. - Foto: APA/GERT EGGENBERGER

Letztes Update am 26.01.2013, 19:00

SPÖ will in Kärnten wieder Nummer eins werden. Ostermayer und Voves machen Spitzenkandidat Peter Kaiser Mut.

Die SPÖ will nach 24 Jahren in Kärnten wieder den Landeshauptmann stellen. Damit dieser Traum verwirklicht werden kann, müssen die Roten am 3. März stärkste Partei sein. Dabei setzen sie auch auf die Bundespartei. Getreu dem Wahlkampfmotto: „Gemeinsam geht’s“.

Zur Wahl des Spitzenkandidaten war Sozialminister Rudolf Hundsdorfer erschienen. Am Freitag referierte Claudia Schmied über Bildungsfragen. Zum Wahlkampf-Auftakt am Samstag in Velden sollte Werner Faymann kommen. Doch der SPÖ-Chef weilt in Chile, ließ sich von seiner rechten Hand Josef Ostermayer vertreten. „Aber der Kanzler kommt sicher nach Kärnten“, sagte dieser zum KURIER.


In seiner Rede ließ Ostermayer mit einer Bemerkung über seinen Freund Landeshauptmann Gerhard Dörfler – beide waren maßgeblich an der Ortstafellösung 2011 beteiligt – aufhorchen: „Wo Dörfler draufsteht, ist auch Scheuch und Dobernig drin.“ Die Funktionäre rief zu zu Geschlossenheit auf: „Das ist die große Chance, um die Politik der Partys und der Events abzuwählen.“

Mut machte der steirische Landeshauptmann Franz Voves: „Wir haben 60 Jahre ÖVP-Vorherrschaft gebrochen, weil die Menschen eine Veränderung wollten. Das spüre ich auch in Kärnten. Mit Peter Kaiser ist das möglich. Daher Gas geben.“

Kaiser erinnerte daran, dass die SPÖ bei der Wahl 2009 die schlimmste Niederlage erlitten hatte. „Gemeinsam haben wir die Ärmel hochgekrempelt, die Partei umgekrempelt und saniert. Wir sind wieder ein Team geworden. Wir sind bereit, den Kampf aufzunehmen.“

Aufholjagd

Es gelte, einen Rückstand von 16 Prozent aufzuholen. „Das ist schwer, aber gemeinsam können wir es schaffen“, sagt Kaiser. „Wer einen Wechsel will, muss SPÖ wählen.“

Ein Neustart aber sei angesichts der höchsten Armut, Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Neuverschuldung, der niedrigsten Einkommen sowie Korruption und Missbrauch von Steuergeldern notwendig. „Die FPK hat Ansehen und Ruf Kärntens schwer geschädigt“, sagte Kaiser. Am 3. März entscheide sich, „ob es so weiter geht oder ob es Veränderung gibt. Wir haben die besten Funktionäre. Wir werden siegen.“

Landesgeschäftsführer Daniel Fellner gab sich pathetisch: „Ich habe einen Film im Kopf, wie es am 3. März sein wird. Bitte lasst diesen Film wahr werden.“ Unter den 700 Gästen befand sich auch Ex-SP-Vorsitzende Gaby Schaunig. Sie hätten die Kärntner in Wien gerne als Spitzenkandidatin gesehen. Doch Schaunig hat mit der Politik abgeschlossen.

(kurier) Erstellt am 26.01.2013, 19:00

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