Mikl-Leitner: Athen soll Kriegsschiffe einsetzen

PK ERSTES ARBEITSGESPRÄCH: MIKL-LEITNER
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER Innenministerin Johanna Mikl-Leitner

Innenministerin wirft Griechen mangelnden Grenzschutz vor.

Österreich hat Griechenland erneut vorgeworfen, für die EU-Grenzsicherung im Mittelmeer nicht genügend Schiffe einzusetzen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) forderte am Montag von der Führung in Athen eine Antwort, warum sie ihre „einsatzstarke Marineflotte nicht für zivile Aufgaben“ benutze. Viele andere Länder würden ebenfalls die eigenen Grenzen mit Hilfe des Militärs kontrollieren, sagte die Innenministerin. Auch Italien und Deutschland hätten bereits auf Marine-Schiffe zur Bewältigung der Flüchtlingsströme gesetzt.

Die griechische Regierung hatte wenige Stunden zuvor betont, man werde den Flüchtlingen nicht mit Gewalt begegnen: "Wir versenken keine Flüchtlingsboote", hieß es aus Athen.

Zusätzliche Boote

Für den Nachmittag war ein Treffen zwischen Mikl-Leitner und dem stellvertretenden griechischen Außenminister Nikos Xydakis in Wien geplant. Man versuche die Seegrenze zur Türkei gemeinsam mit der europäischen Grenzagentur Frontex zu kontrollieren, teilte das Außenministerium in Athen am Montag mit. Athen hat Frontex gebeten, zusätzlich 100 Boote zu schicken - für Mikl-Leitner nur ein Anfang: „Immerhin geht es geht darum, die Stabilität, Ordnung und Sicherheit in ganz Europa zu schützen.“

(APA / phw) Erstellt am
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