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Innenministerin Johanna Mikl-Leitner: Wird wie ihre Vorgängerin wegen ihrer Vergabepraxis kritisiert.
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner: Wird wie ihre Vorgängerin wegen ihrer Vergabepraxis kritisiert. - Foto: AP/Ronald Zak

Letztes Update am 26.01.2013, 10:03

Kritik an hohen Beratungs-Honoraren. Innenministerin Mikl-Leitner soll Aufträge in Höhe von 1,6 Millionen Euro vergeben haben - zum Teil an ÖVP-nahe Firmen.

Das Innenministerium unter Ressortchefin Johanna Mikl-Leitner hat zwischen 2011 und Sommer 2012 Beratungsverträge, Studien und Kampagnen im Wert von rund 1,6 Mio. Euro außer Haus vergeben. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen Abgeordneten Karl Öllinger hervor, über die das Nachrichtenmagazin profil berichtet.

Laut der Anfragebeantwortung über den Zeitraum 2011 bis Sommer 2012 ist fast ein Viertel der Gesamtsumme, über 380.000 Euro, an Wolfgang Gattringer geflossen. Gattringer war bis 2007 stellvertretender Kabinettschef im Ministerium. Seine Wiener Agentur Repuco durfte das Projekt "Zentrales Melderegister" um rund 302.000 Euro "beraten", begleiten" und "umsetzen". Über das Schweizer Beratungsunternehmen Sandfire AG, an dem Gattringer Teilhaber ist, flossen noch einmal 80.000 Euro für "strategische Steuerung für den Wirkungsbereich der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit".

Die ÖVP-nahe Werbeagentur Headquarter, heute AD Partners, an der der ehemalige Kabinettschef Christoph Ulmer bis November 2011 beteiligt war, kassierte 2011 rund 211.000 Euro.

Erst vor wenigen Tagen hat ein Rechnungshof-Rohbericht über die Vergabepraxis im Innenministerium unter der früheren Ressortchefin Maria Fekter erneut für Aufregung gesorgt. Ihre Nachfolgerin Mikl-Leitner wies die Vorwürfe zurück. Der RH-Endbericht wird für Februar erwartet.

(APA/ps) Erstellt am 26.01.2013, 10:04

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