NEOS-Kritik an "Luxuspensionist" Khol

Andreas Khol, ÖVP
Foto: KURIER/Jeff Mangione Andreas Khol, Anwärter auf das Amt des Bundespräsidenten

Ein Vollzeitbeschäftigter sollte 2.400 Euro verdienen, erklärte der Hofburg-Kandidat in einem Interview.

Die NEOS haben sich am Freitag "entsetzt" gezeigt über eine Aussage von ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidat Andreas Khol im "Zahleninterview" des Magazins biber. Auf die Frage, wie viel ein Arbeitnehmer für einen Vollzeitjob verdienen sollte, nannte Khol die Zahl 2.400 Euro. Seine Sprecherin erklärte dazu gegenüber der APA, dass er sich dies für die Menschen wünschen würde.

"Wie viel sollte ein Arbeitnehmer für einen 40 Stunden Job mindestens netto im Monat verdienen?"

Die Frage im Magazin lautete: "Wie viel sollte ein Arbeitnehmer für einen 40 Stunden Job mindestens netto im Monat verdienen?" Der frühere Seniorenbund-Obmann habe daraufhin seine Wunschzahl hierfür genannt, erklärte Susanne Walpitscheker und meinte weiters: Khol sei "bewusst, dass ganz viele Menschen weit von diesem Einkommen entfernt sind, brutto wie netto". Es werde hingegen entscheidend sein, dass die Wirtschaft anspringt, damit jene die Leistung erbringen, mehr verdienen als bisher, so die Sprecherin.

"Luxuspensionist"

Die NEOS attestierten hingegen "Luxuspensionist" Khol in einer Aussendung "peinliche Realitätsferne": "Der Mann hat keine Ahnung, wie schwer es ist, 2.400 Euro netto zu verdienen", stellte Sozialsprecher Gerald Loacker fest. Er forderte in diesem Zusammenhang erneut stärkere Einschnitte bei den Luxuspensionen: "Wie kommen die kleinen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dazu, den Altpolitikern, Nationalbankern, Mitarbeitern in Sozialversicherungsanstalten, Kammern und so weiter Zusatzpensionen zu finanzieren?"

Hinweis: Über die letzten Pensionsparadiese in Österreich hat der KURIER bereits im Dezember berichtet. Den Artikel dazu finden Sie hier.

(apa / jk) Erstellt am
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