Politik "Geiler Vorstand": Neuer Chef für Piraten Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 28.04.2012, 17:33 Bildergallerie drucken An Instapaper senden "Geiler Vorstand": Neuer Chef für Piraten. Beim Bundesparteitag der deutschen Piraten ist Bernd Schlömer zum neuen Parteichef aufgerückt. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Die deutschen Piraten haben einen neuen Vorstand: Der stellvertretende Vorsitzende Bernd Schlömer rückt zum neuen Parteichef auf. Der Referent im deutschen Verteidigungsministerium setzte sich am Samstag in Neumünster gegen Amtsinhaber Sebastian Nerz (Foto) und weitere sechs Gegenkandidaten durch. Der 41-Jährige hatte in seiner Bewerbungsrede erklärt, zentrale Aufgabe des Parteichefs sei es, die Mitglieder für das Mitmachen zu begeistern. "Ich möchte für mehr Kooperation und Gemeinsamkeit werden", kündigte er an. Die bisherige Geschäftsführerin, Marina Weisband, zieht sich aus persönlichen Gründen von der Spitze der Partei zurück. Sie rief ihre Mitstreiter vor dem Votum auf, einen "geilen Vorstand" zu wählen. Die deutsche Piratenpartei will mit Blick auf die Bundestagswahl professioneller werden, ohne dabei jedoch ihre Prinzipien der Basisdemokratie aufzugeben. Der Bundesparteitag mit rund 1500 Mitgliedern lehnte am Samstag in Neumünster bei Hamburg eine längere Amtszeit der Vorstandsmitglieder ab, vergrößerte das Gremium aber von bisher sieben auf neun Mitglieder. Die Verlängerung der bisher einjährigen Amtsperiode hätte eine Zweidrittel-Mehrheit erfordert. Diese Quote wurde deutlich verfehlt. Während der Debatte über den Antrag erklärten mehrere Redner, dass sie Politik "anders machen wollen als die etablierten Parteien". Deswegen sei ein häufiger Wechsel von Amtsträgern sinnvoll. Diese können allerdings nach Ablauf der Amtsperiode erneut kandidieren. Zum Auftakt der zweitägigen Bundesversammlung rief Weisband ihre Partei zudem zu einer verantwortungsvollen Politik auf. "Wir tragen eine riesige Verantwortung, weil wir wissen, dass sich die Gesellschaft grundlegend verändern wird", rief sie den Teilnehmern zu. "Wir waren jung, und wir waren klein, aber wir haben schon Geschichte geschrieben", sagte Weisband, die aus persönlichen Gründen auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet hat. "Jetzt werden wir ernst genommen, und es wird gegen uns geschossen." Neben den Personalentscheidungen beschäftigt sich die Partei auch mit ihrer Haltung zu rechtsextremen Positionen, nachdem Äußerungen einzelner Mitglieder in den vergangenen Wochen Zweifel an der Abgrenzung zu Rechtsextremisten geweckt hatten. Eine Gruppe von Bonner Piraten verteilte in der Halle in Neumünster Flugblätter mit der Forderung "Flagge zeigen gegen Rechtsextremismus". Bei der Entscheidung für den Tagungsort im hohen Norden hatten die Piraten die Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai im Blick. Eine Woche danach wird in Nordrhein-Westfalen gewählt. In beiden Bundesländern rechnen sich die Piraten gute Chancen auf einen Einzug in das Parlament aus. Sie sind bereits im Berliner Abgeordnetenhaus und im Landtag des Saarlands vertreten. (apa, KURIER/lm, ep) Erstellt am 28.04.2012, 13:47 Stichworte: › Piraten-Partei Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Piraten-Parteitag Mit dem Stinkefinger in den Untergang Eitelkeiten, Streit: Die einst hoffnungsvollen politischen Newcomer zerfleischen sich selbst. Politik Deutsche Piraten: Viele Fragen offen In Deutschland versucht die neue Erfolgspartei der Piraten radikale Basisdemokratie. Eine Reportage. Politik Piraten: Debüt auf rutschigem Polit-Parkett Die Piraten fallen mit dem einen oder anderen Hoppala über ihre eigene Forderung nach mehr Öffentlichkeit. Politik Deutsche Piraten im Windschatten der Grünen Ihr Erfolg im Saarland und das Medienecho blasen die Piraten auf ein Allzeithoch – sie liegen schon knapp hinter den Grünen. Unternehmen Playmobil zu Piraten: "Politisch neutrales Spielzeug" Der Spielwarenriese möchte nicht, dass die Piraten-Partei seine Figuren für Werbung einsetzt.
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