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KURIER
Der Konservative Boris Johnson ist amtierender Bürgermeister von London - und auch Favorit bei der Wahl. - Foto: EPA

Letztes Update am 04.05.2012, 11:21

GB-Wahl: Ohrfeige für Konservative. Die Kommunalwahlen in Großbritannien haben mit einer Schlappe für die Torys geendet - in London ist das Rennen noch offen.

Bei einem wichtigen Stimmungstest haben die Wähler in Großbritannien der konservativ-liberaldemokratischen Regierungskoalition von Premierminister David Cameron eine schallende Ohrfeige verpasst. Bei den Kommunalwahlen in 181 Kommunen in Schottland, England und Wales verloren die Konservativen nach ersten Ergebnissen Hunderte Sitze in den Kommunalparlamenten.

Auch der liberaldemokratische Koalitionspartner musste deutlich Federn lassen. Gewinner ist dagegen die oppositionelle Labour Party, die deutlich zulegte. Nach ersten Berechnungen könnte Labour rund 700 der zur Wahl stehenden 5.000 Sitze dazugewinnen. Unter anderem ging mit Birmingham die zweitgrößte britische Stadt an die Sozialdemokraten.

ReutersFormer London mayor Ken Livingstone listens during a mayoral candidate hustings event organised by gay rights campaign group Stonewall at the BFI in London April 14, 2012. Londons mayoral elections will take place on May 3, 2012.   Reuters/Olivia H
Ken Livingstone war Londoner Bürgermeister und möchte es wieder werden. - Foto: Reuters

Als Ausdruck des Frustes der Bevölkerung über die Sparpolitik der Regierung wurde in London am Freitag auch die historisch geringe Wahlbeteiligung gewertet. Nur rund 32 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. In großen Städten wie Nottingham, Manchester oder Bradford stimmten die Wähler gegen den Vorschlag von Cameron, künftig einen direkt gewählten Bürgermeister zu bekommen. In Manchester und Nottingham lag die Wahlbeteiligung bei 24 Prozent.

Noch unklar war zunächst die Lage in der Hauptstadt London. Dort hatte die mit Spannung erwartete Auszählung für die Bürgermeisterwahl erst am Vormittag begonnen. Der konservative Amtsinhaber Boris Johnson war dort als Favorit gegen seinen Labour-Herausforderer Ken Livingstone ins Rennen gegangen. Ergebnisse wurden wegen des komplizierten Auszählungsverfahrens erst für den Abend erwartet.

 

(apa/ep) Erstellt am 04.05.2012, 11:06

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