Letztes Update am 23.04.2012, 14:24
Frankreich-Wahl: Das Ergebnis im Überblick.
Am 6. Mai fällt in der Stichwahl die Entscheidung zwischen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und Herausforderer Francois Hollande.
Am 6. Mai wird in Frankreich in der Stichwahl zwischen dem Sozialisten Francois Hollande und dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy ein neuer Präsident gewählt. Rund ein Dutzend Politiker trat im ersten Wahlgang am 22. April an. Die Ergebnisse im Überblick:
FRANCOIS HOLLANDE:
Der 57-Jährige gilt nach dem ersten Wahlgang als Favorit. Der Sozialist konnte auf die Stimmen von 28,63 % zählen. Das sind etwas mehr als 2007 für Ségolène Royal ausfielen. Hollandes ehemalige Lebensgefährtin erreichte damals 25,87 %.
NICOLAS SARKOZY:
Der 57-jährige amtierende französische Präsident hat im ersten Wahlgang 27,18 % der Stimmen eingefahren. Bei seiner Wahl vor fünf Jahren waren es für ihn und die UMP noch 31,18 % für den Konservativen gewesen.
MARINE LE PEN:
Die 43-jährige Tochter des Front-National-Urgesteins Jean-Marie Le Pen spielt nach Erreichen des dritten Platzes auch für die Stichwahl eine gewichtige Rolle. Mit 17,9 % steigerte sie das Ergebnis ihres Vaters (10,44 %) deutlich.
JEAN-LUC MELENCHON:
Der linke Politiker sorgte im Wahlkampf für Aufsehen, manche Kommentatoren trauten ihm den Sprung auf Platz drei zu. Mit 11,11 % blieb er schlussendlich aber deutlich hinter Konkurrentin Le Pen vom rechten Rand zurück. Die Linke scheint in Frankreichs Politik aber wieder eine Rolle zu spielen. Vor fünf Jahren hatte es gerade einmal zu 1,93 % der Stimmen gereicht.
FRANCOIS BAYROU:
Der 60 Jahre alte frühere Bildungsminister trat zum dritten Mal bei einer Präsidentenwahl an. Hätte er vor fünf Jahren noch Chancen gehabt, Sarkozy bei Erreichen der Stichwahl zu schlagen, spielte er 2012 eine untergeordnete Rolle. Von 18,57 % fiel er auf 9,13 % zurück.
EVA JOLY:
Die Grünen haben es in Frankreich schwer. Unter Joly gelang es zwar, das Ergebnis im Vergleich zu Vorgängerin Dominique Voynet zu verbessern, allerdings nur von 1,57 % auf 2,31 %.
NICOLAS DUPONT-AIGNAN:
Der ehemalige Verwaltungsbeamte (50) war einst UMP-Mitglied und wollte sich in der politischen Mitte positionieren. Dort scheint Gedränge zu herrschen, denn auf entfielen gerade einmal 1,79 % der Stimmen.
PHILIPPE POUTOU:
Der Mann von der Linken schaffte es mit seiner Antikapitalisten-Partei gerade noch über die Wahrnehmungsgrenze: 1,15 %.
(kurier/jom)
Erstellt am 23.04.2012, 14:22