Letztes Update am 14.06.2012, 19:33
Rot-Schwarz-Grün sagt gemeinsam Ja zum Euro. Noch reicht es nicht für mehr.
Rot-Schwarz-Grün sagen gemeinsam Ja zum Euro-Rettungsschirm-Schirm ESM und sind nach dem einvernehmlichen Aus für den Wildwuchs bei Diplomatenpässen auch beim Transparenzgesetz fast handelseins – seltene Szenen einer Vernunftehe dieser Tage im Parlament. Wird Österreich bald von einem "flotten Dreier" (© VP-Klubobmann Kopf) regiert? Wenn es um das lebenswichtigste Thema des Landes geht, stehen die Zeichen in der Tat auf Rot-Schwarz-Grün. Die Ökos sind und bleiben proeuropäisch – zumal beim ESM nun die Mitsprache der Abgeordneten garantiert ist.
Das Aufgebot für eine Regierungsehe zu dritt ist das noch lange nicht – auch nicht für den Fall, dass Rot-Schwarz nach der Wahl unter 50 Prozent abstürzt. Die ÖVP grenzt sich im Moment zwar gerne vom blau-orangen "Hooligan-Sektor" (© Kopf) im Hohen Haus ab. Auf Dauer können sich die Christlich-Konservativen mit einer Dreiecksbeziehung nicht anfreunden – vor allem weil es in vielen Fragen, von der Schulpolitik bis zur Vermögensbesteuerung, in dieser mittelgroßen Koalition 2:1 stünde.
So wird auf absehbare Zeit wohl weiter nur Richtung Brüssel gemeinsame Sache gemacht werden. Aber das ist in Dauerkrisen-Zeiten wie diesen schon sehr viel.
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