Letztes Update am 11.04.2012, 08:02
Drogenkrieg: 28 Tote an einem Tag.
Seit Mexikos Präsident Calderon der Drogenmafia 2006 den Kampf angesagt hat, sind über 50.000 Menschen ums Leben gekommen.
Dem mexikanischen Drogenkrieg sind binnen 24 Stunden mindestens 28 Menschen zum Opfer gefallen.
Im Badeort Acapulco wurden nach Behördenangaben sieben Leichen in einem Wagen gefunden. Daneben lag eine Botschaft von Drogenschmugglern.
Der Wagen war Stunden zuvor in eine Verfolgungsjagd mit der Polizei verwickelt gewesen, nachdem er trotz Aufforderung nicht gestoppt hatte.
Im westlichen Bundesstaat Michoacan starben sechs Verdächtige bei einer Schießerei mit Soldaten, drei mutmaßliche Opfer von Drogengangstern wurden nach Militärangaben an einer Straße gefunden. Im nördlichen Bundesstaat Cuahuila wurden nach Polizeiangaben ein Polizist und drei bewaffnete Männer bei einer weiteren Schießerei zwischen Soldaten und Kriminellen getötet.
Im Bundesstaat Nuevo León erschossen bewaffnete Gangster acht Menschen bei Angriffen auf illegale Taxistände.
In Mexiko liefern sich Drogenkartelle einen blutigen Kampf um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA.
Seit Präsident Felipe Calderon der Drogenmafia bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 den Kampf ansagte, wurden in Mexiko mehr als 50.000 Menschen getötet.
Landesweit sind 50.000 Soldaten und tausende Polizisten gegen die organisierte Kriminalität im Einsatz.
Im Norden Mexikos sind am Dienstag außerdem mindestens acht Taxifahrer erschossen worden.
Wie die Tageszeitung Reforma online berichtete, griffen Unbekannte in der Stadt Guadalupe bei Monterrey nacheinander zwei nicht zugelassene Taxistände an und töteten am ersten fünf und am zweiten, nur wenige hundert Meter entfernten Stand drei weitere Taxifahrer.
Zwei Menschen wurden nach Angaben eines Behördensprechers verletzt. Die Hintergründe dieser Bluttat waren zunächst unklar.
Vergangene Woche hat ein Gericht im US-Bundesstaat Texas hat den Chef einer Killerbande des mexikanischen Drogenkartells Juarez zu lebenslanger Haft verurteilt.
Jose Antonio Acosta Hernandez alias "El Diego" habe sich in zahlreichen Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter Mord, Waffendelikte, Drogenhandel und Geldwäsche, wie das US-Justizministerium mitteilte. US-Vertretern zufolge gestand der 34-Jährige, die Ermordung von mehr als 1500 Menschen in Auftrag gegeben zu haben.
Acosta Hernandez war der Chefs der Bande "La Linea", die für das Juarez-Drogenkartell arbeitet. Er war im August nach einer Schießerei in Mexiko festgenommen worden und wurde schließlich in die USA ausgeliefert.
(apa/jom)
Erstellt am 11.04.2012, 07:05