BZÖ nimmt Bibelzitate als Wahlslogans

BZÖ-Plakat: "Denn sie wissen nicht, was sie tun."
Foto: BZÖ

Mit bibelfesten Plakaten startet das BZÖ in den politischen Herbst und will sich künftig an die sogenannten "Wut-Bürger" wenden.

Inspirationen holt sich das BZÖ neuerdings aus dem Buch der Bücher: Die neue Plakatserie mit Josef Bucher im Mittelpunkt ist gespickt mit Bibelzitaten. "Denn sie wissen nicht, was sie tun", lautet der erste Aufruf an "ÖVP, SPÖ und die EU-Bosse". Für die "Banken und Spekulanten" hat Bucher ein anderes Zitat parat: "Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten."

Stefan Petzner ist der Schöpfer der sogenannten "Wut-Kampagne" und beteuerte, dass es bei den Bibelzitaten nicht um Religion, sondern um die Bekanntheit der Verse gehe. "Wir wollen dem Wut-Bürger eine Stimme verleihen", begründete Petzner die Kampagne seiner Partei. Daher habe man sich auch beim "meistgedruckten Buch der Welt" bedient. Dabei handle es sich um eine "deutliche Warnung an Brüssel und das Bundeskanzleramt", die mit Schuldenpolitik Europa "ins Verderben" führen würden.

Tour durch Österreich

Mit einer Tour durch die Bundesländer soll Bucher die Botschaft auch höchstpersönlich verkünden mit 1500 Plakaten im Gepäck. Man wolle die Österreicher "vor großem Chaos bewahren", so der BZÖ-Chef über seinen Auftrag. Die Kampagne sei gerade jetzt notwendig und nicht erst vor der nächsten Nationalratswahl, denn: "Im Jahr 2013 wird es zu spät sein."

Die Erlösung soll der "Bucher-Plan" bringen. Er sieht eine "eigene Währungszone", die "Neugründung der EU", "neue Regeln für Finanzmärkte", "Steuergerechtigkeit für den Mittelstand" sowie "Reformen und Schuldenbremse" vor.

(apa / mn) Erstellt am
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