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KURIER Romy 2014
Steinbrück eilt von Panne zu Panne.
Steinbrück eilt von Panne zu Panne. - Foto: Reuters/RALPH ORLOWSKI

Letztes Update am 30.12.2012, 16:40

SPD kritisiert eigenen Kanzlerkandi­da­ten. Peer Steinbrück sorgt mit seinem Vorstoß für ein höheres Kanzler-Gehalt und eigenwillige Aussagen zu Angela Merkel für Kopfschütteln – auch parteiintern.

Flotte Sprüche sind sein Markenzeichen, doch knapp vor Jahresende hat der Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten, Peer Steinbrück, übers Ziel geschossen. Seine Forderung, das Kanzler-Gehalt, das 2013 stufenweise auf rund 18.000 Euro monatlich steigen wird, zu erhöhen („nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr“), trug ihm Kritik auch aus den eigenen Reihen ein. Altkanzler Gerhard Schröder etwa sagte gegenüber der Bild am Sonntag, dass die Bezahlung des Regierungschefs „angemessen“ sei: „Ich habe jedenfalls davon immer leben können.“

Schärfer formulierte die Parteichefin der Linken, Katja Kipping: „Wer ernsthaft meint, dass Kanzler mehr als das Siebenfache des Durchschnittslohns verdienen müssen, der hat als Kanzlerkandidat den Beruf verfehlt.“


Auch eine andere Aussage Steinbrücks bezogen auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sorgt für Kopfschütteln. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte er: „Sie ist beliebt, weil sie einen Frauenbonus hat.“ Die Wortwahl irritiert viele, weil sie auch dahingehend interpretiert werden kann, dass sich Wähler und Wählerinnen für Merkel entscheiden, weil sie eine Frau ist und nicht wegen ihrer politischen Leistungen.

Das verdienen deutsche Politiker künftig

Bundespräsident 17.685 Euro monatlich.

Bundeskanzler 17.016 Euro. Dazu kommt eine Dienstaufwandsentschädigung in der Höhe von rund 1000 Euro.

Minister 13.630 Euro.

Abgeordnete Mandatare im deutschen Bundestag verdienen 8252 Euro monatlich. Alle Beträge sind Bruttobeträge.

(Kurier) Erstellt am 30.12.2012, 16:40


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