Letztes Update am 07.07.2012, 17:18
Normalerweise sucht man bei Unwettern einen sicheren Ort auf. Sie aber suchen Unwetter auf.
Normalerweise sucht man bei Unwettern einen sicheren Ort auf. Sie aber suchen Unwetter auf. Absichtlich und – fast – hauptberuflich. Sie nennen sich Stormhunters und sind jetzt im Sommer beinahe jeden Tag mit Notebook und ihrer 170-Grad-Weitwinkel-Action-Kamera auf Achse. Am Montag filmten Hans-Jürgen Pross und Kollegen in Bayern einen Tornado im Vorstadium; einen Tag später gerieten sie in der Steiermark in einen Hagelsturm mit sechs Zentimeter großen Körnern.
Warum sie das tun? "Aus Leidenschaft an extremen Wettersituationen", sagt Pross. Der 25-jährige Steirer, der sich schon seit seiner Kindergartenzeit für Meteorologie interessiert, hatte 2009 ein prägendes Erlebnis: Damals geriet er selbst in ein Unwetter, mit Windböen von 180 km/h samt Regen und Hagelschauer. "Da habe ich gemerkt, wie rasch man in eine so extreme Situation kommen kann."
Seitdem sammeln er und sein Team Wetterdaten und senden die Unwetterwarnungen sowie die Action-Bilder an die Österreichische Unwetterzentrale.
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