Letztes Update am 11.05.2012, 06:34
US-Archäologen konnten in Guatemala einen knapp 1200 Jahre alten Kalender sicherstellen.
US-Archäologen haben in Guatemala die bisher ältesten astronomischen Maya-Kalender gefunden. Die in einem ausgegrabenen Haus in der historischen Stätte Xultun entdeckten Kalender stammten aus dem neunten Jahrhundert, erklärte der Archäologe William Saturno von der Universität Boston in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie.
Die Mauern in einem Teil des Hauses seien mit eingravierten Zeichen bedeckt gewesen, ein Großteil davon stelle Berechnungen zu den verschiedenen kalendarischen Zyklen der Maya dar.
Unter den Funden sind den Angaben zufolge ein zeremonieller Kalender mit 260 Tagen, einen Sonnenkalender mit 365 Tagen, ein Jahreszyklus mit 584 Tagen des Planeten Venus sowie ein 780-tägiger Mars-Kalender. Andere folgten den Mondphasen.
Kein Weltuntergang
Entgegen dem allgemeinen Glauben fand sich den Forschern zufolge allerdings kein Hinweis darauf, dass im Jahr 2012 die Welt untergeht. "Die alten Maya sagten voraus, dass die Welt fortbestehen und in 7000 Jahren alles noch genau sein wird wie damals", erklärte Saturno.
Die Studie erscheint in der jüngsten Ausgabe des US-Wissenschaftsmagazins Science, sowie in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift National Geographic.
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