Was Eltern können, könnte bald auch Chefs auf Ideen bringen. Datenschützer sehen jedenfalls die Privatsphäre in Gefahr. Bemilo heißt ein Dienst, der das Vodafone-Netz in Großbritannien nutzt und Eltern die totale Überwachung ihrer Kinder ermöglichen will. Um rund fünf Euro im Monat können sie dann die SMS ihrer Kinder mitlesen, Anrufe verfolgen und das Telefon aus der Ferne abschalten. Wenn die Kinder eine neue Telefonnummer in der Kontaktliste speichern wollen, werden die Eltern automatisch darüber informiert und können Nummern gegebenenfalls auch ablehnen. Außerdem können sie das Telefon während der Schulzeit für Anrufe sperren und den Kindern Ärger mit den Lehrern ersparen.
Klingt toll und ist doch höchst zweifelhaft: Bemilo wirbt vermutlich deshalb mit dem Schutz vor mobilem Mobbing. Außerdem hätten die Erziehungsberechtigten ständig die volle Kostenkontrolle.
Keine Pläne in Österreich
In Österreich und Deutschland gibt es einen solchen Dienst nicht. Vodafone-Sprecher Thorsten Hoepken dazu: "Wir bieten unseren Privatkunden aus Datenschutzgründen nicht einmal einen Handy-Ortungsdienst an. Von einem Dienst wie diesem in England sind wir weit entfernt."
Auch aus pädagogischer Sicht ist die totale Überwachung ein schwerer Eingriff in die Intimsphäre der Heranwachsenden. Der Erziehungswissenschafter Jan Uwe Rogge beklagt, "dass eh schon hinter jedem Busch eine Mutter hockt". Kinder hätten ein Recht darauf, nicht alles mit ihren Eltern teilen zu müssen. Die erste Verabredung des Sohnes, der erste heftige Flirt gingen die Alten nichts an.
]]>
Aus noch unbekannten Gründen war das YouTube-Video "RickRoll`D", der Song "Never Gonna Give You Up" von Rick Astley, etwa 24 Stunden nicht erreichbar. Schuld daran soll die Security-Firma AVG gewesen sein, die Antivirus-Software herstellt und eine Urheberrechtsverletzung beanstandet haben soll. Das berichten zumindest der IT-Blog Ars Technica und Torrent Freak.
Aktuell ist das Video, mit dem man unter Vorspiegelung falscher Tatachen anderen Internetnutzern einen Streich spielen kann, indem man ihnen einen getarnten Link zu dem Video schickt, wie gewohnt abrufbar: So genanntes Rickrolling. Torrent Freak schreibt, dass AVG damit eines der weltweit bekanntesten Memes zerstört hätte und sich damit wohl den Ärger der 4chan-Community einhandeln würde, wo das Meme entstanden ist.
Merkwürdig an dem Copyright-Vorwurf ist, dass andere Versionen des Musik-Clips, etwa auf Vevo, wie gewohnt abrufbar waren. Ein YouTube-Nutzer hat deswegen eine andere Erklärung für den merkwürdigen Vorfall: "Lol We just got RickRoll`D by an AntiVirus corp."
Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Beim weltgrößten Computerhersteller Hewlett-Packard müssen angesichts eines schrumpfenden Geschäfts voraussichtlich rund 27.000 Mitarbeiter das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014 verlassen. Das sind etwa 8 Prozent aller Beschäftigten. Die Mitarbeiter müssen auch für die Fehler des Managements büßen. HP beschäftigt in Österreich rund 850 Mitarbeiter.
"Ein Stellenabbau ist niemals leicht", erklärte Konzernchefin Meg Whitman am Mittwoch. "Aber in diesem Fall ist er absolut notwendig." HP verkauft immer weniger Computer und Drucker. Der kalifornische Konzern droht sogar, die PC-Marktführerschaft an den chinesischen Rivalen Lenovo zu verlieren, der zuletzt merklich zulegen konnte.
In Medienberichten aus der vergangenen Woche war bereits von Plänen für massive Entlassungen die Rede. Durch die harten Einschnitte will HP 3,0 bis 3,5 Milliarden Dollar im Jahr sparen (2,4 bis 2,8 Mrd Euro). Der Stellenabbau variiere je nach Land, erklärte das Unternehmen. Ein Teil der Mitarbeiter soll in Frühruhestand gehen.
Smartphone- und Tablet-Leid
HP leidet darunter, dass immer mehr Kunden zu einem Tablet-Computer oder ihrem Smartphone greifen und sich den Kauf eines neuen PC sparen. Erschwerend hinzu kamen in der jüngeren Vergangenheit Querelen und konfuse Entscheidungen im Management. Die frühere Ebay-Lenkerin Whitman hat den Job bei HP im September angetreten und räumt seitdem auf.
Im zweiten Geschäftsquartal von Februar bis April ging der Umsatz um 3 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zurück und der Gewinn gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar nach. Im vorangegangenen Weihnachtsquartal war der Rückgang allerdings noch drastischer ausgefallen.
3,5 Milliarden Dollar für Stellenabbau
"Ich würde noch nicht so weit gehen zu sagen, wir haben die Kurve gekriegt", sagte Whitman in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Aber wir machen Fortschritte." Es dauere, HP wieder in die Spur zu bringen. Alleine die Kosten für den Stellenabbau veranschlagt das Unternehmen mit 3,5 Milliarden Dollar.
Bei den Börsianern kamen die Sparpläne gut an. Zudem lief das Geschäft besser als befürchtet. Die Aktie stieg nachbörslich um 10 Prozent auf 23 Dollar. Für viele Anleger dürfte aber selbst dieser Sprung nur ein schwacher Trost sein: Vor einem Jahr kostete das HP-Papier noch 36 Dollar.
Weniger Geld aus Drucker-Geschäft
Selbst die einstige Geldmaschine von HP stottert: die Drucker. Der Umsatz der Sparte ging um satte 10 Prozent zurück. Whitman hatte im März angekündigt, die Drucker- mit der PC-Sparte zusammenzulegen. Das soll Verbesserungen bei Produktion, Einkauf, Kundendienst und Marketing bringen und sparen helfen.
Es ist eine radikale Abkehr von den Plänen von Whitmans Vorgänger, dem aus Deutschland stammenden Léo Apotheker. Der hatte das PC-Geschäft abspalten und sich auf IT-Dienstleistungen und Software konzentrieren wollen. Damit eckte er bei seinen Managerkollegen und bei den Anteilseignern an. Er musste schließlich gehen.
Am Vortag hatte der Rivale Dell enttäuschende Zahlen vorgelegt, der chinesische Rivale Lenovo dagegen ein rasantes Umsatzwachstum bekanntgegeben. Nach Angaben der Gesellschaft IDC hält HP die Marktführerschaft mit einem weltweiten Anteil von 18 Prozent, vor Lenovo mit einem Anteil von 13,4 Prozent und vor Dell mit 11,6 Prozent.
Der Internetriese Google ist im Patentstreit mit dem Softwarekonzern Oracle von einem US-Gericht freigesprochen worden. Eine Jury am Bezirksgericht in San Francisco entschied am Mittwoch, dass Google mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android nicht widerrechtlich Oracle-Patente auf die Programmiersprache Java verwendet habe. Oracle hatte Schadenersatz in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar gefordert.
In einem ersten Abschnitt des Verfahrens hatten die Geschworenen Anfang des Monats entschieden, dass Google mit Android gegen das Urheberrecht verstoßen und unerlaubt Teile aus dem Code der Programmiersprache Java verwendet hatte. Allerdings konnte sich die Jury damals nicht darauf einigen, ob Google sich auf eine Ausnahmeklausel des US-Urheberrechts berufen könne, das eine "angemessene Verwendung" geschützten Materials erlaubt.
Jury eindeutig auf Google-Seite
Oracle hatte 2009 das Softwareunternehmen Sun Microsystems gekauft, das die Programmiersprache Java erfunden hatte, und damit die Rechte daran erworben. Google machte geltend, dass Sun und Oracle den Eindruck erweckt hätten, es müsse keine Lizenz für den verwendeten Softwarecode erwerben. Google hatte Android zwei Jahre vor der Sun-Übernahme durch Oracle vorgestellt.
Nach dem gespaltenen Urteil zu den Urheberrechtsverletzungen war der mögliche Schadenersatz für Oracle bereits deutlich zusammengeschmolzen. In der Frage der Patentrechtsverletzungen stellten sich die Geschworenen nun eindeutig auf die Seite Googles. Oracle kann gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.
Das neue Onlinespiel Diablo III bricht alle Rekorde. Wie der Hersteller Blizzard am Mittwoch mitteilte, wurden allein am Tag des Verkaufsstarts am 15. Mai mehr als 3,5 Millionen Exemplare des Videospiels abgesetzt. Dazu kommen noch 1,2 Millionen Spieler des ebenfalls von Blizzard entwickelten PC-Spiels "World of Warcraft", denen im Gegenzug für ein Jahresabonnement von WoW ein kostenloses Exemplar von Diablo III angeboten worden war. Damit ist Diablo III laut Blizzard das am schnellsten jemals verkaufte PC-Spiel.
Wegen Schwierigkeiten in der Startphase von Diablo III erklärte Mike Morhaime, Chef und Mitgründer von Blizzard, sein Bedauern. In den ersten Tagen kam es unter anderem zu zahlreichen Serverabstürzen. "World of Warcraft", der andere große Erfolg des zum französischen Konzern Vivendi Universal gehörenden Unternehmens, zählt mittlerweile rund zehn Millionen Spieler. Diese zahlen nicht nur für den Kauf der Software, sondern auch monatliche Gebühren für den Zugang zur interaktiven Welt.
Faceporn will be back!" Mit dieser Jubelmeldung hat sich die norwegische Porno-Webseite, die seit längerer Zeit offline war, zurückgemeldet. Der Grund: Sie hat in einem Rechtstreit gegen Facebook das Recht zugesprochen bekommen, weiterhin unter dem Namen Faceporn auftreten zu können. Das Online-Netzwerk hatte geklagt, weil es zu Verwechslungen zwischen den beiden Namen kommen könne.
Wie Venture Beat schreibt, könnte das Urteil richtungsweisend für andere Prozesse sein, die Facebook gegen Web-Firmen führt, die "face" oder "book" im Namen führen, darunter etwa Shagbook, Teachbook oder Lamebook. Nur die Parodie-Seite Lamebook hätte nach einem Vergleich online bleiben dürfen.
Ohne diesen Mann gäbe es keinen gemütlichen Fernsehabend: Der Amerikaner Eugene Polley erfand in den 1950er Jahren die erste kabellose Fernbedienung. Er starb am Sonntag in einem Krankenhaus in der Nähe von Chicago, wie sein ehemaliger Arbeitgeber mitteilte, die US-Elektronikfirma Zenith. Polley wurde 96 Jahre alt.
Polleys „Flash-Matic“ erinnert auf den ersten Blick eher an eine Gartenspritze als an eine Fernbedienung. Und doch war der kleine Apparat bei seinem Debüt im Jahr 1955 eine Sensation. Ab nun brauchte niemand mehr von seinem Sessel aufzustehen, wenn er das Programm umschalten wollte. Die Couch-Potato war geboren.
Polley und sein Mitstreiter Robert Adler bekamen 1997 für ihre bahnbrechende Erfindung einen „Emmy Award“ verliehen, die begehrteste Auszeichnung in der Fernsehwelt. Insgesamt meldete Polley in seinen 47 Berufsjahren 18 US-Patente an. Er arbeitete an Autoradios genauso mit wie an der Video-Disk, dem Vorläufer von DVD und Blue-ray.
Flash-Matic
Die „Flash-Matic“ blieb aber seine wichtigste Erfindung. Viel mehr als Kanäle wechseln und den Fernseher ein- und ausschalten war allerdings nicht möglich. Die „Flash-Matic“ besaß einen großen Taster und funktionierte im Grunde wie eine Taschenlampe: Sie sendete einen gebündelten Lichtstrahl aus, der auf einen von vier Sensoren in jeder Ecke des Fernsehgeräts traf.
Ein großartiger Funktionsumfang war aber ohnehin nicht nötig: Zu der Zeit habe es nur drei oder vier Kanäle gegeben, merkte der Hersteller Zenith an. Das Unternehmen gehört mittlerweile zur koreanischen LG Electronics. Spätere Fernbedienungen benutzten Ultraschall. Bei den heutigen Geräten mit ihren Dutzenden Knöpfen und Funktionen ist Infrarot üblich. Am Ende bauen sie aber alle auf der Idee von Eugene Polley auf.
Der erste private Raumtransporter der Geschichte ist am Dienstagmorgen nach mehrmaligem Aufschub ins All gestartet. Der unbemannte "Dragon" (deutsch: Drache) hob pünktlich um 03.44 Uhr Ortszeit (09.44 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida ab. Zehn Minuten später erreichte die Kapsel die Erdumlaufbahn und nahm Kurs auf die ISS. Starthilfe gab der Kapsel eine Falcon-9-Rakete. Wenn alles gut läuft, soll sie am Freitag an der ISS andocken.
12 Flüge zur ISS
Der vorangegangene Versuch am Samstag war wegen eines defekten Ventils an einem Triebwerk der Rakete in letzter Minute abgebrochen worden. Kapsel und Rakete wurden vom kalifornischen Unternehmen SpaceX entwickelt. SpaceX hat mit der US-Weltraumbehörde Nasa einen hoch dotierten Vertrag über insgesamt zwölf Transportflüge zur ISS abgeschlossen. Drei Tage wird die weiße Kapsel dorthin unterwegs sein. "Dragon macht alles automatisch und hat eine hoch entwickelte Technik an Bord", erklärte SpaceX-Gründer Elon Musk dem TV-Sender CNN. "Es gibt niemanden, der Dragon mit einem Joystick manövriert, so wie in der Apollo-Ära."
Versorgung und Müllabfuhr
Bei ihrem Testflug soll "Dragon" über 500 Kilo Ladung zur ISS bringen, vor allem Lebensmittel für die Astronauten. Auf dem Rückflug wird der Weltraumfrachter über 600 Kilogramm Müll an Bord haben. Zwei Wochen soll das Weltraum-Rendezvous dauern.
Die Premiere des Drachen war ursprünglich für vergangenen November geplant, musste aber wegen technischer Probleme mehrfach verschoben werden. SpaceX will den Frachter so weiterentwicklen, dass damit bis Mitte 2015 auch Menschen ins All befördert werden können.
Apple bleibt die wertvollste Marke der Welt. Der US-Technologiekonzern habe seinen Markenwert im vergangenen Jahr noch weiter gesteigert und seinen 2011 erreichten Spitzenplatz verteidigt, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten jährlichen Markenwertstudie des Marktforschungs-Unternehmens Millward Brown. Demnach hat Apple einen Markenwert von knapp 183 Mrd. Dollar (144 Mrd. Euro). Mit Geräten wie dem iPhone und dem iPad habe Apple seinen Status als Luxus- und Lifestyle-Marke "exzellent gepflegt" und stetig erneuert.
IBM schlägt Google
Auf Platz zwei folgt der US-Computer- und Beratungskonzern IBM mit einem Markenwert von knapp 116 Mrd. Dollar und verweist damit Google - die einstige Nummer eins - auf Platz drei. Auf vordere Plätze schaffen es auch McDonald`s, Microsoft und Coca-Cola. Das einzige Unternehmen mit einem Platz unter den ersten zehn, das nicht aus den USA stammt, ist der chinesische Telekommunikationskonzern China Mobile auf Platz zehn mit einem Markenwert von 47 Mrd. Dollar.
Der österreichische Getränkehersteller Red Bull rangiert auf Platz 80, um 13 Positionen verbessert im Vergleich zu 2011. Der Markenwert liegt bei rund 10 Mrd. Dollar (9.984 Mio. Dollar), um acht Prozent höher als vor einem Jahr.
Facebook und BMW legen zu
Die höchste Wertsteigerung aller Marken legte Facebook hin. Das soziale Netzwerk kletterte auf der Markenwert-Liste von Millward Brown von Platz 35 auf Platz 19. Wertvollste deutsche Marke ist nach wie vor die Deutsche Telekom, mit 26,8 Mrd. Dollar auf Platz 20. Nummer zwei in Deutschland bleibt laut Studie der Softwarekonzern SAP.
Auch die wertvollste Automarke der Welt kommt demnach erneut aus Deutschland: BMW. Der bayerische Autobauer nahm laut Studie mit einem Markenwert von 24,6 Mrd. Dollar Toyota die Spitzenposition der Branche ab. Auch Mercedes-Benz und Volkswagen sind unter den Top 100 der wertvollsten Marken.
Erstmals afrikanische Marke unter Top 100
Erstmals schaffte es im vergangenen Jahr eine afrikanische Marke unter die ersten hundert: der südafrikanische Mobilfunkanbieter MTN belegt bei Millward Brown mit einem Markenwert von 9,2 Mrd. Dollar Platz 88. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Unternehmen mit Frauen in der Vorstandsetage sind ganz besonders erfolgreich. 77 der 100 weltweit wertvollsten Marken haben demnach ein weibliches Vorstandsmitglied. Millward Brown wertete für die Studie Finanzkennzahlen sowie Daten der Markt- und Verbraucherforschung aus.
]]>Mit Axis legt der Internet-Konzern Yahoo! großmundig neue Software vor, die die Internet-Suche revolutionieren soll. Anders als viele US-Medien titeln, ist Axis am Desktop allerdings kein eigenständiger Browser, sondern vielmehr ein Plugin für Firefox, Chrome, Internet Explorer oder Safari, das man kostenlos installieren kann. Dieses bringt eine unten ausklappbare, modern designte Leiste in den Browser, die Suchanfragen beantworten und Ergebnisse darstellen kann, während die aktuelle Webseite oben weiter offen bleibt.
Passend zu den Suchbegriffen zeigt Axis visuelle Vorschauen auf Treffer-Webseiten. Bei speziellen Suchanfragen wie zu Wetter oder Wegbeschreibungen werden die Antworten dazu in Echtzeit geliefert, ohne dass man noch etwas anklicken müsste. In einem Video demonstriert Yahoo die Fähigkeiten seines neuen Produkts.
Mobil - derzeit nur bei Apple
Mobil ist Axis als Gratis-App für iPhone und iPad verfügbar, eine Android-Version soll derzeit in Entwicklung sein. Auf Apples mobilen Geräten bietet Axis eine personalisierbare Startseite. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Axis zwischen verschiedenen Geräten (derzeit Desktop, iPhone und iPad) zu synchronisieren. Das ermöglicht die Funktion "Continue from", mit der man beim Stand auf einem anderen Gerät fortsetzen kann. Notwendig dazu ist ein Yahoo!-Account.
Wie erste Tests von US-Medien zeigen, ist die iPad-Version sehr gelungen. Am iPhone dürfte Axis allerdings noch nicht ganz rund laufen und teilweise zu langen Ladezeiten führen - wohl auch deshalb, weil die Apps sehr bildlastig sind und deswegen vergleichsweise viele Daten übertragen werden müssen. Außerdem sollen bereits erste Sicherheitslücken identifiziert worden sein, die Angreifern einfachen Zugriff auf persönliche Daten gewähren. Yahoo! hat deswegen das Chrome-Plugin bereits deaktiviert.
Der wahre Gewinner? Bing
Neben der Integration von Social-Media-Diensten wie Twitter oder Pinterest ist eines für den unbedarften Nutzer nicht so offensichtlich: Axis setzt auf die Suchmaschine Bing von Microsoft. Axis bringt Bing als alternative Suche in jeden Browser, in dem das Plugin installiert wird. Für Yahoo!-Partner Microsoft könnte das eine steigende Nachfrage nach seiner Suchmaschine bedeuten.
]]>Über 16.000 Gläubige der Katholischen Kirche Steiermark bekamen Anfang Mai eine SMS, die sie an ihren ausständigen Kirchenbeitrag erinnern sollte. Das widerspricht allerdings in zwei Punkten dem geltenden Telekommunikationsgesetz: Denn Massen-SMS an mehr als 50 Personen sind verboten und auch die Möglichkeit dieses „Service“ abzubestellen, scheint in der SMS nicht auf.
Manche Steirer staunten nicht schlecht, als sie Anfang Mai plötzlich ein SMS von der Katholischen Kirche erhielten: "Im Alltag geht manchmal etwas unter. Offener Kirchenbeitrag? Bei Fragen 0316 8031 oder kirchenbeitrag@graz-seckau.at, liebe Grüße, Katholische Kirche Steiermark" - so der Inhalt. "Wir wollten uns so einfach auf eine nette Art und Weise in Erinnerung rufen", erklärt Hertha Ferk, die in der Diözese Graz-Seckau für die Kirchenbeitragsorganisation verantwortlich ist.
Maria K. (vollständiger Name der Redaktion bekannt) fand die digitale Form der Erinnerung allerdings alles andere als nett: "Ich hatte der Kirche nie meine Telefonnummer gegeben oder zur Verfügung gestellt. Ich habe dann bei der Kirchenbeitragsstelle angerufen und gefragt, wie sie überhaupt an meine Telefonnummer gekommen sind. Dort wurde mir erklärt, dass sie in das System eingespeist wurde, nachdem ich davor einmal angerufen hatte." Sie sei jedoch nie gefragt worden, ob sie damit einverstanden sei, oder ob es sich tatsächlich um ihr Handy handelt, von der SMS ganz zu schweigen.
Verstoß gegen das Gesetz
Michael Pilz ist Rechtsanwalt in Wien und beschäftigt sich vor allem mit Fragen zu Urheberrecht, Medienrecht und Telekommunikationsrecht. Aus der rechtlichen Perspektive ist für ihn ein anderer Punkt ein maßgeblicher Verstoß gegen das Gesetz: "Das Telekommunikationsgesetz sieht vor, dass unerbetene E-Mails oder unerbetene SMS-Nachrichten verboten und mit Verwaltungsstrafe zu ahnden sind. Unerbeten ist eine SMS dann, wenn sie zu Zwecken der Direktwerbung kommt und ich dem nicht zugestimmt habe, oder wenn sie an mehr als 50 Empfänger geht", erklärt der Anwalt. "Wenn die Katholische Kirche Steiermark hier selbst sagt, sie hat über 16.000 an den Kirchenbeitrag erinnert, dann sind das mehr als 50 und der Versand daher verboten." Laut Pilz müsste die Telekommunikationsbehörde hier ein Verfahren einleiten und der katholischen Kirche eine Verwaltungsstrafe aufbrummen.
Gutachten eingeholt
Ferk versteht die Aufregung nicht, hat sie sich doch bereits im Jahr 2007 extra ein Gutachten eingeholt, um sicherzustellen, dass alles rechtens ist. Der Versand der SMS ginge ausschließlich an säumige Schuldner, die mit dem Kirchenbeitrag in Verzug waren. "Das SMS ist lediglich eine Erinnerung an eine, aus einer gesetzlichen Verpflichtung resultierende, fällige und klagbare Schuld, mit welcher der Schuldner ohne Zinsen und Kostenbelastung kulanterweise auf seinen Verzug aufmerksam gemacht wird", so Ferk.
Obwohl es sich um eine Standard-SMS handelt, könne Paragraph 107 des Telekommunikationsgesetzes in diesem Fall nicht angewandt werden, denn in diesem Fall sei „die Versendung textlich gleichlautender Zahlungserinnerungen an mehr als 50 namentlich angesprochene säumige Schuldner zulässig", erläutert Ferk.
Keine Namen genannt
Namentlich wurden die Schuldner allerdings nicht angesprochen und das SMS birgt sogar noch einen zweiten Gesetzesverstoß in sich. "Normalerweise muss bei einer solchen SMS, selbst wenn sie zulässig wäre, einfach und klar die Möglichkeit bestehen, dass ich diese SMS abbestellen kann. Also wenn ich zum Beispiel auf einem Newsletter abonniert bin, muss ich in jedem Newsletter die Möglichkeit haben, das abzubestellen. Das fehlt hier", erklärt Pilz. "Diese SMS mag vielleicht Gottes Interessen entsprechen, aber den weltlichen, gesetzlichen Interessen entspricht sie nicht."
Der wohl gut gemeinte Versuch der katholischen Kirche Steiermark, die digitale Welt für sich zu erobern, ist nicht neu. Schon andere Institutionen haben die verführerischen Wege versucht für sich zu nutzen und lernen müssen, dass das Internet schon lange kein rechtsfreier Raum mehr ist. Pilz: "Es haben auch politische Parteien schon versucht, SMS oder unerbetene Telefonanrufe als Werbemedium zu entdecken. Das hat in der österreichischen Verwaltungspraxis schon zu Verurteilungen geführt." Ob es jetzt Glaubensfragen, Politisches oder wirtschaftliche Interessen seien: "Unerbetene E-Mails oder SMS-Nachrichten sind nicht erlaubt", sagt der Anwalt.
Saftig grüne Wiesen, Wälder und Berge, eine Landschaft zum Wandern und Seele Baumeln - und inmitten der Idylle im südlichen Niederösterreich ein High-Tech-Unternehmen, das im Aircraft-Segment für Global Player tätig ist. Weil die Auftragsbücher immer voller werden und die räumlichen Kapazitäten erschöpft sind, verdoppelt die List components & furniture GmbH in Thomasberg bei Edlitz (Bezirk Neunkirchen) nun ihre Produktionsfläche. „Ohne Übertreibung", so CEO Franz List, „entsteht hier wirklich das weltweit modernste Interieur-Werk für Privatjets".
14 Millionen Euro Investition
Noch ist es ein Rohbau, aber zum Jahresende sollen die zwei insgesamt 10.000 Quadratmeter großen Hallen fertiggestellt sein. Die Investitionen betragen 14 Mio. Euro, 180 neue Mitarbeiter werden gebraucht - 470 sind es bereits derzeit am Standort. Sie kommen aus Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark, auch aus Ungarn - insgesamt aus 14 Nationen, weiß eine Mitarbeiterin - und erwähnt auch die gebotenen Sozialleistungen vom Mittagstisch bis zum Werkbus.
Absolutes Präzisionshandwerk
Elegant und gediegen wirkt die Firmenzentrale schon beim Betreten, ein Flugzeug en miniature und auf Video eingespielte Referenzobjekte zu Wasser und in der Luft weisen im mit dunklem Holz stylish gestalteten Empfang auf den Geschäftszweck hin. Der Holzton setzt sich in der großzügigen, durch Glaskuppeln von oben lichtdurchfluteten Lounge im ersten Stock fort, harmonisch kontrastieren rote Lederfauteuils, üppig wuchern Grünpflanzen.
Hell und freundlich wirken die Büros, blitzblank wie ein medizinisches Labor die Produktionsräume. Handwerk mit absoluter Präzision geht da vonstatten: Die Teile für das Flugzeugmobiliar werden mit einem Lasergerät zugeschnitten, geschliffen und die Oberflächen poliert, die konzentriert arbeitenden Mitarbeiter tragen Feinstaubmasken und Ohrstöpsel.
Das Luxus-Segment
Die Verarbeitung muss brillant sein, spricht Franz List von
höchster Oberflächentechnologie. Der Blick in weite Teile der Fertigung bleibt aber verwehrt, verweist er auf strenge Auflagen seiner Partner. Auch Namen von betuchten Kunden - laut Medien vom Scheich bis zum saudischen Prinzen - oder ihren exklusiven Sonderwünschen, die den Privatjet mit Salon und Marmorbad in eine Luxussuite verwandeln, werden nicht preisgegeben. Wer aber die Kunden im Hersteller-Clientel sind, ist bekannt.
Auf das Know-How setzen bekannte Flugzeug-Hersteller, wie etwa der brasilianische Flugzeug-Bauer Embraer, Bombardier aus Kanada oder Pilatus aus der Schweiz. List stattet derzeit sechs Flugzeug-Typen im Executive-Jet-Bereich aus. Zudem: Seit Ende 2011 ist die List components & furniture GmbH auch Partner der Lufthansa Technik. Für die deutsche Gesellschaft wird List künftig Interieur Komponenten für Großraumflugzeuge wie Airbus A340 und Boeing 747-8 liefern. List hat sich weiters bei der Überholung des Interieurs (Refurbishment) von bestehenden Business Jets einen Namen gemacht und konnte so eine weitere Kompetenz im Aircraft-Bereich schaffen.
Vom Wasser in die Luft
Die Aircraft-Schiene habe sich aus der Jachtproduktion heraus
entwickelt, erzählt List von seiner „Vision" vor zehn Jahren, auch „in die Luft" zu gehen. Da wie dort kommen Materialien zum Einsatz, die leicht und zugleich schwer entflammbar sein müssen. "Durch unser in den vergangenen Jahren aufgebautes Know- How im Bereich der Lack- und Oberflächentechnologie sowie die Verarbeitung von Echtstein- Applikationen sind wir zu einer internationalen Benchmark geworden", so List.
Am Beginn des Unternehmens 1950 stand eine Tischlerei, in zweiter Generation erfolgte die Spezialisierung auf „intelligente Produkte", um am Weltmarkt gefragt zu sein - Aufträge bekomme man nur aufgrund überzeugender, nachhaltiger Qualität, betont List die Leistung des ganzen Teams. „Es macht irrsinnig Spaß, in diesem Sektor dabei zu sein - und das ganz vorne", lässt er sein unternehmerisches Feuer erkennen, Ideen umzusetzen - und betont gleichzeitig, dass es wichtig sei, „am Boden" zu bleiben. Das niederösterreichische Unternehmen wird international bereits mit größtem Interesse verfolgt.
180 neue Arbeitsplätze
Vom derzeitigen Firmenausbau profitiert im übrigen die Region im Einzugsgebiet Niederösterreich/Burgenland/Steiermark selbst, da zusätzlich zu den derzeit 470 Mitarbeitern der List components & furniture GmbH etwa 180 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
]]>Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist das US-Justizministerium Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Behörde räumte am Montag in Washington ein, sie gehe einem "unerlaubten Zugriff auf einen von der Statistikabteilung des Justizministeriums betriebenen Webseiten-Server" nach. Die Webseite der Statistikabteilung sei während des Cyber-Angriffs nicht beeinträchtigt gewesen, erklärte das Ministerium. Die Hauptseite des Ministeriums, justice.gov, sei nicht betroffen gewesen.
Anonymous
Zuvor waren im Kurznachrichtendienst Twitter und in einem Blog Meldungen aufgetaucht, die dem Hacker-Kollektiv Anonymous zugeschrieben wurden. Darin bekannte sich die Gruppe zu einem umfassenden Datenklau beim US-Justizministerium.
Laut einem Video, das in dem Blog veröffentlicht wurde, wollen die Aktivisten damit auf Korruption innerhalb der US-Administration aufmerksam machen.
Erster Angriff
Anfang des Jahres hatte Anonymous mit einem Hacker-Angriff vorübergehend die Webseite des Justizministeriums lahmgelegt. Die Aktivisten reagierten damit auf die Schließung des Online-Speicherdienstes Megaupload durch die US-Behörden und auf die Festnahme von Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom. Anonymous ist eine lose verbundene Gruppe von Hackern, die sich in den vergangenen Jahren zu einer Reihe von Cyber-Attacken bekannt haben. Nach eigener Darstellung wollen sie damit für Freiheit im Internet eintreten.
]]>