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Freitag, 19. März 2010

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"Mr. Ferrari" kämpft um seine Ehre

Er soll Spendengeld unterschlagen haben. Doch Heribert Kasper wehrt sich mit einem emotionalen Auftritt.

Heribert Kasper Heribert Kasper steht unter Betrugsverdacht. DruckenSendenLeserbrief
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Ich komme aus einer Familie, wo Ehrlichkeit eine Grundregel ist. Ich, Heribert Kasper, hab' in meinem ganzen Leben noch nie einen Menschen betrogen", wehrt sich der als "Mr. Ferrari" bekannt gewordene Charity-Spezialist ineiner eigens einberufenen Pressekonferenz.

Der Grund: Anfang Februar ging bei der Wiener Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen Kasper ein. Er soll 25.000 Euro Charity-Spenden für den Verein "PS-Exklusiv" unterschlagen haben. Er ist selbst Präsident des Vereins.
"Mein Name und meine Sympathie in der Öffentlichkeit sind mir wichtiger als das depperte Geld. Ich war auch nie Kassier - die Gelder sind ja über das Vereinskonto geflossen", schluchzt Kasper und muss immer wieder innehalten. Der Imageschaden nimmt ihn zu sehr mit. Ein junger Fan, der ihn nach Aufkommen der Vorwürfe gefragt hat, "Du bist eh kein Verbrecher, gell?", rührt den emotionalen Beschuldigten zu Tränen.

Verdacht

Kasper, der die Pressekonferenz mit dem Kassier des Vereins, Peter Malek, und Anwalt Klaus Ainedter abhält, hat auch einen dringenden Verdacht, von wem die Beschuldigungen kommen - "ein Ehepaar aus unserem PS-Exklusiv-Kreis". "Diese Leute haben auch behauptet, ich hätte die Einbrüche in meinem Haus vergangenes Jahr genutzt, um mich bei der Versicherung zu bereichern - ich habe nicht einmal eine Versicherung!" Kasper vermutet dahinter "Neid, Machtstreben und Dummheit".
Der Vorstand des Vereins steht jedenfalls voll hinter seinem Präsidenten. Die Person, die hinter der Anzeige stecken soll, wurde am Sonntag bei einer außerordentlichen Versammlung aus dem Vorstand gewählt.

Die Staatsanwaltschaft muss unterdessen prüfen, ob die Anzeige überhaupt Anlass für weitere Ermittlungen gibt oder gleich fallen gelassen wird.


Artikel vom 09.02.2010 17:37 | KURIER | Laila Daneshmandi


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