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Dienstag, 16. März 2010

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Rekordverdächtige Raubserie

Keine Arbeit, Drogen- und Spielsucht - Auslöser für 19 Überfälle in Wien, begangen von zwei Burschen und einem Mädchen.

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Würde es eine Raub-Hitparade geben, das Trio hätte einen der ersten Plätze sicher: 19 Überfälle auf Tankstellen, Trafiken, Solarien sowie je einen Supermarkt, Juwelier und ein Postamt werden Predrag Tosic, 24, und Roland R., 21, zwischen 28. November und 4. Februar angelastet. Vier Mal soll die Freundin des Älteren, Jelena S., 23, die Tatorte ausgekundschaftet und sich bei einer Nachttankstelle als "Türöffnerin" betätigt haben. "Jetzt heult sie und bereut alles", sagt ein Ermittler über die Verhöre mit der hübschen Frau.

Abgesetzt

Wie berichtet, war die Kripo Süd dem Trio nach einem Teil der Raubserie bereits auf den Fersen. Wie man nun weiß, sind die Verdächtigen am 9. Jänner - nach einem Trafiküberfall - wohl angesichts des Fahndungsdrucks nach Ungarn abgetaucht. Sie logierten in einem Hotel, bis sie sich am 4. Februar gleich mit zwei in nur 20 Minuten verübten Raubzügen sozusagen zurückmeldeten: Erst suchten sie einen Juwelier in Margareten heim, kurz darauf ein Postamt auf der Wieden.
Tags darauf machte die Kripo den Unterschlupf der Gesuchten in Pottenstein, NÖ, aus. Während Roland R. und Jelena S. verhaftet wurden, machte sich Tosic aus dem Staub. Er dürfte in ein benachbartes Haus eingestiegen sein und sich die Schlüssel zum davor geparkten grauen Nissan Primera besorgt haben.

Das Auto (BN-316 ET) und Tosic sind seither verschwunden (Hinweise an 313 10, 57800). "Wir sind nächtelang Sonderstreifen gefahren, vor allem in den Morgenstunden, wenn die Gesuchten den Analysen zufolge zugeschlagen haben", schildert Chefinspektor Edmund Borlak, Leiter des " Ermittlungsbereichs Raub " im LKA. Einmal entkamen die Täter um Haaresbreite. Dass sie zuletzt unmaskiert zur Tat geschritten sind, wertet Borlak als Indiz für die Drogenabhängigkeit: "Da hat die Sucht voll durchgeschlagen".

Apropos geschlagen: "In zwei Fällen haben sie mit ihren täuschend echt aussenden Spielzeugpistolen auf die Opfer eingeschlagen", so Gerhard Winkler, Chef der Kripo Süd.


Artikel vom 09.02.2010 16:13 | KURIER | Peter Grolig


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