Burning Gears 2010
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Montag, 15. März 2010

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Wegen Streits um Bier mit Axt erschlagen

Marcus H. hatte schon oft Krach mit dem Lebensgefährten seiner Mutter. Als das Bier ausging, endete die Reiberei tödlich.

das haus in penzing Penzing: 34-Jähriger wurde mit Axt erschlagen DruckenSendenLeserbrief
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Wilde Auseinandersetzungen gehörten in der Wohnung von Maria H., 53, und ihrem 20-jährigen Sohn Marcus in der Penzinger Straße zum Alltag. Sie war seit sieben Jahren mit dem deutlich jüngeren Martin L., 34, zusammen - es gab immer wieder Gewalt in der Familie. Ihr Lebensgefährte hatte auch schon mehrere Betretungsverbote. Doch das Paar raufte sich immer wieder zusammen.

In der Nacht zum Dienstag war es wieder einmal so weit. Wie so oft, verbringt die arbeitslose Familie den Abend daheim. Es fließt reichlich Alkohol. Wie Marcus H. in den Einvernahmen später erklärt, geht im Laufe der Nacht das Bier aus. Martin L. streitet mit dem Sohn seiner Lebensgefährtin darum, wer das letzte Bier ausgetrunken habe. Maria H. bestätigt den Streitgrund später. Sie versucht zunächst, zu schlichten, zieht sich dann aber in die Küche zurück. Gegen 4 Uhr Früh hört sie plötzlich einen dumpfen Knall.

Axt

Als sie zurück ins Wohnzimmer geht, liegt ihr Lebensgefährte auf dem Boden und blutet am Kopf. Ihr Sohn Marcus läuft aus der Wohnung. Die Tatwaffe - vermutlich eine Axt - wirft er unterwegs angeblich weg. Maria H. ruft sofort die Rettung - doch die kann nur noch den Tod von Martin L. feststellen. Die Tatwaffe finden die Beamten später bei einem Lokalaugenschein im Keller des Gemeindebaus.

Während die Tatortgruppe der Polizei noch Spuren aufnimmt, taucht Marcus H. gegen 6 Uhr Früh wieder zu Hause auf. Er lässt sich festnehmen und wird noch am selben Vormittag einvernommen. Er ist geständig. Martin L. soll ihn im Laufe des Streits gewürgt haben. Daraufhin habe er zur Axt beim Holzofen gegriffen und sich gewehrt. Wie viel Promille Alkohol er zu dem Zeitpunkt noch im Blut hatte, konnte die Polizei am Dienstag nicht sagen.


Artikel vom 09.02.2010 19:38 | KURIER | Laila Daneshmandi, thu



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