Dem Täter wünsche ich einen Bandscheibenvorfall und dass er an dem Geld erstickt“, sagt Helmut K. aus Bisamberg. Am Montag war dem 84-jährigen Pensionisten von einem Unbekannten die Geldbörse entrissen worden. Nur drei Meter vor dem Eingang zur Sparkasse. 2000 Euro waren mit einem Schlag weg.
„Ich wollte das Geld zur Bank bringen“, sagt Helmut K.. Doch dazu kam es nicht mehr. Der Geldbörsen-Räuber schlug blitzartig zu. Die Polizei vermutete eher eine Zufälligkeit hinter der Tat. „Ich kann nicht beobachtet worden sein. Ich bin in der Garage ins Auto eingestiegen und am Hauptplatz wieder ausgestiegen“, sagt Helmut K.. Was den Täter viel mehr ärgern würde, ist die Tatsache, dass Herr K. in der anderen Hand einen Stoffsack trug, dessen Inhalt er ebenso zur Bank brachte. Den gesamten Goldschmuck seiner geliebten Frau, die im Vorjahr verstorben war. „Der Schmuck wäre ein Vielfaches wert gewesen“, sagt Helmut K..
„Halt“ hat der Pensionist gerufen, nachdem ihm der Ganove die Brieftasche entrissen hatte. Sekunden später war der Täter auch schon um die Ecke verschwunden. Dort dürfte der Täter in ein silberfarbenes Auto mit Stufenheck gestiegen sein. Ob er selbst gefahren ist, oder ein Komplize, versucht die Polizei zu klären. Allerdings fehlen den Kriminalisten immer noch entscheidende Hinweise von Augenzeugen von Montagvormittag. Ein Autofahrer hatte das Auto mit durchdrehenden Reifen wegfahren gesehen. Weil der Fahrer die rote Ampel ignorierte und Richtung Stockerau raste, hofft die Polizei, dass der Wahnsinnige auch noch anderen Verkehrsteilnehmern aufgefallen ist, die genaue Angaben zum Auto und Kennzeichen machen können. Vermutet wird, dass es sich um ein italienisches Kennzeichen handelt. „Ich habe massives Interesse daran, dass der Täter gefunden wird“, sagt Herr K.. Nicht wegen des Geldes. „Ich werde nicht verhungern und erfrieren“, sagt der 84-Jährige. Herrn K. geht es viel um Gerechtigkeit: „Der Vorfall ärgert mich.“
Zeugen oder Autofahrer, die in der Umgebung oder der Stockerauer Straße Montag kurz nach 11.45 Uhr eine Wahrnehmung bezüglich des Fluchtautos gemacht haben, mögen sich bitte bei der Inspektion unter 059133/3240 melden.