Heftig umkämpfter Chefsessel in Payerbach
Sechs wollen Bürgermeister werden. Amtsinhaber Rettenbacher (PP) stehen fünf SP-Kandidaten gegenüber.
Die SPÖ setzt auf fünf Spitzenkandidaten, unter anderem auf Altbürgermeister Swoboda (ganz links), Pro Payerbach schickt Bürgermeister Rettenbacher (Mitte) ins Rennen, für die LEK tritt Vizebürgermeister Klambauer an.
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as Bürgermeisteramt erhalten und zurückerobern: Eine absolute Mehrheit peilen Pro Payerbach (PP) und die SPÖ am 14. März an. Die SPÖ sogar mit fünf Bürgermeisterkandidaten.
Im Jahr 2000 gab die SPÖ unter Bürgermeister Johann Swoboda nach einer Neuwahl im September die absolute Mehrheit, an die PP (ein Sammelbecken für ÖVP, LIF und Bürgerliste) ab. 2005 behielt diese acht Mandate, mit Hilfe der drei Mandate der Liste Erwin Klambauer (LEK) auch das oberste Amt. Die SPÖ erzielte acht Sitze.
Der PP-Spitzenkandidat, Restaurator Eduard Rettenbacher, der im Dezember 2009 Bürgermeister wurde, will das Mandatsniveau seiner Partei aufpolieren: "Ich strebe die absolute Mehrheit an."
Auf der Kandidatenliste werden Jüngere nach vorrücken, und: "Wo Pro Payerbach draufsteht ist Edi Rettenbacher drin. Die Leute sollen wissen, wen sie wählen", kann er sich einen Seitenhieb auf die SPÖ nicht verkneifen.
Rotes Quintett
Diese bietet den Wählern nämlich gleich fünf Kandidaten für die Spitzenposition des Bürgermeisters an. Freitag Abend stellten sich dazu Gemeinderat Peter Alkier, Altbürgermeister Hans Swoboda, Parteiobmann Kurt Schneider, Fraktionsobfrau Christa Olbrich und ASK-Schlöglmühl-Obmann Gerhard Doppelreiter den Mitgliedern zur Wahl.
Wer wirklich - sollte die SPÖ drei Mandate und damit die Mehrheit zurückerobern - Bürgermeister wird, entscheiden die Vorzugsstimmen. Ob man sich auf keinen Kandidaten einigen konnte? "Zwei schaut nach Streit aus, fünf nicht", entgegnet Schneider. Die Vorzugsstimmen entscheiden übrigens auch, wer in den Gemeinderat einzieht.
Vizebürgermeister Erwin Klambauer tritt mit seiner LEK ebenfalls wieder an, auf Platz zwei Gemeinderat Georg Dichtl. Gemeinderat Franz Kobermann ist darauf nicht mehr zu finden, neu an Platz drei ist Regina Buchegger, ihr folgt Kurt Luef. Klambauer macht sich ein bis zwei zusätzliche Mandate zum Ziel. Erneut in eine Koalition zu gehen, kann sich Klambauer vorstellen: "Ich ginge mit beiden zusammen, wenn sie mein Programm mittragen."
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