Burning Gears 2010
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Donnerstag, 18. März 2010

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ÖBB-Plan: Endstation Freiland

Aufregung im Bezirk Lilienfeld. Laut einem Plan könnte der Endbahnhof der Traisentalbahn bald Freiland heißen. ÖBB-Sprecher beschwichtigt.

Bahnhof Viele Betriebe sind auf die Bahn angewiesen. DruckenSendenLeserbrief
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Es sind nur ein paar Klicks, bis man im Internet die Zukunft der Traisentalbahn findet. Und zwar unter dem etwas sperrigen Begriff "Produktkatalog Netzzugang" der ÖBB-Infrastruktur AG. Während die Bahn derzeit noch bis
St. Aegyd am Neuwalde im Bezirk Lilienfeld tuckelt, soll ab 2011 schon in Freiland Endstation sein. In der Region ist die Aufregung groß.

"Das wäre eine Katastrophe", schimpft SP-Bezirkschef Herbert Thumpser. "Nicht nur für die vielen Betriebe, die auf den Güterverkehr angewiesen sind, sondern auch für die Touristen."

In die selbe Kerbe schlägt VP-Mann Karl Bader. Er will aber noch keine voreiligen Schlüsse ziehen. "Fix ist, dass Geld für die Sanierung der Traisentalbahn kommen soll. Deshalb wäre es aus meiner Sicht kontraproduktiv, die Strecke zu verkürzen."

Rumpfbahn

Einer, der sich seit Jahren intensiv mit der Materie auseinandersetzt, ist Klaus Reiter. Auch er kennt die Pläne und kann nur den Kopf schütteln. "Das wäre dann nur mehr eine Rumpfbahn", sagt Reiter, der sich für den Verein "Lebenswertes Traisental" engagiert.

Der St. Veiter plädiert für einen Ausbau der Bahnverbindung. "Würde man von Wr. Neustadt bis St. Pölten mit dem Zug fahren können, dann wäre das ein Riesensprung für diese strukturschwache Region."

Bei den ÖBB versucht man zu beschwichtigen. "Nichts ist entschieden", bestätigte ÖBB-Sprecher Christopher Seif, aber, dass die betroffenen Abschnitte im Traisental und auch im Erlauftal derzeit genau analysiert würden. "Personen- und Güterverkehr werden jeweils getrennt von einander durchleuchtet. Entscheidungen oder Vereinbarungen mit dem Land NÖ gibt es keine", bekräftigte Seif.


Artikel vom 02.02.2010 11:00 | KURIER | Johannes Weichhart, Wolfgang Atzenhofer


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