Was mir mein Hund sagen möchte
Was braucht ein Hund und wie deute ich seine Signale Richtig? Ein Blick in das Wesen der Vierbeiner.
Letztes Update am 25.01.2012, 08:46
Begrüßung: Therapiehündin Geisha zeigt Interesse für Selina (6 Jahre). Wenn man einem Hund begegnet, den man noch nicht kennt, ist es am besten, ruhig stehen zu bleiben und den Hund schnuppern zu lassen.
Viele Kinder und Jugendliche wünschen sich einen Hund an ihrer Seite. Bei aller Freude lädt man sich damit allerdings eine Menge Verantwortung auf.
"Ein Hund ist wie ein Familienmitglied, er will beschäftigt werden und hat viele Bedürfnisse", sagt Therapiehundeführerin Katrin Hauk von Verein "Tiere als Therapie" (TAT).
Wie erziehe ich meinen Hund richtig und wie lerne ich, seine Körpersprache zu verstehen? Der Verein hat ein Arbeitsbüchlein mit dem Titel "So wirst du ein Hundeprofi" gestaltet, das in den nächsten Wochen in Schulen verschickt werden soll. Damit soll Lehrern und Schülern die Möglichkeit geboten werden, sich auch im Unterricht mit dem Thema zu beschäftigen.
Typisch Hund
Wenn man einen Hund adoptieren möchte, ist es wichtig, zuvor seine Eigenschaften zu kennen. "Hunde sind nicht gerne alleine", sagt Helga Widder, die Leiterin des Vereins.
Unter einander verständigen sie sich mit Hilfe von Gesichtsausdrücken, Gesten, einer speziellen Körperhaltung und Lauten. Trifft der Haushund beim Spaziergang einen anderen Hund, kann es natürlich sein, dass sich die beiden "nicht riechen" können. Um vor dem Gegenüber Selbstvertrauen auszustrahlen, versuchen sie dann, sich optisch größer zu machen. Dazu stellen sie sich stramm hin und richten die Ohren auf. Manche Hunde knurren dazu, was soviel heißt wie:" Achtung, ich bin angespannt und bereit, mich mit meinem Gegenüber zu messen."
Signale
Wie lerne ich die Körpersprache meines Hundes richtig zu interpretieren?
Hunde wollen nicht nur einander, sondern auch den Menschen, mit denen sie leben, etwas sagen. Diese Körpersprache zu verstehen, ist besonders am Anfang nicht immer leicht. Dabei schafft ein Hund es, sich auch ohne Worte klar auszudrücken. Wedelt er mit dem Schwanz, will er damit sagen, dass er gut drauf ist und sich wohl fühlt. Er beobachtet die Menschen rundherum und will aktiv am Geschehen teilnehmen. Legt er den Schwanz allerdings an und knurrt, dann fühlt er sich bedroht und will in Ruhe gelassen werden. Nicht nur an der Gestik, sondern auch an den Augen kann man die Stimmung eines Hundes ablesen. Freut er sich, werden seine Augen meist kleiner, während sie größer werden, wenn Ärger im Spiel ist. Ein Hund hat drei Möglichkeiten auf eine Situation zu reagieren. 1.) Er zieht sich zurück, weil er sich unbehaglich fühlt. 2.) Er reagiert aktiv. 3.) Er reagiert passiv. Eine passive Reaktion könnte zum Beispiel einfach dastehen und abwarten sein, während aktive Reaktionen oft mit Lauten wie bellen, winseln oder knurren verbunden sind.
In der Regel sind Hunde selbstständige Tiere, die klar zeigen, wenn ihnen etwas nicht passt, oder sie etwas brauchen. Wenn sie Gassi gehen wollen, kann es sogar sein, dass sie sich vor die Eingangstüre setzen und winseln. Wollen sie ihr Herrchen oder Frauchen zum Spielen auffordern, bringen sie ihren Ball oder ein anderes Spielzeug, legen es einem vor die Füße und bellen meist als zusätzliche Unterstreichung des Spielangebotes. Was nicht übersehen werden darf, ist, dass auch ein noch so aktiver Hund ein enormes Ruhebedürfnis haben kann. "Hunde brauchen Pausen", erklärt Katrin Hauk. "Ein ruhiger Ort, an dem sie sich zurückziehen können, wie zum Beispiel der Hundekorb oder eine spezielle Decke in einer gemütlichen Ecke, ist daher enorm wichtig."
Weiterführende Links
Hündin Geisha mach "Männchen". Mit dieser Geste zeigt sie, dass sie Selina freundlich gesinnt ist, und vermutlich auch ein Hundeleckerli haben möchte.
"Lass uns spielen. Diese Geste ist die Aufforderung zum Spiel.
Hunde sind die besten Freunde des Menschen. Wenn ein Hund richtig erzogen wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er angreift sehr gering. Obwohl die beiden Hunde Geisha und Becsi die Kinder Dominik und Selina noch nicht lange kennen, schließen sie sehr schnell mit ihnen Freundschaft.
Viele Hunde werden gerne am Rücken gestreichelt, sowie auch hinter den Ohren.
Dominik und Selina mit ihrer neuen Freundin Geisha.
Auch am Hals werden viele Hunde gerne gekrault.
Endlich etwas zum Naschen! Die Therapiehündin wurde hat in ihrer Ausbildung auch gelernt, Leckerlis ganz vorsichtig von der Hand zu nehmen.
Gibt es noch etwas? Neugierig wartet Geisha, ob vielleicht irgendwo noch eine Portion auf sie wartet...
Hundeführerin Katrin Hauk begrüßt die Kinder. Hündin Geisha bleibt ruhig neben ihr stehen, richtet den Blick aber neugierig auf Selina und Dominik, zeigt somit also freundliches Interesse für die beiden.
Letztes Update am 25.01.2012, 08:46
Artikel vom 24.01.2012 15:00 | KURIER | Katharina Peyerl | « zurück zu Kiku


