Burning Gears 2010
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Freitag, 19. März 2010

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Von Null auf Rampe in 30 Minuten

In der vergrößertenSkatearea23, einer Halle in Wien-Liesing, ist nun mehr Platz zum Rollen. Für Anfänger ebenso wie für Contest’ler.

schaffer hans peter Sprunggewaltig: Hier kommt Andreas Mandl (14), seit zwei Jahren auf dem Brett und schon Vielfachgewinner von Bewerben. DruckenSendenLeserbrief
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Im Hintergrund flitzen junge Menschen auf ihren rollenden Brettern kreuz und quer durch die - seit kurzem größere - Halle. Rollen, springen, grinden (auf Kanten dahin"schlittern"), flache und steile gerade und gebogene Wände hinauf und hinunter. Das alles scheint einen überhaupt (noch) nicht zu interessieren. Justus Wolfram stellt sein Skateboard auf den Boden, bindet sich - mit ein bisschen Hilfe - Schoner auf Ellbogen, Hände und Knie und setzt sich seinen Helm auf - damit ist er übrigens einer der wenigen.
Das Skateboard "hab ich seit einem halben Jahr, aber so richtig gefahren bin ich noch nicht, ich mach jetzt da einen Kurs", sagt der 6 3/4 -Jährige dem Kinder-KURIER. Vorsichtig steigt er aufs Brett mit vier Rollen und lässt sich zunächst ziehen - von Julia Brückler. Seit einem Jahr hilft die 20-Jährige vor allem Anfängerinnen und Anfängern bei den ersten Fahrversuchen. "Mit 12 hab ich selber angefangen, erst nur probiert. Mir hat’s gefallen und ich hab eh was gebraucht, wie ich von zu Hause zum Bus und dann zur Schule komm." Bald hatte sie auch angefangen, an Bewerben teilzunehmen, "aber in Österreich gibt’s da für Mädchen und Frauen nicht viel", bedauert sie. Bei Contests im Ausland ist sie später, in letzter Zeit nicht mehr oft gestartet. Die meiste Zeit mit dem Skateboard verbringt sie hier in der seit kurzem vergrößerten Halle als Lehrerin.

Schnelllerner

schaffer hans peter Blitzschüler: Hier nach 20 MinutenDer Schüler erweist sich als besonders geschickt. Knapp eine Viertelstunde nach den ersten Rollversuchen, schafft er’s schon, eine Span (kleiner gebogener dreieckiger Spitz) hinauf zu fahren und oben vorm Spitz das Brett durch Gewichtsverlagerung zu wenden.
Nach einer halben Stunde ist Justus Wolfram mit seiner Lehrerin bereits in der großen Halfpipe unterwegs. Erst hält sie ihn an beiden Händen, dann nur an einer und zu guter Letzt rollt er schon allein langsam rauf und runter. Bei jeder neuen Bewegung, die er erlernt, strahlt er natürlich übers ganze Gesicht. Und ist in der Stunde gefühlte gut zehn Zentimeter gewachsen. Der "Rest" kann ganz schnell gehen. "Ich fahr erst seit zwei Jahren", so Andreas Mandl (14), den der Kinder-KURIER bei seinen Tricks beobachtet. Der Schüler fährt "fast nur am Wochenende - da in dieser Halle, wenn’s schön ist im Freien auf der Donauinsel" und dennoch hat er "alle Bewerbe gewonnen, wo ich mitgemacht hab". Das waren immerhin "sechs oder vielleicht waren’s sogar sieben".


Wackelbrett

schaffer hans peter Schlangenbrett: Wackeliger UntergrundMädchen sind hier absolut in der Minderzahl. Eine von ihnen ist Sarah Steinermann. Die 12-jährige fällt auf, weil sie mit einem besonderen Fahrzeug unterwegs ist - einem Snakeboard. Und obwohl das zweiteilige Ding mit nur je einer Rolle unter Vorder- und Hinterteil ziemlich wackelig wirkt, fährt sie total standsicher. Schwung geholt wird durch schlängelnde Bewegungen. "Mir fällt das viel leichter als mit dem Skateboard. Ich mach das aber erst seit zwei Wochen, eine Freundin (Jennifer Lechner, 16) borgt’s mir." Und die wiederum ist vom Brett auf das wackelige Teil umgestiegen, "weil’s mir eher vorkommt wie Inline-Skaten". Tricks sind allerdings schwieriger als mit dem breiten Brett in einem Stück. "Beim Snakeboard musst bei der Rampe aufpassen, dass sich das Hinterrad nicht verdreht."

Artikel vom 27.12.2009 20:58 | KURIER | Heinz Wagner



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