Rauchfrei in das neue Jahr starten
Damit es nicht beim guten Vorsatz bleibt: Welche Methoden am besten helfen, von den Zigaretten loszukommen.
Rauchfrei ins neue Jahr: Um der Versuchung zu wiederstehen, gibt es verschiedenste Hilfsmittel.
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Für Raucher, die ihr Laster besiegen wollen, gibt es inzwischen eine bunte Palette an Hilfsmitteln, um die ersten harten Tage und Wochen ohne Zigaretten leichter zu überstehen. Doch welche Methode ist für wen am besten geeignet? Die Zeitschrift Konsument hat in ihrer aktuellen Ausgabe die wichtigsten Therapien unter die Lupe genommen.
Pillen Der Wirkstoff des rezeptpflichtigen Arzneimittels Champix dockt an die Nikotinrezeptoren im Hirn an, wodurch die Entzugserscheinungen gemildert werden sollen. Nach einem Jahr liegt laut Studien die Abstinenzrate bei 20 Prozent. "Unklar ist, ob der therapeutische Effekt über die Anwendungsdauer hinaus anhält", kritisieren die Konsumentenschützer. "Es gibt etliche Patienten, die nach dem Absetzen wieder das Verlangen nach einer Zigarette spüren", sagt auch der Wiener Sozialmediziner Univ.-Prof. Rudolf Schoberberger. "Das Mittel soll nur sehr gezielt eingesetzt werden. Infrage kommen vor allem Patienten mit stärkerer Abhängigkeit." Es bestehe die Gefahr, dass sie sich zu stark auf die Arznei verlassen und vergessen, ihr Verhalten zu ändern. Bei Nebenwirkungen (z. B. Kopfweh, Übelkeit) sollte das Mittel abgesetzt werden. Das ebenfalls im Hirn wirkende Zyban bewertet Konsument aufgrund seiner Nebenwirkungen, der unzulänglichen Faktenlage für die Langzeitbehandlung und bei Herz-Kreislaufproblemen als lediglich mit Einschränkung geeignet. "Unter ärztlicher Kontrolle hat es sich aber durchaus bewährt, etwa wenn der Patient durch den Rauchentzug depressive Phasen erlebt", so Schoberberger.
Nikotinersatz Für den Arzt ist er "noch immer die Therapie der ersten Wahl", nicht zuletzt wegen des Fehlens von Nebenwirkungen. Sinnvoll sei ein Einsatz aber nur bei stärkerer Nikotinabhängigkeit. Je nach Rauchertyp sollte eine unterschiedliche Anwendungsform gewählt werden: "Für die, die den Tag über konstant gleich viel rauchen, eignet sich das Nikotinpflaster. Für solche, die eher in bestimmten Situation rauchen, der Kaugummi."
Alternativ Ob Homöopathie, Bachblüten oder Akupunktur: Studien, die die Wirksamkeit bei der Entwöhnung belegen, gibt es keine. "Manche klammern sich aber an solche Methoden, sie können durchaus die Selbstkontrolle fördern."
Hypnose Während der Konsument sie kritisch beurteilt, verweist Schoberberger auf derzeit laufende Studien an der MedUni Wien, die sehr wohl Hinweise auf eine Wirkung liefern würden.
Verhaltenstherapie "Dabei versucht man, auf die Gewohnheitsmechanismen - etwa den automatischen Griff zur Zigarette - einzugehen", so der Arzt. Davon ausgehend werden Verfahren zur Selbstkontrolle entwickelt. Hilfreich ist ein Raucherprotokoll, in dem eingetragen wird, wann warum geraucht wird. "Man muss sich rund drei Monate Zeit nehmen, um eine Verhaltensumstellung zu erreichen. "
Zukunft Derzeit arbeiten Forscher an einer Art Impfung, die die Nikotin-Aufnahme im Hirn dauerhaft blockieren und so bei Ex-Rauchern die Gefahr von Rückfällen in die Sucht verringern soll. Wann sie auf den Markt kommt, ist noch nicht absehbar.
Rauchfrei rauchen Elektrische Nikotin-Inhalatoren und ähnliche Versand-Produkte beurteilt Experte Schoberberger kritisch: "Sie sind in Österreich nicht zugelassen. Sie unterliegen keinen Kontrollen, Studien über die Wirksamkeit fehlen auch."
Rauchercoach
Rauchertherapeut Wolfgang Goll vom Grazer Josefhof gibt Tipps, wie Sie den Ausstieg aus der Nikotinsucht am leichtesten schaffen."Das Allerwichtigste beim Aufhören ist: Man muss wissen, was man will", sagt Rauchercoach Goll. "Wer nicht fest von seinem Vorhaben überzeugt ist, wird scheitern".
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