Nur unkooperative Asylwerber einsperren
Die Angst vor dem Asylzentrum bleibt Zum Hauptartikel
Die Eberauer wollen kein Erstaufnahmezentrum. Auch eine Anwesenheitspflicht scheint die Bevölkerung nicht zu überzeugen.
Die Eberauer bleiben skeptisch.
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Es ist bewölkt, und die Straßen sind leer an diesem Dienstagvormittag im südburgenländischen Eberau. Alles ruhig in dem Ort, in dem die Bewohner um ihre Idylle fürchten.
Damit wäre es nach dem Bau eines Asylerstaufnahmezentrums vorbei, ist sich der Sprecher der Bürgerinitiative gegen das Zentrum, Günter Kroboth, sicher. Im Gasthaus Buch, dem einzigen im Ort, gibt es noch immer Diskussionen, sagt der Wirt zum KURIER. Doch gestern ist es ruhig. Auch vom Innenministerium ist kein Beamter im angemieteten Hinterzimmer im Dienst, um die Bevölkerung von den angeblichen Vorteilen des Zentrums zu überzeugen.
Sicherheit
"Die Pläne für eine Anwesenheitspflicht im Asylzentrum haben sich noch gar nicht richtig herumgesprochen", sagt ein Eberauer. Er selbst ist zwar grundsätzlich gegen ein Asylheim in der Gemeinde, wenn es sich aber nicht verhindern ließe, hätte er nichts dagegen, dass sich die Asylwerber nicht frei bewegen können. "Die sollen froh sein, wenn sie bei uns in Sicherheit sind. Dort können sie sich ausruhen."
Die Bürgerinitiative lässt sich von einem "Ausgehverbot" nicht beeindrucken. "Sie wären ja nicht eingesperrt. Außerdem flüchten 20 Prozent der Asylwerber", ist Kroboth, selbst Polizeibeamter, überzeugt. Das Geld und die Autos für die Flucht würden sie dann in Eberau oder der nahen Umgebung stehlen. "Davor haben wir Angst." Ob das Ausgehverbot kommt oder nicht, ändert für die Bürgerinitiative nichts. "Ändern würde nur ein Aus für das Projekt etwas", sagt Kroboth. Bürgermeister Walter Strobl will zu dem Vorschlag der Innenministerin nichts sagen. "Das ist nicht meine Aufgabe."
Unterdessen kommt der Ortspfarrer als Befürworter des Projekts immer mehr ins Schussfeld. Er würde die Leute nur verunsichern und Hass schüren, glaubt der Eberauer SPÖ-Gemeinderat Herbert Alber.
Auch das Infobüro des Ministeriums sei der Bevölkerung ein Dorn im Auge. "Diese Beamten belästigen die Leute im Gasthaus sogar beim Kartenspielen", sagt Alber. Die Wut auf die Beamten habe schon zu Stänkereien und einem Rempler geführt, wird erzählt.
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