Oberwart: Bewegung für die Gesundheit
Schwere Erkrankungen zweier Mitarbeiter zeigten Wirkung: Mit einem speziell abgestimmten Programm will die OSG die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern.
Ein gesunder Rücken steht im Mittelpunkt des Programms. Rückenleiden haben sich inzwischen zu einer Volkskrankheit entwickelt. Dem will man bei der OSG vorbeugen.
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Schwere Erkrankungen zweier Mitarbeiter zeigten Wirkung: Die Geschäftsführung der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) reagierte und setzte Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung ihrer Arbeitskräfte.
"Im Frühjahr des Vorjahres wurde ein erster Kontakt mit einem Vitalcoach aufgenommen, der sich auf diesen Bereich spezialisiert hat", erläutert OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar die Vorgehensweise. In Kooperation mit Betriebsrat und einer fünfköpfigen Arbeitsgruppe wurde schließlich ein Konzept für die betriebliche Gesundheitsvorsorge erstellt. "Daraus ergibt sich für alle Beteiligten eine Win-win-Situation", betont Kollar. "Ein gemeinschaftsförderndes Element, das zusätzlich ein positives Arbeitsklima schafft."
Als erste Initiative wurde im Herbst 2009 in Zusammenarbeit mit der ASKÖ Burgenland das Projekt "Gesund im Betrieb" umgesetzt - 45 der 60 OSG-Mitarbeiter nutzten das Angebot. Nach orthopädischer Untersuchung und sportwissenschaftlichen Einstiegstest wurde ein dreimonatiges Trainingsprogramm (Rücken-Fit) erstellt.
Fünf Punkte Plan
"Unter Anleitung der ASKÖ-Coaches haben wird dann wöchentlich 45-Minuten-Einheiten absolviert", schildert Betriebsratsvorsitzende Sieglinde Steiner. Ein Fünf-Punkte-Plan wurde von der OSG-Kollegschaft nun als künftige Prioritätenliste erstellt: Fortführung der ASKÖ-Rückengymnastik, ein Workshop für Zeit- und Stressmanagement, optimale Ernährung, Krafttraining sowie Ausdauersport.
Christian Illedits, Präsident der ASKÖ Burgenland, zeigte sich von den Aktivitäten begeistert: "Rückenleiden sind zur Volkskrankheit Nummer eins geworden. Abgesehen vom persönlichen Leiden der Betroffenen sind durch die Folgekosten in Milliardenhöhe auch die volkswirtschaftlichen Schäden enorm."
Seit April 2007 haben sich 16 heimische Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern an dem Projekt beteiligt. Doch nicht nur der gesundheitliche Aspekt, auch der ästhetische Nutzen kommt nicht zu kurz. Sportwissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: Die Maximalkraftwerte im Bereich der Bauchmuskulatur stiegen um 20 Prozent, in der Rückenregion und seitlichem Rumpf um 15 Prozent. "Ein optimaler Effekt für die Bikini-Figur", so Illedits.
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