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Gestörte Verbindungen

Kittsee - Mediziner befürchten Gesundheitsschäden durch Funkantenne im Kirchturm. Die Diözese hofft auf Mehreinnahmen

Mediziner wehren sich gegen den Funkmast im Kirchturm. 30 Standorte dieser Art gibt es im Burgenland DruckenSendenLeserbrief
Strahlung von Funkmasten und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit sind umstritten. Die geplante Errichtung eines Handymasten im Kirchturm neben dem Batthyány-Strattmann-Krankenhaus in Kittsee sorgt für einen Disput zwischen Spital und der Diözese.

Die kollegiale Führung des Hauses hat nach der Bauverhandlung ihre Bedenken gegen eine Mobilfunkantenne wegen Dauerbelastung durch Mobilfunkwellen (Elektrosmog) angemeldet. Angeführt wird eine Palette von Krankheitsbildern wie Hör- und Schlafstörungen sowie Konzentrationsprobleme. Aber auch Veränderungen im Blutbild bis hin zu Hautmelanomen und Gehirntumore könnten das Ergebnis sein.

Keinen Einfluss

Die Mediziner wandten sich mit einer Eingabe an die Diözese Eisenstadt. Für Pfarrer Johann Karall hat die Petition der Ärzte in der Entscheidungsfindung keinerlei Bedeutung. Im Gespräch mit dem KURIER verweist er auf eine Entscheidung des Verfassungsgerichts, nach der solche Anlagen in Kirchtürmen gebaut werden dürfen. Karall hofft auf einen positiven Bescheid aus der Dom-Stadt.

Kittsees SPÖ-Bürgermeister Klaus Senftner erklärt, aus baubehördlicher Sicht sei die Nachbarschaft nicht beeinflusst, weil es keine sichtbaren Veränderungen am Kirchengebäude gebe. "Ich kann den Vorgang nur bautechnisch abwickeln, das Thema Gesundheit liegt nicht in meiner Kompetenz", sagt der Orts-Chef. Allerdings lässt er die Causa rechtlich prüfen, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft.

Artikel vom 19.12.2007 18:20 | KURIER |


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