Siamesische Zwillinge lachen wieder
Die Trennung haben die kleinen Patienten in Australien gesund überstanden. Wie und wo sie leben werden, ist ungewiss.
Davor: Krishna und Trishna
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Die erfolgreich getrennten siamesischen Zwillinge aus Bangladesch sollen nach dem Willen der Mutter in Australien aufwachsen. Dass Trishna und Krishna am Leben sind und es ihnen gut geht, sei die "beste Nachricht, die ich je in meinem Leben bekommen habe", sagt Lovely Mollick. Sie hofft, dass die beiden zur Adoption freigegebenen Mädchen im Land, in dem sie gerettet wurden, bleiben können. "Sie sollen eine gute Bildung bekommen und ein besseres Leben führen."
Die Entscheidung, die inzwischen fast drei Jahre alten Zwillinge kurz nach ihrer Geburt in ein Waisenhaus zu geben, habe der Mutter fast das Herz gebrochen. "Ich hatte aber keine andere Wahl, denn ich konnte mich nicht ausreichend um die am Kopf zusammengewachsenen Kinder kümmern."
Die Hilfsorganisation Children First Foundation, die die Kinder nach Australien holte und die Marathon-Operation zur Trennung der beiden ermöglichte, sicherte weitere Unterstützung für die Behandlung zu. Nach dem 25-stündigen Eingriff sind die beiden Mädchen wieder munter. Tests ergaben zunächst keine Hinweise auf eine Schädigung des Gehirns.
Erfolg in Österreich
Ebenso erfolgreich verlief die Trennung österreichischer siamesischer Zwillinge vor sechs Jahren. Michaela und Melanie waren am Bauch zusammengewachsen und wurden in einer siebenstündigen Operation am Wiener AKH getrennt. Die Mädchen mussten sich danach noch weiteren Eingriffen unterziehen. Ärzte und Eltern sind mit der Entwicklung des lebhaften Duos sehr zufrieden.
Siamesische Zwillinge entstehen durch eine nicht vollständige Trennung der Eizelle im sehr frühen Stadium. Weltweit kommt auf 50.000 bis 100.000 Geburten ein siamesisches Zwillingspaar. In Österreich gibt es alle sieben bis zehn Jahre siamesische Zwillinge. Da die meisten tot geboren werden oder nicht überlebensfähig sind, schätzt man die Anzahl der überlebenden auf etwa ein siamesisches Zwillingspaar pro eine Million Geburten. 75 Prozent davon sind weiblich.
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