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Franzose floh mit Millionenbeute

Unregistrierte Scheine im Wert von Elf Millionen Euro hatte der Geldtransporter an Bord, mit dem der Fahrer einfach davonrauschte.

Der Mann machte sich mit der fetten Beute davon. Der Mann machte sich mit der fetten Beute davon. (Symbolbild) DruckenSendenLeserbrief
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Mit elf Millionen Euro Beute ist ein französischer Geldtransportfahrer auf der Flucht. Der 39-Jährige fuhr am Donnerstag in Lyon mit der hohen Summe im Wagen einfach davon, als seine zwei Kollegen Geld aus einer weiteren Bank holen sollten. Eine Großfahndung der französischen Polizei, besondere Kontrollen an Flughäfen, Grenzübergängen und die Alarmierung der Sicherheitsbehörden im Schengen-Raum brachten bis zum Wochenende keinen Erfolg.



Flucht detailliert geplant

Der mutmaßliche Täter, Tony Musulin, arbeitete zehn Jahre lang ohne Beanstandung für das Geldtransportunternehmen Loomis France, wie die Firma am Freitag mitteilte. Tat und Flucht bereitete der Verdächtige nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft in Lyon detailliert vor. Die Polizei habe bei einer Hausdurchsuchung eine leere Wohnung vorgefunden - das Bett sei abgezogen gewesen, und selbst der Kühlschrank sei geräumt gewesen, sagte Staatsanwalt Xavier Richard. Vor der Flucht habe der alleinstehende und kinderlose Mann zudem alles Geld von seinen Konten abgehoben. Komplizen habe er offenbar nicht gehabt.

Musulin und seine Kollegen fuhren am Donnerstag zunächst zu einer Niederlassung der Banque de France in Paris und holten dort elf Millionen Euro ab. Beim nächsten Stopp gingen die beiden Kollegen wieder in die Bank, um das Geld zu holen, während Musulin am Steuer warten sollte - das war die Routine. Doch diesmal fuhr er weg, der Transporter wurde erst Stunden später an einem abgelegenen Ort nahe Bahngleisen gefunden.


Scheine nicht registriert

Loomis ist die Nummer eins in der französischen Geldtransportbranche. Diese kündigte eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an.

Bei dem gestohlenen Geld handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um neue Scheine, deren Nummern nicht registriert waren. Dies könnte es dem Täter erleichtern, das Geld unbemerkt in Umlauf zu bringen. Da bei dem Diebstahl keine Gewalt angewendet wurde, drohen dem Verdächtigen im Falle einer Verurteilung lediglich drei Jahre Haft.



Artikel vom 08.11.2009 13:47 | APA/AP | tan


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