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Strache: "Exil-Jude" kein Schimpfwort

Der FPÖ-Chef stellte sich im ORF-"Sommergespräch" den Fragen von Ingrid Thurnher und der Kabarettistin Monica Weinzettl.

Weinzettel, Strache, Thurnher Gruppenbild mit Damen: Strache nebst Weinzettel (li.) und Thurnher. DruckenSendenLeserbrief
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Am auffälligsten war der Bart. Weil sich sein Gesicht von einer Entzündung erholen musste, hatte sich Heinz-Christian Strache am Dienstag nicht rasiert. So kam es, dass der FPÖ-Chef beim ORF-Sommergespräch im Steinbruch St. Margarethen an einen Urlauber erinnerte: In Bluejeans, den Pullover locker geschultert, stellte er sich den Fragen von Ingrid Thurnher und Schauspielerin Monica Weinzettl. Strache verteidigte seinen Vorarlberger Landesparteichef Egger, dessen Angriff auf den Direktor des Jüdischen Museums Hohenems ("Exil-Jude aus Amerika") seit Tagen Thema ist. Egger habe aufzeigen wollen, "dass man sich Kritik von außen verbietet". Die Bezeichnung "Exil-Jude" sei kein Schimpfwort, er, Strache, verstehe die Aufregung nicht. Konsequenzen solle es jedenfalls keine geben.

Kritik am Wiener Bürgermeister

Auch die Kritik an FPÖ-Plakaten sei ihm nicht begreiflich. "Wir sind eine demokratische Partei und lehnen jedweden Extremismus ab", sagte Strache. Die politischen Mitbewerber seien in der Interpretation der FP-Wortwahl ("Abendland in Christenhand") "sehr manipulativ". Sich selbst sieht Strache als authentisch – auch bei seinen Auftritten in Diskotheken. Scharfe Kritik übte Strache an Wiens Bürgermeister Häupl: "Das ist sozialistisch das Gegenteil von sozial." Beim Thema Zuwanderung brachte Strache seine Forderungen an, straffällig gewordenen Neo-Österreichern die Staatsbürgerschaft wieder abzuerkennen und soziales Sonderleistungen wie Familienbeihilfe oder Sozialwohnungen an die Staatsbürgerschaft zu knüpfen.


Artikel vom 14.09.2009 07:34 | KURIER |


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