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'Der Eisbär auf der Scholle, das sind wir'

Düstere Prognose: Arktischer Ozean 2013 eisfrei? Zum Hauptartikel

Meeresforscher bangen um das Ewige Eis. Schon der heurige Sommer brachte eine Rekord-Eisschmelze "in noch nie dagewesenem Ausmaß".

DPA In der Arktis wird das Eis knapp. DruckenSendenLeserbrief
US-Wissenschafter zeichnen ein Horrorszenario in absehbarer Zeit: Bis zum Jahr 2013 könnte der Arktische Ozean während der drei Sommermonate komplett eisfrei sein. Schon heuer sei das Eis in der Arktis in noch nie dagewesenem Ausmaß abgeschmolzen. Das weggetaute Eis entspreche beinahe der Fläche des gesamten US- Bundesstaats Alaska (1,7 Millionen Quadratkilometer), sagte der Meeresforscher Michael Steele von der Universität Washington in Seattle am Freitag. Bis 2006 dagegen habe die Fläche des in den Sommermonaten geschmolzenen Meereseises im Durchschnitt bei rund 63.000 Quadratkilometern gelegen. Der Rückgang im Jahr 2007 sei "enorm" gewesen, betonte Steele.

Wassertemperatur fünf Grad über Durchschnitt

Steeles und sein Kollege Wieslaw Maslowski hatten am Mittwoch bei einer Konferenz des US-Geophysikerverbandes AGU gesagt, die Eiskappe der Arktis habe derzeit eine Größe von rund 4,13 Millionen Quadratkilometern und sei damit so klein wie nie zuvor in der Neuzeit. Bis zum Jahr 2013 sei der Arktische Ozean während der drei Sommermonate deshalb möglicherweise eisfrei. Steele wollte sich dieser Prognose nicht anschließen, betonte aber, die arktischen Gewässer seien nie zuvor so warm wie in diesem Sommer gewesen. Die Wassertemperatur habe fünf Grad über dem sonstigen Durchschnitt gelegen.

Schuld ist und bleibt der Mensch

Steele machte die Erderwärmung durch den vom Menschen verursachten Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase für die Schmelze verantwortlich. Je dünner das Eis sei, desto rascher taue es - und desto eher trieben Winde es von Alaska und dem Osten Sibiriens weg. Durch den Schwund der schützenden reflektierenden Eisschicht heize die Sonnenwärme den Ozean auf, weil das Wasser das Sonnenlicht absorbiere. Dadurch werde die Eisschmelze beschleunigt, warnte der Forscher.

Steeles Forschungsergebnisse basieren auf den Messdaten der vergangenen hundert Jahre sowie auf aktuellen Messergebnissen, die auch aus Satellitendaten der US-Raumfahrtbehörde NASA gewonnen wurden.

Artikel vom 14.12.2007 16:54 | afp | gn


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