Letztes Update am 22.05.2012, 09:12
Will Smith ohrfeigt TV-Reporter.
Der Superstar verlor in Moskau die Fassung und verpasste einem Promi-Provokateur eine Ohrfeige. Viele von Smiths Kollegen erlaubten sich ähnliche Aussetzer.
Als frecher TV-Reporter lebt man mitunter gefährlich. Hollywoodstar Will Smith riss bei einer Promo-Tour in Russland der Geduldsfaden - er verpasste einem zudringlichen Fernsehmoderator eine Watsche.
Die Bilder vom Ausraster zum Durchklicken ...
Der ukrainische TV-Mann Witali Serdjuk, der für seine Show bereits Kylie Minogue und Madonna bewusst nervte, hatte den Schauspieler bei der Russland-Filmpremiere von "Men in Black 3" vor laufenden Kameras umarmt und geküsst.
Ein Videomitschnitt zeigt, wie Smith auf dem Roten Teppich zwar zunächst amüsiert reagiert, Serdjuk dann aber mit den Worten "Was zum Teufel ist dein Problem, Mann" wegstieß und ihm mit dem Handrücken eine Ohrfeige verpasste.
Der provokative Serdjuk, der als "ukrainischer Sacha Baron Cohen" gilt, dürfte sein Ziel erreicht haben - die Einschaltquoten für seine Show beim Sender 1+1 profitierten ganz bestimmt von dem Zwischenfall.
In letzter Zeit kommt es immer öfter vor, dass sich Stars über ihre Produzenten, Ex-Freundinnen oder Mitarbeiter auslassen. Dumm nur, wenn diese die Schimpftiraden aufnehmen. Das passierte jüngst bei Chevy Chase und Mel Gibson.
Ach, wo sind die Zeiten, in denen Mel Gibson ein cooler Actionheld war und die Leute zu ihm aufblickten. In den vergangenen Jahren blieb vom guten Image des Schauspielers nicht viel übrig.
Alkoholexzesse, rassistische Äußerungen und ein böser Sogerechtsstreit mit seiner Exfreundin Oksana Grigorieva sorgten für einen üblen Beigeschmack all seiner Projekte.
Bei den veröffentlichen Tonbandaufnahmen seiner Schimpftiraden an Grigorieva trieb es nicht nur der Sängerin die Schamesröte ins Gesicht.
Zum Anhören: Mel Gibsons Tirade
Doch damit nicht genug: Seit kurzem steht der bekannte Drehbuchautor Joe Eszterhas im Krieg mit dem Star. Grund ist Gibsons jüngstes Filmprojekt "Maccabee" (Die Geschichte über Judah Maccabee, dessen Sieg über die griechischen und syrischen Armeen an Hanukkah gefeiert wird.).
Eszterhas wirft Gibson in einem achtseitigen Brief vor, dass er nie die Intention hatte, die jüdische Heldensaga zu verfilmen, sondern das Projekt dafür benutzen wollte, seinen Ruf als Antisemit loszuwerden. Warner Bros legte das Projekt mittlerweile auf Eis. Grund: Das Skript von Eszterhas sei nicht heldenhaft genug. Wer nun Recht hat, ist noch nicht geklärt, streiten werden die beiden wohl weiter.
Chevy Chase, der Komiker aus den 80er Jahren, früher ein Star in Hollywood, sorgt mittlerweile weniger mit Humor für Schlagzeilen. Der einstige Publikumsliebling ist im amerikanischen Fernsehen in der Show "Community" zu sehen.
Seit 2009 läuft die Serie, doch scheinbar wird Chase immer unzufriedener mit seiner Rolle und seinen Dialogen. Dies teilte er seinem Produzenten und Drehbuchautor Dan Harmon mit. Das Vokabular, das er hierfür benutzte, kann als äußerst unflätig beschrieben werden.
Grund für den Streit war laut deadline.com Chases Benehmen während der Dreharbeiten zum Saisonfinale. Der 68-Jährige stürmte vom Set und das Ende konnte nicht wie vorgesehen gedreht werden. Bei einer Party am Set hielt Harmon daraufhin eine Rede und animierte die Crew gemeinsam zu sagen "F*ck you, Chevy" - das vor Chases Frau und Kind.
Klar, dass der Streit eskalierte. Chase antwortete mit: "So redet niemand mit mir. Vor allem nicht vor meiner Familie du verdammtes A**loch." Außerdem erklärte er Harmon, seine Schreibe wäre schlecht, und werde immer schlechter. Am Schluss gab es noch den Satz: "Mehr habe ich dir nicht zu sagen, außer: Lutsch meinen ...". Die beiden werden keine Freunde mehr.
Mittlerweile hat er einen Oscar. Und zu Recht. Doch weniger verdient macht sich Schauspieler Christian Bale, wenn er sich gerade in Rage redet.
Aber das tut er gerne: Einmal am Set von "Terminator: Die Erlösung", als er ein Crewmitglied, das aus Versehen durch die laufende Szene lief, heftig beschimpfte. Dumm gelaufen: Bale trug ein Mikro und die Schimpftirade war klar und deutlich zu hören und so wurde Bale zum Gespött Hollywoods.
Nach gefühlten tausendmal "Fuck" konnte der Beschuldigte nur kleinlaut sagen, dass er nur nach dem Licht schauen wollte, doch Bale ließ ihm keine Chance.
Zum Anhören: Bales Schimpftirade
Charlie Sheen meinte, er sei unbesiegbar, und genoss sein Leben in vollen Zügen - vielleicht zu sehr. Der Drogen- und Alkoholkonsum führten dazu, dass seine Ehen in die Brüche gingen und ihn seine Überheblichkeit den Job als "Onkel Charlie" kostete.
Der frühere "Onkel Charlie" verlor bekanntlich seine Rolle als Sitcom-Star dank einer Schimpftirade an "Mein cooler Onkel Charlie"-Schöpfer Chuck Lorre.
Er beschimpfte ähnlich wie kürzlich Chevy Chase, das Schreibtalent Lorres und äußerte sich auch antisemitisch - das ganze live im Radio. Das wurde von CBS, auf dem die Sendung läuft, schlecht aufgenommen. Sheen erhielt Anfang 2011 die Kündigung.
Es war nicht die erste verbale Entgleisung des 46-Jährigen. 2008 hinterließ er auf dem Aufnahmegerät seiner Ex-Frau Denise Richards eine wenig schmeichelhafte Nachricht. Er beschuldigte sie als "böse Lügnerin" (geschönte Übersetzung) und das gleich mehrmals.
Dann wäre da noch Alec Baldwin. Bereits legendär ist die telefonische Beschimpfung seiner damals 11-Jährigen Tochter Ireland, in der er sie als "rüdes, gedankenloses, kleines Schwein" ...
... und seine Ex-Frau Kim Basinger als "Pain in the ass" bezeichnete.
Gottseidank sind diese Sorgerechtsstreitigkeiten längst beseitigt.
Baldwin versteht sich wieder mit Ireland und wagt demnächst den Schritt zum Altar mit seiner Verlobten Hilaria Thomas. Aber, da war doch noch etwas: Vergangenen ...
... Dezember musste der 54-Jährige ein Flugzeug verlassen, nachdem er mit der Stewardess gestritten hatte. Sie bat ihn sein Handy abzuschalten, er weigerte sich. Es folgten wenig schmeichelhafte Worte von Baldwin via Twitter gegen American Airlines und die Stewardess, die er als "1950s Sportlehrerin" bezeichnete. Der Schauspieler ist halt keiner, der seine Meinung für sich behält.
(kurier)
Erstellt am 22.05.2012, 07:10