Letztes Update am 31.05.2012, 12:27
Tierschutz: Promis für alle Felle.
Im Tierschutz brechen neue Zeiten an. Prominente Projekte zeigen, wie Tier und Mensch voneinander profitieren können.
Da möchte man meinen, ein Job als Hollywood-Schauspielerin wäre stressig genug. Vor allem, wenn man auch noch Filmproduzentin ist und eine Familie hat. Doch Katherine Heigl, Ehefrau von Musiker Josh Kelley, und Mutter zweier Adoptivtöchter, scheint es an Energie nicht zu mangeln.
Obwohl Adoptivtochter Adalaide Marie Hope erst im April Teil der Familie wurde, engagierte die 33-Jährige sich Anfang Mai schon wieder für ihr drittes Baby – den Tierschutz.
Heigl fungierte als Stargast bei der Premiere des Films „Shelter Me“, in dem der positive Einfluss von Tierheimhunden auf das Leben von Menschen geschildert wird. Der Schauspielerin liegt Tierschutz vor allem aus persönlichen Gründen am Herzen.
2008 rief sie gemeinsam mit ihrer Mutter Nancy „The Jason Debus Heigl Foundation“ ins Leben.
Damit wollten sie ihrem Bruder und Sohn Jason, einem Tierliebhaber, der 1986 bei einem Autounfall ums Leben kam, ein Denkmal setzen.
Doch Tierschutz alleine war Heigl nicht genug. Sie wollte noch mehr Sinn in ihr Engagement bringen, setzt sich gezielt für die Kastration herrenloser Hunde und vor allem für deren Reintegration ein, um Tier und Mensch voneinander profitieren zu lassen.
Etwas, das auch dem 2002 ins Leben gerufenen Projekt der Unternehmerin Renate Thyssen-Henne zu Grunde liegt. Der Initiatorin von „SOS Projects für Mensch und Tier e. V.“ geht es auf ihrem Sonnenhof in Bayern zwar um die Rettung kranker, streunender Hunde, im Mittelpunkt steht aber die Behandlung langzeitkranker und traumatisierter Kinder durch die Nähe und Zuwendung der Tiere. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Vierbeinern wird zusätzlich täglich im kostenlosen Tier- und Naturschutz-Unterricht gelehrt.
Auch der deutschen Moderatorin Sonja Zietlow ist das seit 2010 ein Anliegen. Damals gründete sie die Non-Profit-Organisation „Beschützerinstinkte“, die sich um die Resozialisierung von Problemhunden und deren anschließende Vermittlung, finanzielle Unterstützung von bedürftigen Hundebesitzern und ...
... die tiergestützte Therapie für schwer kranke Kinder kümmert. 2008 half Zietlow mit ihrem Verein „dingo e. v.“ bereits streunenden und gequälten Hunden auf Mallorca. Mit „Beschützerinstinkte“ kam ihr zwei Jahre später die Idee, auch Menschen zu helfen.
In Österreich heißt die Institution in Sachen Tierschutz Michael Aufhauser. Auf seinem Gut Aiderbichl bei Salzburg bekommen geschundene, alte und misshandelte Tiere ihr Gnadenbrot.
2000 gegründet, ist aus dem letzte Asyl für arme Lebewesen schon längst viel mehr geworden. Ein Treffpunkt für Tier und Mensch, an dem der gegenseitige Respekt füreinander an erster Stelle steht.
Brigitte Bardot hängte mit 40 Jahren ihre Filmkarriere an den Nagel und meinte: „Meine Jugend und Schönheit schenkte ich den Männern. Jetzt widme ich meine Weisheit und meine Erfahrung den Tieren.“ (www.fondationbrigittebardot.fr)
Pamela Anderson reiste für die Tierorganisation PETA erst im April nach Berlin, um sich im Wirtschaftsministerium gegen das Aufweichen eines Handelsverbots für Robbenfelle in der EU einzusetzen. Aber auch andere Stars unterstützen PETA: Nackt und tätowiert statt Pelz.
(kurier)
Erstellt am 31.05.2012, 12:25