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KURIER
Betrogene Königinnen: Silvia kam nach dem Jagdausflug des Königs zum Trostspenden nach Madrid. - Foto: EPA

Letztes Update am 08.05.2012, 17:19

Spanien: Die Königin macht, was sie will. Sofia von Spanien pfeift auf eine Feier zu ihrer goldenen Hochzeit und besucht ihre "verstoßene" Tochter in Washington.

Kein Festbankett, keine Sonderbriefmarke, keine Sondermünzprägung. Offiziell finden die Feiern zur goldenen Hochzeit von Sofia und Juan Carlos deshalb nicht statt, weil "der 14. Mai dieses Jahr ein Brückentag" sei, erklärte Palastsprecher Rafael Sottorno, was spanische Zeitungen für ziemlich durchsichtig halten. In Wahrheit ist Doña Sofia nicht mehr bereit, mit ihrem untreuen Gemahl in der Öffentlichkeit zu posieren, als wäre nichts gewesen. "Die Königin macht jetzt, was sie will", sagt ihre Biografin Pilar Eyre. "Sie hat ihr Kreuz in den letzten Jahren so tapfer getragen."

 

REUTERSSpains King Juan Carlos (R) waves beside Queen Sofia before attending an Easter mass at the cathedral in Palma de Mallorca April 8, 2012.   REUTERS/Enrique Calvo (SPAIN - Tags: ROYALS ENTERTAINMENT RELIGION)
König Juan Carlos mit Sofia. - Foto: REUTERS

Gleich nach Bekanntwerden des Elefantenjagd-Aus­flugs des Königs mit einer deutschen Prinzessin nach Botswana erhielt Sofia Besuch aus Schweden. Königin Silvia spendete Trost, schließlich war auch ihr Mann nicht sonderlich treu. Die Tragik bei Königen ist, dass sich das Paar nicht so einfach scheiden lassen kann wie Normalsterbliche und zumindest nach außen den Schein wahren muss.

REUTERSSpains Queen Sofia (R) and Spains Infanta Cristina watch the Spain team play France during a mens preliminary round Group A handball match at the Beijing 2008 Olympic Games August 16, 2008.     REUTERS/Eric Gaillard (CHINA)
Königin Sofia mit Tocher Cristina. - Foto: REUTERS

Nicht so Sofia. Vor wenigen Tagen flog sie demonstrativ nach Washington, um ihre Tochter Cristina und die vier Enkelkinder zu besuchen. Dabei wollte das Königshaus auf Distanz gehen zum skandalträchtigen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin, der in den USA den Konzern Telefónica vertritt. Er ist mit der Infantin Cristina anscheinend glücklich verheiratet, soll aber über eine dubiose Stiftung Steuergelder in der Höhe von mehreren Millionen Euro in seine eigenen Taschen gewirtschaftet haben.

EPAepa02300677 Spanish Princess Cristina (L) and her husband Inaki Urdangarin attend the wedding of Nikolaos, son of the former King Constantine of Greece and Anne-Marie of Denmark, with Tatiana Blatnik on the island of Spetses, Greece, 25 August 2010. Ni
Infantin Cristina mit ihrem Mann Iñaki Urdangarin. - Foto: EPA

Besonders peinlich für den König ist jetzt die Drohung von Urdangarins ehemaligen Geschäftspartner, eMails veröffentlichen zu wollen, die den König in die Bredouille bringen. Er soll nämlich von den Machenschaften gewusst haben.

In Spanien wird die königliche Familienkrise genauestens verfolgt. Juan Carlos ist nicht mehr sehr beliebt.

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(kurier) Erstellt am 08.05.2012, 17:06

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