Letztes Update am 26.04.2012, 17:43
Russell Brand & Co. wollen Drogen legalisieren.
Und damit ist der Schauspieler nicht der einzige. Auch andere Stars setzen sich seit Jahren für die Legalisierung von Marihuana ein. Erfahren Sie hier wer.
Manche sprechen zwar darüber, andere setzen sich regelrecht dafür ein: Für die Legalisierung von Drogen. So hielt Schauspieler Russell Brand kürzlich eine Rede vor britischen Abgeordneten, die sich mit der Drogenpolitik der Regierung befassen.
Der 36-Jährige britische Komiker sprach sich dabei für die Legalisierung von Drogen aus. Das dadurch eingesparte Geld solle besser in Hilfsmaßnahmen für Süchtige fließen, meinte der Schauspieler. Brand selbst kämpfte viele Jahre lang mit seiner Sucht und war zeitweise Heroinabhängig.
"Ich bin oft ausschließlich wegen Drogenbesitzes verhaftet worden. Die Verwaltungskosten dafür wären besser in die Ausbildung oder zur Behandlung von Drogensüchtigen gesteckt worden", sagte der Ex-Mann der US-Sängerin Katy Perry. Zwar wolle er "nicht für eine Legalisierung die Werbetrommel rühren", Großbritannien aber solle aufhören, Geld zu verschwenden mit der Ahndung kleinerer Drogen-Verstöße. "Wenn ein Süchtiger an Drogen kommen will, bekommt er diese auch, egal, ob sie legal sind oder nicht." Er selbst nehme momentan keine Drogen und trinke nicht.
Brand ist übrigens nicht der einzige Promi, der sich über die Drogenpolitik seiner Heimat ärgert. Auch in Hollywood kämpfen seit Jahren mehrere Stars für eine Legalisierung von Marihuana bzw. die Endkriminalisierung der Konsumenten.
Einer davon ist der legendäre Schmusesänger Tony Bennett. In einem Interview mit dem Rolling Stone Magazine meinte der 85-Jährige: "(Legalisierung würde) dazu beitragen die ganzen Gangster zu beseitigen. Eine Sache, die ich über junge Menschen gelernt habe ist, wenn du sagst `tu es nicht`, dann machen sie es erst recht. Wenn es einmal legal ist und jeder es machen kann, dann gibt es kein Verlangen mehr etwas zu tun, das niemand machen darf."
Bennett weiter: "Ich habe es in Amsterdam gesehen. Dort ist es legal und als Resultat herrscht keine Panik in den Straßen. Es gibt keine geheimen Dealer, kein `triff mich an der Ecke und ich gebe dir etwas." Bennett kam bereits in den 70er Jahren von seiner Kokainsucht los.
Auch jüngere Semester sprechen sich für eine Legalisierung aus. "Herr der Ringe"-Star Elijah Wood etwa. Der Schauspieler sagte im Interview mit dem High Times Magazine, dass er selbst kein Pot rauche, es im Leben vieler Menschen jedoch einen wichtigen Teil spiele.
Wood: "Es ist sicher kein Tabu, ich kenne viele Leute, die es medizinisch verschrieben bekamen. Die Menschen sprechen offen darüber. Ich denke die ganze Auffassung, dass Marihuana illegal ist, ist lächerlich."
Derzeit sorgt Megan Fox mit ihrer Schwangerschaft für Aufsehen, doch noch vor ein paar Jahren bestimmten ihre Aussagen über weiche Drogen die Schlagzeilen über die rebellische Schauspielerin. Laut der nydailynews.com gab Fox 2009 dem GQ Magazin ein Interview und outete ihre Gewohnheiten.
„Ich kann euch gar nicht sagen, durch wie viel Sch** ich durchgegangen bin, nur weil ich offen gesagt habe, dass ich Gras rauche. Die Leute denken, das wäre so ein verrücktes Hippie-Ding. Aber das ist es nicht und ich hoffe sie werden es legalisieren.“ Wir hoffen, dass Fox in ihrem Zustand das Rauchen lässt.
Der gefürchtete Radio-Moderator Howard Stern, nach eigenen Aussagen selbst kein Konsument von Marihuana, sprach in seiner Talk-Show über die „Regulieren wir Marihuana wie Alkohol“-Kampagne in Colorado. „Es wäre cool zu sehen, wie es sich entwickelt“, meinte der Moderator.
„Es würde mich nicht interessieren wie viel Marihuana sie erlauben würden, ich würde es nicht benutzen. Ich hasse es und wenn es legal werden würde, wäre der Hass wahrscheinlich stärker. Ich bin nicht gegen die Legalisierung, wenn es die Menschen wollen, wen schert’s? Es würde die Kriminalität verringern, Kartelle und den Drogenimport von Mexiko reduzieren. Das macht Sinn für mich“, so Stern in seiner Show.
Sänger und Späthippie Willie Nelson steht zu seinem Cannabis-Konsum. Besonders wichtig ist ihm dabei, dass jeder versteht was Cannabis bedeutet: „Ich denke die Menschen müssen darüber aufgeklärt werden, dass Marihuana keine Droge ist."
Nelson weiter: "Es ist ein Kraut und eine Blume. Gott hat es gebracht. Wenn er es zu uns brachte und will, dass es wächst, welches Recht hat dann die Regierung zu sagen Gott hat unrecht?“ Da hat wohl einer etwas zu viel konsumiert...
Auch Rapper Snoop Dogg ist für sein Engagement für die Legalisierung von Marihuana bekannt. Er würde mit seiner Bitte sogar bis zu US-Präsident Barack Obama gehen.
Dem Radiosender Hot 99,5 erklärte er: „Bevor ich auch nur ‚Hi‘ zum Präsidenten sagen würde, würde ich schon das Aroma des Raumes verändern. Danach könnten wir darüber sprechen.“ Es wird ein Wunschtraum von ihm bleiben...
Komiker Jack Black sitzt im Vorstand des Marihuana-Politik-Projektes, dessen Ziel die Reformierung der Marihuana-Gesetze in den USA ist.
„Lethal Weapon“-Star Danny Glover findet die Kriminalisierung von Marihuana drakonisch.
2010 sprach sich Glover gemeinsam mit Sängerin Melissa Etheridge auf einer Pressekonferenz für die „Proposition 19“ aus - eine Gesetzesinitiative, die Besitz und Verkauf von Cannabis in Kalifornien legalisieren würde.
Sängerin Alanis Morissette erklärte 2009 in einem Interview mit dem High Times Magazine, dass sie ‚medizinisches Marihuana‘ konsumiere, damit ihre Kreativität im Fluss bleibe.
„Als Künstlerin gibt es einen kleinen Kick, wenn du Gras rauchst. Also immer, wenn ich Klarheit brauche, dann ist es der schnellste Weg sie zu bekommen.“ Na dann.
Woody Harrelson ist schon seit vielen Jahren ein Befürworter der Legalisierungs-Bewegung. Laut nydailynews.com gab er 2005 ein Interview, in dem er erklärte: „Ich rauche, aber ich gehe nicht durch so viele Schwierigkeiten, nur weil ich meine Drogen legal machen will. ...
... Es geht um persönliche Freiheit. Wir sollten in diesem Land das Recht haben, das zu tun, was wir wollen. Solange wir niemanden verletzen. 70 Millionen Menschen hier rauchten Pot. 18 bis 20 Millionen im vergangenen Jahr. Diese Leute sollten nicht wie Kriminelle behandelt werden."
Ähnlich denkt Oscar-Preisträger Jack Nicholson. Auch der 74-Jährige setzt sich dafür ein, dass das Gesetz geändert wird. „Normalerweise sage ich das nicht in der Öffentlichkeit, doch wir sehen, dass es heilend wirkt“, so der Star zur Daily Mail.
Nicholson: „Die Schmerzmittelindustrie ist riesig. Mehr als 85 Prozent der eingesperrten Männer in Amerika sind in Haft aufgrund von Vergehen mit Drogen."
"Das kostet 40.000 US-Dollar pro Jahr für jeden Gefangenen. Wenn wir unsere Wirtschaft wirklich ernst nehmen, dann müssen wir eine vernünftige Diskussion über die Legalisierung führen."
(kurier)
Erstellt am 26.04.2012, 17:05