Letztes Update am 23.05.2012, 10:19
Robin Williams ist doch nicht tot.
"Totgesagte leben länger": Der Schauspieler ist das neueste prominente Opfer von brisanten Todesgerüchten, die im Internet kursieren.
Robin Williams ist nicht tot
Er wäre bei Dreharbeiten gestorben, heißt es im Internet. Stimmt aber nicht. Williams ist quicklebendig.
"James Blunt erlitt einen Herzanfall, wurde daraufhin in ein Spital in Los Angeles eingeliefert. Alle Versuche, ihn wiederzubeleben, blieben erfolglos. Blunt verstarb um 2.26 Uhr (lokaler Zeit)." Diese Zeilen waren vor wenigen Tagen auf Benkling.com zu lesen.
Diese Schreckensmeldung ist selbstverständlich - nicht wahr. Der 38-jährige britische Sänger weilt derzeit in London und ist bester Gesundheit. Über die Fakemeldung, die durch falsche Zitate eines CNN-Kolumnisten aufgepeppt wurde, kann der ...
... Schmusesänger sogar schmunzeln. "Ich bin nicht sicher, ob diese Meldung wahr ist oder auch nicht, aber ich kann versichern, dass das Jenseits London verblüffend ähnelt", schrieb Blunt auf seiner Facebook-Seite.
Anfang April kursierte im Internet ein Todesgerücht ("death hoax") um einen anderen Promi. Das Opfer dieses Mal: Sänger Usher. Der sei laut The Global Associated News bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Besonders überrascht über sein plötzliches Ableben ...
... war der Sänger selbst. Daher veröffentlichte er auf seiner Twitter Seite gleich ein paar Bilder, um mit dem Gerücht aufzuräumen.
Doch der 33-Jährige ist nicht der einzige Promi, der mit solch geschmacklosen Gerüchten zu kämpfen hat. Auch Teen-Star Justin Bieber kann davon ein Lied singen.
Bieber hat das zweifelhafte Glück, dass es über sein Ableben eine Unzahl an "death hoaxes" gab. Dabei schreckten die Scherzbolde nicht vor angeblichem Selbstmord, Erschießung oder Überdosis zurück.
Doch Bieber, der durch das Internet bekannt wurde, schoss zurück: Als 2011 erneut ein "RIP Justin Bieber"-Trend aufkam, scherzte er, dass er gerade auf dem Weg zu seiner eigenen Beerdigung wäre.
"Tot, nein ich bin gesund und munter". Mit diesen Worten meldete sich Country-Sängerin Reba McEntire Anfang Februar via Twitter. Warum sie das extra betonen musste? Sie ist der vorerst letzte Star, über den im kursieren.
Ende Jänner verbreitete die Website Global Media News das Gerücht, die Sängerin und Schauspielerin wäre gestorben.
Um dem Gerücht entgegenzuwirken meldete sich die Sängerin via Twitter an ihre Fans: "Es gibt da ein Gerücht, dass ich während Dreharbeiten von einem Berg in Österreich gestürzt und gestorben wäre."
McEntire weiter: "Während ich wirklich gerne einen Film in Österreich drehen würde, bin ich mit Sicherheit nicht von einem Berg gestürzt! Oder tot! Ich bin gesund und munter!!!"
Die Bergvariante dürfte übrigens eine beliebte Todesursache für die Internetgerüchteküche sein. Denn auch Russell Crowe soll 2010 das gleiche Schicksal ereilt haben.
Doch im Gegensatz zu McEntire verbreitete er seine angebliche Todesursache selbst. Es war seine Antwort auf einen zuvor erschienenen "death hoax". Crowe twitterte: "Ich kann gerade nicht antworten, bin von einem Berg in Österreich gestürzt," scherzte der Oscar-Preisträger. "Ich weiß nicht wie ich dorthin gekommen bin, aber die Medien haben doch immer Recht. Auf Wiedersehen."
Viele Stars nehmen diese Juxmeldungen gelassen, so auch Cher, deren Tod zu Jahresbeginn vermeldet wurde.
Laut usmagazine.com war "RIP Cher" ein Trendthema auf Twitter. doch die 65-Jährige ließ sich das nicht gefallen und antwortete prompt: "Meine Lieben ... Ich gehe nirgendwohin, solange ich nicht dieses ***ing Album fertig habe. Das einzige RIP, von dem ich weiß wie es geht, ist, etwas aufzutrennen ("rip it up")."
Auch Jon Bon Jovi musste sich vergangenes Jahr "von den Toten zurückmelden". Denn die Seite dailynewblointernational wollte wissen, dass der Sänger an einem Herzinfarkt gestorben wäre.
Sein Sprecher erklärte danach sogar auf CNN, dass die Nachricht nur eine Zeitungsente war.
Doch der 49-Jährige hatte noch eine bessere Methode den Gerüchten ein Ende zu setzen. Er postete ein Foto von sich, mit Datum und einem Schild in der Hand auf dem stand: "Der Himmel sieht extrem nach New Jersey aus. jbj"
Wie kommt es eigentlich zu solch makaberen Gerüchten? In Bon Jovis Fall war es ein eifersüchtiger Rivale. Musiker Jeffrey Goho war es Leid, dass der Bon Jovi nicht nur in der Musik, sondern auch in vielen anderen Dingen aktiv und erfolgreich ist. Goho erklärte der Zeitung Asbury Park Press: "Alles was ich hörte war `Bon Jovi dies, Bon Jovi jenes`."
Einen tragischen Skiunfall soll Eddie Murphy Ende 2011 erlitten haben. Natürlich nur ein blödes Gerücht, das ...
... speziell geschmacklos ist, da 2009 tatsächlich ein Filmstar auf diese Weise starb, Natasha Richardson.
Doch auch bei Murphy gilt weiterhin: Gesund und munter, und wohl wenig erfreut über solche Meldungen.
Viele "death hoaxes" erkennt man jedoch relativ schnell. Abgesehen davon, dass sich die Totgesagten zu Wort melden, sind auch die angeblichen Todesursachen derart skurril, dass sie schnell als solche entlarvt werden. Hillary Duff etwa ...
... soll von den Kauri Klippen in einem Luxus Golfressort in Neuseeland gefallen sein. Keine Angst, die Sängerin spielt weder Golf, noch war sie vor kurzem in Neuseeland. Sie ist gerade hochschwanger und hält sich in Los Angeles auf.
Gleich mehrmals hatte Britney Spears die zweifelhafte Ehre Opfer solcher Juxmeldungen zu sein. 2011 soll sie einen fatalen Autounfall gehabt haben, mit dabei ausgerechnet ihr Ex-Freund Justin Timberlake.
2009 hackte jemand ihr Twitterkonto und postete laut ibitimes.com folgende Nachricht: "Britney ist heute gestorben. Es ist ein trauriger Tag für alle. Mehr Neuigkeiten folgen." Damit nicht genug, gab es 2010 eine Ketten-Email in der behauptet wurde, dass Spears` Selbstmord begangen hätte. Angesichts Spears` Nervenzusammenbruchs 2007 eine besonders geschmacklose Meldung.
Die Kauri Klippen in Neuseeland sind übrigens ein beliebtes Ziel, um Prominente in den Scherztod zu schicken: Schauspieler Jeff Goldblum wurde ebenso ein Opfer wie George Clooney, Will Smith, Dwayne Johnson, Natalie Portman, Tom Cruise und Harrison Ford.
Das behauptete zumindest Global Associated News, die Seite, der niemand Glauben schenken sollte.
Ebenfalls 2011 - es schien ein beliebtes Jahr für solche Geschmacklosigkeiten zu sein - wurde eine Facebook-Seite eingerichtet, die "R.I.P. Jackie Chan (8/17/11)" hieß.
Jackie Chan postete zurück und beendete kurz und knapp die Gerüchte: "Ich hatte keinen Herzinfarkt".
Wenig verwunderlich: Charlie Sheen wurde auch schon totgesagt. Er teilte die gleiche Todesursache wie Christian Slater und Eddie Murphy: Tod durch Snowboardunfall. Dieses Mal jedoch nicht in den österreichischen Bergen, sondern in der Schweiz.
Bekanntlich ist Sheen wohlauf, schließlich hat er "Tigerblut". Geschmacklos sind diese vermeintlichen Todesmeldungen allemal. Eines gilt für alle Stars, denen es nachgesagt wurde: "Totgesagte leben länger!"
(kurier/Lydia Kozich, mod)
Erstellt am 23.05.2012, 09:00