Letztes Update am 23.05.2012, 14:37
Prinz Harry schlägt Tamburin für die Queen.
Take-That-Sänger Gary Barlow bringt zum 60. Thronjubiläum von Königin Elisabeth II. einen neuen Song heraus. Prinz Harry spielt in dem Stück das Tamburin.
Der neueste Streich von Prinz Harry: Zum 60. Thronjubiläum von Queen Elisabeth II. bringt Take-That-Sänger Gary Barlow einen neuen Song heraus. Der Queen-Enkel schlägt darin das Tamburin.
Der 27-Jährige nahm seinen Beitrag zu dem Song "Sing" während eines Besuches in Jamaika auf, heißt es aus dem Palast. Geschrieben wurde das Stück von Barlow und Musical-König Andrew Lloyd Webber.
Auf die Frage, ob Prinz Harry musikalisches Talent habe, antwortete Barlow klar heraus: "Nein." Harry habe von Anfang an gesagt, er wolle nicht singen.
Für das Stück, das am Freitag erstmals im Radio gespielt werden und später als Teil einer Platte zum Thronjubiläum erscheinen soll, reiste Barlow durch mehrere Länder des Staatenbundes Commonwealth. Er nahm unter anderem in Australien und Kenia Musiker auf und auch ein Chor von Ehefrauen britischer Soldaten ist zu hören. Live aufgeführt wird "Sing" beim Konzert zum Thronjubiläum am 4. Juni vor dem Buckingham Palast.
Prinz Harry ist bei seiner Werbetour für Großbritannien aber auch anderen Tätigkeiten nachgekommen: So zeigte er sich bei seinem Brasilien-Besuch sportlich und nahm im rund 90 Kilometer von Sao Paulo entfernten Campinas an einem Polo-Match teil, um Geld für seine Hilfsorganisation in Lesotho zu sammeln.
Der argentinische Polo-Spieler Nacho Figueras und sein pakistanischer Kollege Bash Kazi spielten in der gegnerischen Mannschaft mit, die 50.000 Dollar (etwa 38.000 Euro) spendete, um gegen die Nummer drei der britischen Thronfolge antreten zu dürfen. Doch auch sie konnten nicht verhindern, dass Harrys Team mit 6-3 Toren gewann.
Auf das Match im Gestüt Larissa folgte ein Essen für rund 250 Gäste, wie die Zeitung O Globo berichtete.
Am Abend wurden Souvenirs von Sportstars wie Felipe Massa oder Ronaldo versteigert, die Nacht wollte der britische Prinz dann ebenfalls auf dem Gestüt verbringen.
Harry präsentiert sich in Brasilien nicht nur sportlich, sondern auch witzig. Bei einem 1,6-Kilometer-Lauf im Flamengo-Park traf Harry die Britin Hettie Allisson, die mit einer Maske von Harrys Bruder Prinz William an dem Lauf teilnahm. Wie die in Rio lebende Britin berichtete, wurde der Prinz durch die Maske auf sie aufmerksam, erbat sich diese von ihr und setzte sie kurzerhand auf.
Laut der britischen Daily Mail meinte Harry, dass es witzig wäre und vor allem sein Bruder William würde sich darüber prächtig amüsieren. Doch nicht nur Harry maskierte sich, die Masken der Windsors schienen in Rio ein Renner gewesen zu sein. Nachdem der 27-Jährige seinen Wettlauf beendet hatte, ...
... ging es sportlich weiter. Ob bei einem Volleyball-Spiel am Strand, ...
... oder einem Rugby-Match, Harry machte überall eine gute Figur.
Sichtlichen Spass hatten auch die Kinder, als ihnen Harry vorzeigte, wie man richtig Rugby spielt.
Am Nachmittag besuchte Harry das Armenviertel Complexo do Alemao, um ein Bildungsprojekt einzuweihen. Ende 2010 hatte die Regierung tausende Soldaten und Polizisten in die Favela von 200.000 Einwohnern entsandt, um die dortigen Drogenbanden zu vertreiben. Kurz vor der Ankunft von Prinz Harry am Samstag gab es Zusammenstöße zwischen Einwohnern und der Polizei. Nach offiziellen Angaben wollten Drogendealer damit womöglich den Besuch stören. Gelungen ist ihnen das nicht, im Gegenteil ...
... Harry wurde mit offenen Armen empfangen. Der Prinz scheint in Brasilien viele Fans zu haben.
Nach einem kleinen Tänzchen in Complexo do Alemao auf der Bühne zu Diogo Nogueiras Gesang, ging es für den 27-Jährigen schon zur nächsten sportlichen Aktivität: einem Cricket-Spiel.
Um den Prinzen spielen zu sehen, nahmen Fans jede Anstrengung in Kauf.
Beim Cricket zeigte er den Kindern und Jugendlichen worauf es dabei ankommt, doch ...
... seinem Gesichtsausdruck zufolge, scheint auch der Brite kein Cricket-Meister zu sein.
Von den Erlebnissen in der Stadt zeigte sich der Prinz hellauf begeistert. Brasilianischen Zeitungen sagte er, sein Vater, Thronfolger Prinz Charles, habe ihm von einem Besuch in der "magischen Stadt" im Jahr 1978 erzählt, was er sich gut gemerkt habe. Nun habe er selbst das Gefühl, "dass alles in Rio zum Tanzen anregt".
Kein Wunder, schließlich erlebte der Prinz von Beginn seiner Ankunft am 9. März ein unterhaltsames Programm.
Seinen Brasilien-Besuch begann Harry mit einer Sightseeing-Tour in der Luft. Nach einem Mittagessen in einem Steak-Restaurant stieg die Nummer drei der britischen Thronfolger in einen Hubschrauber, um sich bei einem Rundflug über die brasilianische Metropole Wahrzeichen wie den Zuckerhut und die berühmte Christusstatue anzusehen. Später bummelte er über den Strand von Ipanema und sah sich Tanzvorführungen ...
... von Samba- sowie Capoeira-Tänzern an.
Am Abend gab Harry dann den offiziellen Startschuss für eine Werbekampagne, mit der die Briten vor den Olympischen Spielen in London und dem diamantenen Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. in diesem Jahr für ihre Heimat werben.
Auf dem Zuckerhut wurde der Prinz von Rios Bürgermeister Eduardo Paes (im Bild mit seiner Familie), Gouverneur Sergio Cabral und ...
... der Sambatruppe Uniao da Ilha begrüßt.
Ein exklusives Menü für mehr als 700 Gäste kreierten die Starköche Marcus Wareing und Roberta Sudbrack aus Großbritannien und Brasilien.
Der junge Prinz kam beim Samba-Zuschauen schon recht ins Schwitzen.
Vor seinem dreitägigen Besuch in Brasilien war Harry bereits nach Belize, auf die Bahamas und ...
... nach Jamaika gereist. Dort begrüßte der britische Prinz Rita Marley, die Witwe von Reggae-Legende Bob Marley, ...
... tanzte ausgelassen und ...
... wurde von der Jamaikanischen Ministerpräsidentin Portia Simpson Miller geherzt.
Verschiedene Mitglieder des britischen Königshauses reisen in diesem Jahr als Teil der Feierlichkeiten zum 60. Thronjubiläum der Queen um die Welt. Harrys älterer Bruder William wird mit seiner Frau Catherine nach Asien reisen, Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla statten unter anderem den Commonwealth-Ländern Australien und Kanada einen Besuch ab.
In Jamaika traf Harry nicht nur auf Bob Marleys Witwe, sondern durfte sich auch mit Weltrekord-Sprinter Usain Bolt messen: Kurz nachdem der jamaikanische Dreifach-Olympiasieger Bolt Harry am 6. März in seiner Heimat die Grundlagen des korrekten Sprint-Starts gezeigt hatte, ...
... musste er zu seiner Überraschung feststellen, dass das Mitglied des britischen Königshauses 50 Meter über die Aschebahn gelaufen war.
"Prinz Harry liegt vorn, obwohl wir nicht wissen, ob Usain Bolt sich wirklich Mühe gibt", kommentierte Clarence House, die offizielle Residenz von Harry und dessen Vater Prinz Charles, auf Twitter.
Der in ein Trikot in den jamaikanischen Nationalfarben Grün, Gold und Schwarz gekleidete Harry, griff allerdings auf einen kleinen Trick zurück, um den Weltklasse-Läufer abzuhängen: ...
Harry Reise durch mehrere Commonwealth-Staaten war bereits kurz nach Beginn ein voller Erfolg. Das ist auch gut so, denn er rührt kräftig die Werbetrommel für die Queen, die heuer ihr 60-jähriges Thronjubiläum feiert. Daher ist ein positiver Eindruck absolut notwendig, denn nicht überall sind die Menschen davon begeistert, dass die Queen ihr Staatsoberhaupt ist. Vor allem Jamaikas Premierministerin Miller plädiert für die Abschaffung der Queen als Staatsoberhaupt.
Harry begann seine Tour am 2. März, seine Reiseziele: Belize, die Bahamas und Jamaika.
In Belize durfte - oder wie es scheint musste - der Prinz tanzen. Angefeuert wurde er dabei vom hiesigen Generalgouverneur Sir Colville Young.
Weniger stressig, dafür körperlich anstrengender dürfte der Besuch am Maya Temple in Xunantunich, Belize gewesen sein.
Nach Belize besuchte Prinz Harry die Bahamas. In Nassau traf er auf die frühere Generalgouverneurin Ivy Dumont und den jetzigen Generalgouverneur Arthur Foulkes.
Vorbildlich und sicher unterwegs mit Schwimmweste für eine Boots-Tour auf Harbour Island in Nassau. Nach den Bahamas flog Harry nach ...
... Jamaika, wo er am 5. März auf dem Norman Manley International Flughafen in Kingston landete. Dort wurde er standesgemäß von einer Militärparade und ...
... Senatorin Sandrea Falconer empfangen.
Doch ganz so angenehm dürfte es für den Prinzen in Jamaika nicht sein. Kaum angekommen war Harry mit einer Diskussion über die Abschaffung der Queen als Staatsoberhaupt konfrontiert, die auch in anderen Commonwealth-Ländern läuft.
Die Premierministerin Jamaikas, Portia Simpson Miller, sagte dem Sender BBC, es sei Zeit für ihr Land, sein "Schicksal selber in die Hand zu nehmen". Doch der Prinz ließ sich davon nicht irritieren und absolvierte sein Programm perfekt.
Bei einer Versammlung junger Menschen in einem Sportstadion in Nassau auf den Bahamas hatte Harry am Montag gesagt: ...
... "Die Queen würde sich riesig freuen, das hier zu sehen, und in ihrem Namen gratuliere ich euch allen."
Während des Empfangs in Kingston lernte Harry nicht nur die politischen Größen des Landes kennen, sondern auch Miss Bahamas 2011 Anastagia Pierre. Ob er seine Flirt-Künste ausprobierte?
Daheim wurde die Reise des einst als Partyprinzen verschrieenen Harry schon als Erfolg gefeiert.
Während Harry der Welt seine Tanzkünste bewies, reiste seine Großmutter durch Großbritannien. Die anstrengenderen Reisen in die Länder des Staatenbundes Commonwealth, deren Staatsoberhaupt die Queen zum Teil ist, übernehmen ihre Kinder und Enkelkinder. Schließlich ist die Dame schon 85 Jahre alt.
(kurier/Lydia Kozich, cs, apa)
Erstellt am 23.05.2012, 08:00