Letztes Update am 19.09.2012, 07:22
Paparazzi, schaut her!.
Dass man als Star für lästige Fotografen auch eine Verwendung finden kann, zeigt das Schauspieler-Paar Andrew Garfield und Emma Stone.
Die Paparazzi folgen Stars oft auf Schritt und Tritt. Kein Wunder, dass sich daraus eine (einseitige) Hassbeziehung entwickelt hat. Man kann die ständige Nähe der Fotografen aber durchaus auch zu einem guten Zweck nutzen, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.
Ganz schön raffiniert: "Spider-Man"-Schauspieler Andrew Garfield hat Paparazzibilder für seine Zwecke benutzt. Statt sich einfach fotografieren zu lassen, warb er mit seiner Freundin, Schauspielerin Emma Stone, auf Schildern für Wohltätigkeitsorganisationen.
Garfield und Stone sind in einem New Yorker Restaurant gewesen, als sie erfahren haben, dass draußen Fotografen auf sie warteten, wie das Portal E!Online.com berichtet.
Darauf ließen sich die beiden mit handgeschriebenen Schildern ablichten, auf denen stand: "Warum sollten wir nicht die Gelegenheit ergreifen, auf zwei Organisationen aufmerksam zu machen, die es brauchen und verdienen: wwo.org und gildasclubnyc.org. Einen schönen Tag noch."
Die Worldwide Orphans Foundation kümmert sich um Waisenkinder, Gilda`s Club NYC unterstützt Krebskranke.
Vor solch einer Aktion kann man nur den Hut ziehen. Gut gemacht, Herr Spiderman!
So manch ein anderer Promi behandelt seine ständigen Begleiter auf eine ganz andere Art und Weise. Nicht wahr, Russell?
Der britische Komiker Russell Brand musste beispielsweise wegen Sachbeschädigung 20 Stunden Sozialdienst leisten.
Das verfügte ein Gericht in New Orleans. Brand hatte im März das Handy eines Paparazzo nach einem Streit durch ein Glasfenster geschleudert.
Der Ex-Mann von Popstar Katy Perry, der vor Gericht selbst nicht erschienen war, musste außerdem 500 Dollar (407 Euro) Gerichtskosten zahlen. Sein Anwalt hatte auf nicht schuldig plädiert.
Der Schauspieler hatte bis zum 31. August Zeit, den geforderten Sozialdienst zu leisten. Auch andere Stars geraten immer wieder in einen Konflikt mit den Paparazzi.
Jüngst passierte dies Hotel-Erbin Paris Hilton: Beim Verlassen des Nachtclubs Bootsy Bellows in Hollywood mit Brandon Davis kam es in einem Parkhaus zum Handgemenge zwischen Hiltons Gefolge und einem Paparazzo.
Der Fotograf soll zuvor ein unvorteilhaftes Foto von der 31-Jährigen geschossen haben.
Bei dem Zwischenfall geriet Hilton aber zwischen die Fronten und ging schlussendlich selbst zu Boden.
US-Schauspieler Alec Baldwin scheint mit einem eher aufbrausenden Temperament ausgestattet zu sein. Er lieferte sich im Juni eine Rangelei mit einem Fotografen der New York Daily News.
Baldwin soll den Mann gestoßen und geschlagen haben, nachdem dieser ihn und seine Verlobte Hilaria Thomas beim Verlassen eines New Yorker Amtes für Hochzeitsgenehmigungen fotografieren wollte.
Doch der "30 Rock"-Star lässt die Prügel-Vorwürfe des Fotografen nicht auf sich sitzen. In der "Late Show" von David Letterman am verteidigte er sich, er habe den Paparazzo nur aus dem Weg geschubst, nachdem der Fotograf mit seiner Kamera ihn fast im Gesicht getroffen hätte.
"Derselbe Kerl hatte das schon einmal gemacht", empörte sich Baldwin. "Er ist sehr geschickt darin, mit der Kamera ganz nahe zu kommen". Paparazzi wollten damit provozieren. Er habe den Mann nur weggedrängt, aber nicht geschlagen, betonte der Star.
Teenie-Schwarm Justin Bieber soll sich Ende Mai nach einem Date mit Freundin Selena Gomez mit einem Fotografen geprügelt haben. Jetzt ermittelt sogar die Polizei.
Als das junge Paar nach einem Kinobesuch in einem Einkaufszentrum im kalifornischen Calabasas den Heimweg antreten wollte, wurde es ...
... angeblich penetrant von Paparazzi bedrängt. Weil einer wohl zu nahe kam, drehte der 18-jährige Sänger durch, schreiben Medien wie die Internetseite TMZ.
Justin Bieber soll ausgerastet sein und zugeschlagen haben. Interessanterweise verlor allerdings der Sänger bei der Auseinandersetzung sein Basecap und einen Schuh, während der ...
... Paparazzo nichts Sichtbares davontrug.
Laut TMZ wurde der Fotograf noch wegen einer angeblichen Verletzung im Gesicht von einem Sanitäter versorgt.
Anschließend soll der Mann Justin Bieber angezeigt haben, weshalb nun die Polizei wegen Körperverletzung gegen den Sänger ermittelt.
Prügelnde Promis haben aber eine lange Tradition, bereits in den 80er Jahren kam es zu einem berüchtigten Showdown zwischen Sean Penn und britischen Fotografen, weil die versuchten, seine damalige Verlobte Madonna beim Joggen zu fotografieren.
1996 rastete die isländische Sängerin Björk völlig aus, und ging an einem Flughafen in Thailand auf einen Fotografen von Reuters los.
"Schlag mich!" hat hingegen ein Kameramann Quentin Tarentino einmal zugerufen. Der Kult-Regisseur wusste es aber besser und widerstand der Versuchung. Statt dessen nahm er einen Schluck von seinem Kaffee und soll etwas gesagt haben wie: "Nein, so gern ich es auch tun würde, ich werde dich nicht schlagen, denn ich weiß, dass du mit filmst. Wäre dem aber nicht so, würde ich dir die Straße rauf und runter in den Hintern treten".
Auch Rapper Kanye West ist bereits in die Paparazzi-Falle getappt: 2008 hat er am Flughafen in Los Angeles einem Fotografen nicht ganz gewaltfrei seine Ausrüstung abgenommen und zerstört - Aufnahmen davon machte die Überwachungskamera.
Nicht zu vergessen ist Britney Spears, die während ihrer nicht ganz so stabilen Zeit - sie hatte sich gerade den Kopf kahlrasiert - mit einem Regenschirm auf das Auto eines Paparazzo los ging.
Berühmt berüchtigt ist auch Hugh Grant. Er soll regelmäßig mit allem möglichen - auch Tupperdosen - nach Fotografen werfen.
Wenig überraschend: Handgreiflich wurde auch Skandal-Musiker Pete Doherty schon. Er hat einem Paparazzo ins Gesicht geschlagen und ihn anschließend am Asphalt herumgezerrt.
(KURIER, apa/mod, lyk)
Erstellt am 19.09.2012, 06:45