Was will Waltz wirklich?

Pünktlich zum "Oscar": Das A & O des weltgerühmten Wieners.

Ausgezeichnet ist Christoph Waltz (56) schon jetzt im Überfluss: Als SS-Scherge in „Inglourious Basterds“ (2009) heimste er 27 internationale Preise ein. Berühmt bleiben will er, trotz zweiter Oscar-Nominierung als brutaler Kopfgeldjäger in „Django Unchained“ (2012), keinesfalls „immer nur als Fiesling“. Charme und Charisma bewies er bereits mit 21 in der ORF-Kindersendung „Am, dam, des“ als singendes Jahr 1977. Dank bekundet er seinem Entdecker Quentin Tarantino: „Ohne ihn wäre ich heute frustriert, aggressiv und unerträglich.“ Frauen mag Waltz „wach, witzig und wenn sie ihr Hirn eingeschaltet lassen“. Er ist in zweiter Ehe mit der Kostümbildnerin Judith Holste verheiratet (1 Kind). Gemeinsam mit Jackie, einer US-Therapeutin, hat er drei Kinder aus erster Ehe. Sohn Leon wollte Rabbi werden (meldet „News“) und lebt in London. Laut Vater Waltz peilt kein Kind eine Karriere als Schauspieler an. Kurios: Mit Michael Haneke (69), Österreichs zweitem Oscar-Anwärter, teilt sich Waltz den Stiefvater! Komponist Alexander Steinbrecher (1910–82) war mit beiden Müttern, erst mit Burg-Mimin Beatrix Degenschild (Haneke), danach mit Bühnenbildnerin Elisabeth Urbancic (88, Waltz), liiert. Muppets müssen warten: Obwohl er sein komisches Talent so gern auslebt (wie als Papst in „Saturday Night Live“), fehlt Waltz noch ein Duett mit Kermit – aus Termingründen. Oscars für Österreicher sind gar nicht so selten: Vor der 85. Verleihung am Sonntag gab es (bei 121 Nominierungen) immerhin schon 34 Preisträger. An der Spitze: Billy Wilder (6).
Im Bild: Waltz mit Oscar-Preisträger Maximilian Schell.
(KURIER) Erstellt am

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