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KURIER
Das Original: Die Kaiserin wurde schon von vielen gespielt.
Das Original: Die Kaiserin wurde schon von vielen gespielt. - Foto: AP/AP

Letztes Update am 13.12.2012, 15:05

Die "Sisi" hat viele Gesichter. Hannah Herzsprung ist die nächste Film-Kaiserin, der zuvor schon viele große Stars Gestalt gaben.

Entscheidend für Kitsch oder Können ist das Doppel-„s“ (Sisi, das Original, wurde mit einem geschrieben). Denn die mittlerweile Kult gewordene "Sissi"-Trilogie (1955–’57) von Ernst Marischka - mit Romy Schneider als junge, noch lebenslustige Kaiserin - prägte das Bild dieser so berühmten wie geheimnisvollen Frau in der Heimat-Film-Ära. Der Dreiteiler wurde in 125 Länder verkauft und alleine im deutschsprachigen Raum bisher von 28 Millionen Menschen gesehen.

Weihnachten werden wohl noch ein paar mehr dazukommen, denn der ORF wiederholt traditionsgemäß "Sissi", "Sissi, die junge Kaiserin" und "Schicksalsjahre einer Kaiserin" (22. 12. 13.10 Uhr; 23. 12. 14.25 Uhr und 25. 12. 14.40 Uhr ORF 2).


Rechtzeitig vor den Feiertagen steigt eine neue Monarchin in den Sattel - vermutlich eine mit Doppel-s.

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Die neue Sissi: Hannah Herzsprung - Foto: Reuters/TOBIAS SCHWARZ
Hannah Herzsprung mimt darin die Cousine von "Ludwig II". Nächsten Mittwoch wird Österreich-Premiere gefeiert. Hannah: "Die Sissi-Rolle war mein Kindheits-Traum. Einmal Prinzessin sein." Die erste Sisi-Verfilmung (mit einem s) war ein Stummfilm aus dem Jahr 1920. Carla Nelson gab die Kaiserin von Österreich. Makabre Anekdote am Rande: Das Szenenfoto mit Carla am Totenbett wurde jahrzehntelang von der österreichischen Staatsdruckerei als Original-Ansichtskarte verkauft. 1932 machte Paula Wessely im Singspiel "Sissi" auf sich aufmerksam. 1936 entwickelte es Regisseur Josef von Sternberg weiter und ließ die Opernsängerin Grace Moore als "Cissy" antreten - mit mäßigem Erfolg. Jean Cocteau wollte sich der düsteren Seite der exzentrischen Elisabeth annehmen und hatte als Darstellerin Greta Garbo im Auge. Aus Geldnot wurde das Vorhaben jedoch nie realisiert. Zeitgleich mit Romy Schneider, 1955, zwängte sich auch die deutsche Leinwand-Göttin Ruth Leuwerik im Monumentalfilm "Ludwig II." ins Korsett. Sie gab Ludwigs Cousine, die sich bestens mit dem bayrischen Märchenkönig verstand. 1972 trat Romy Schneider noch einmal in die Fußstapfen von Elisabeth - ebenfalls für "Ludwig II." - diesmal von Visconti. Einen Hauch Hollywood verlieh Ava Gardner der Kaiserin - in einer Version von "Kronprinz Rudolf" (1968) mit Omar Sharif.

(KURIER) Erstellt am 13.12.2012, 15:05


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