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KURIER Romy 2014
Goebel im Gespräch über Frauenmusik und Sexualität in seinem neuen Programm
Goebel im Gespräch über Frauenmusik und Sexualität in seinem neuen Programm - Foto: Sabine Hauswirth

Letztes Update am 11.11.2012, 16:07

Der Orgasmus und andere Irrtümer. In seiner neuen Show widmet sich Entertainer Alexander Goebel dem Mysterium Frau.

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Foto: Sabine Hauswirth

Das Wort Wunder zieht sich wie ein roter Faden durch Alexander Goebel s neue Show „Rote Lippen“ – Premiere ist heute am Wiener Raimund Theater: Bewundern, verwunderlich, aber auch das blaue Wunder, das ein Mann mit einer Frau erleben kann. „Prinzipiell ist es eine Ode an das Mysterium Frau. Frauen verstehen ist eine ,mission impossible‘, aber der Versuch ist schon Fortschritt. Das heißt, diese Perspektive endet mit dem Beweis der Lernwilligkeit. Das bedeutet aber nicht, dass wir Männer es jemals durchgehend richtig machen.“


Die unterhaltsame „Lehr-Stunde“ fängt bei der Ur-Frau an, so Goebel: „Auf allen Vieren war sie in der ostafrikanischen Savanne unterwegs, was ihr ein bissl auf den Nerv gegangen ist, weil in der Haltung bist du für die Urmänner in dieser Gegend eine schlichte Einladung. Aus diesem Grund und wegen der Fingernägel hat sich die erste Frau aufgerichtet.“ Um sich dann doch hin und wieder in diese Stellung zu begeben. Das Thema Sexualität darf in so einem Programm natürlich nicht fehlen.

„Das ist sozusagen der Männerblock. Da spreche ich als Kunstfigur zum Publikum, denn der Goebel kann ja nicht erzählen, wie man mit Frauen im Bett umgehen soll. Also erzählt diese Figur, was passiert, wenn’s passiert. Wenn der berühmte weibliche Orgasmus stattfindet und wie wir Männer uns narren lassen.“ Und dann gibt Alexander Goebel doch als er selbst seine erste Unwahrheit preis: „Bei uns hieß es damals, man muss die Frau zum Schreien bringen, das war die Goldmedaille. Wenn sie nicht geschrien hat, konnte man praktisch gleich wieder Schluss machen.“

Und es gibt es viel „Frauenmusik“, denn: „Seit Jahren höre ich Beschwerden, dass Frauen ab 35 Jahren nicht mehr zum Tanzen kommen, weil eine reife, gestandene Frau, die abshaken will, fühlt sich bei Techno-Clubbings nicht wohl. Somit mach’ ich zum Schluss ein richtig fetziges Konzert, gehe von der Bühne runter und tanze mit den Ladys.“

Und was sagt seine Lady dazu? Seit zehn Jahren ist er mit Katja Goebel , Unternehmenssprecherin der „Vereinigten Bühnen Wien“, glücklich verheiratet: „Sie fühlt sich durch meine Arbeit in keiner Weise bedroht und ist nahezu brutal ehrlich, wenn ich um ihre Meinung bitte. Sie fand es ganz gut.“
 

(Kurier) Erstellt am 11.11.2012, 16:07


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