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KURIER
Langzeit-Intendant Harald Serafin hielt seine letzte Eröffnungsrede auf der Seebühne in Mörbisch - bevor er in der Johann-Strauß-Operette "Fledermaus den der Mit dem Gefängnisdirektor Fran spielte. - Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Letztes Update am 13.07.2012, 13:26

Mörbisch: Schluss-Arie des Mr. Wunderbar. Mit fast keinem Ausrutscher sagte Mörbisch-Intendant Harald Serafin seinem Publikum "Goodbye".

Die Begrüßungsrede von Harald Serafin ist so berühmt-berüchtigt wie die Mörbischer Seefestspiele selbst: In 20 Jahren Festspiel-Intendanz ist es "Mister Wunderbar" fast jedes Jahr (ein Mal fiel die Rede aufgrund eines Unwetters ins Wasser) gelungen, das Premieren-Publikum mit dem einen oder anderen Bonmot in Stimmung zu bringen. Den Politikern in der ersten Reihe vergingzumeist das Lachen: Eine interessant rötliche Gesichtsfarbe war stattdessen zu bemerken. 

APA/HERBERT PFARRHOFERAPA8615542 - 12072012 - MÖRBISCH - ÖSTERREICH: Premiere der Seefestspiele in Mörbisch "Die Fledermaus".am Donnerstag, 12. Juli 2012, in Mörbisch. Im Bild:Harald Serafin und Waltraut Haas APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER
Schauspielerin Waltraud Haas: "Er hat diesen Charme, kombiniert mit dem richtigen Witz und das ist eine seltene Gabe. Mörbisch kann froh sein, dass es ihn hatte." - Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Bei seiner Abschiedsrede für sein letztes "Mörbisch" wollte er es erstmals anders haben: "Heute möchte ich bescheiden und dankbar sein. Ich möchte die vergangenen 20 Jahre besprechen und, wenn es leicht geht, niemanden auf die Schippe nehmen." Garantie dafür wollte der 80-Jährige, der heuer in der Strauss-Operette "Die Fledermaus" den Gefängnisdirektor gibt, jedoch nicht übernehmen: "Fünf Minuten sind lange, da kann es schon einmal passieren, dass man sich verspricht."

APA/HERBERT PFARRHOFERAPA8615476 - 12072012 - MÖRBISCH - ÖSTERREICH: Premiere der Seefestspiele in Mörbisch "Die Fledermaus".am Donnerstag, 12. Juli 2012, in Mörbisch. Im Bild:Schauspieler Maximilian Schell APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER
Auch Maximilian Schell sagte "Adieu". - Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Serafins Abschied klang ohne Wehmut, aber dennoch rührig: "Ich bin nur happy, happy, happy. Mörbisch war für mich ein Glücksfall, ich habe etwas für die Ewigkeit geschaffen und die Operette in Österreich auferstehen lassen. Ich danke mir selbst und allen, die daran beteiligt waren."

KRISTIAN BISSUTIDIE FLEDERMAUS
Daniela Fally mit Daniel Serafin - Foto: KRISTIAN BISSUTI

Die Begeisterung für seine Arbeit war auch bei den Proben zu verspüren: "Es ist erstaunlich, welche Energie dieser Mann hat, mehr als wir Jungen. Seine Begeisterung ist ansteckend ", verriet Shootingstar Daniela Fally, die heuer erstmals als "Adele" in Mörbisch auf der Bühne steht (mehr dazu in "Unterwegs mit" in "Mein Sonntag" am 15. Juli) . Pläne für die Zeit nach Mörbisch hat Serafin laut eigenen Angaben noch nicht. Fally: "Serafin ist wie ich. Der kann keine Ruhe geben. So etwas wie Pension gibt es für ihn sicher nicht."

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(kurier) Erstellt am 12.07.2012, 23:32

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