Letztes Update am 08.05.2012, 17:20
Lady Gaga sagt "Gute Nacht" ....
... Demi Moore "testet" und Adele erzählt, was sie gerade isst. Stars lassen Fans dank Twitter an ihrem Leben teilhaben - ob interessant oder nicht, Hauptsache präsent.
... Demi Moore "testet" und Adele erzählt, was sie gerade isst. Stars lassen Fans dank Twitter an ihrem Leben teilhaben - ob interessant oder nicht, Hauptsache präsent.
"Ich esse Salat und träume von einem Cheeseburger" oder "Gute Nacht kleine Babies", Sätze, die von vielen Frauen auf diesem Planeten stammen könnten. Doch wenn sie Mrs. Gaga twittert interessieren sich potenziell mehr als 20 Millionen Menschen dafür - so viele folgen ihr zumindest auf dem Kurznachrichtendienst.
Nicht nur die schrille Sängerin hält ihre Fans mit kleinen Nachrichten, sogenannten Tweets, auf dem Laufenden.
Von Britney Spears bis Boris Becker: Tausende Prominente bauen per Internet Kontakt zu ihren Fans auf. Doch wer will die abermillionen Tweets eigentlich alle lesen? Während Politiker wie US-Präsident Barack Obama Twitter gezielt auf Wählerfang gehen, verbreiten Stars aus dem Showgeschäft oft nur Banalitäten.
"Über Twitter oder auch Facebook baut sich eine Bindung zwischen Promi und Followern auf, der Prominente kann sich so immer wieder in Erinnerung rufen", sagt Manuel Mattern, Chef der deutschen Beratungsfirma für Internet & Social Media, youcom.de. Im Bild: Twitter-Fan der ersten Stunde Demi Moore.
So können eigene Infos schneller gestreut werden als in der Presse. Und: Die Hoheit der Verbreitung liegt beim Promi selbst, er kann die Nachrichten kontrollieren.Im Bild: Moore mit Ellen Barkin.
Journalisten greifen auf die Kommentare gern zurück - schließlich gehören Twitter-Accounts mittlerweile zu den wichtigen Quellen für Prominachrichten. Im Bild: Amanda deCadenet, Moore und Jane Fonda.
Allein schon der Tweet, dass Hollywoodstar Demi Moore nach der Trennung von Ashton Kutcher einen neuen Twitternamen hat ("@justdemi" statt "@mrskutcher"), war weltweit in den Nachrichten.
Kein Wunder: Waren Demi und Ashton doch das Twitterpaar schlechthin. Ihre Beziehung scheiterte aber trotz - oder gerade wegen - des offensiven Getwitters über ihre Beziehung.
Ashton selbst geriet in die Kritik, als er sich per Kurznachricht übereilt über den Rausschmiss eines Football-Trainers empörte. Der soll jedoch verschwiegen haben, dass einer seiner Assistenten jahrelang Buben sexuell missbraucht hatte. Kutcher ruderte zurück: Er habe den Hintergrund der Geschichte nicht gekannt.
Die britische Sängerin Adele lässt ihre Mitmenschen wissen "Ich sitze im Bett, schaue Gladiator und esse einen Apfel".
"Wenn einer twittert, er macht den Kühlschrank auf, dann ist das natürlich bekloppt", findet Mattern. Dennoch machen das viele Promis.
So schrieb Schauspieler Matthias Schweighöfer an seinem Geburtstag ...
... "Jetzt schon voll vom essen. Oh Gott."
Ex-Boxenluder Katie "Jordan" Price erfreut ihre über 1,6 Millionen Twitter-Follower nicht nur mit "Guten Morgen" und "Gute Nacht"-Wünschen, sondern auch mit ...
... sexy Fotos. Damit ist sie nicht der einzige Promi. Auch Sängerin Rihanna postet regelmäßig Bikini-Bilder. Den Fans gefällt`s.
Trotz heißer "Schnappschüsse" kann es zu Unmut bei Followern kommen. Price twitterte begeistert über den Schokoriegel "Snickers" - und verärgerte damit viele User. Es sei nicht klar zu erkennen, dass es sich dabei um bezahlte Werbung handelte, lautete der Vorwurf. Die britische Werbeaufsicht ASA entschied anders: Durch die Abfolge und Kennzeichnung von mehreren Twitter-Einträgen sei deutlich zu erkennen, dass das Ganze Werbung sei, hieß es.
Immer mehr Promis verdienen an den Werbebotschaften Geld. Die US-Agentur Ad.ly wirbt zum Beispiel mit Stars wie Mariah Carey oder Paris Hilton, die gewisse Markennamen in ihren Twitterbotschaften verbreiten.
Bis zu 25.000 Dollar (19.037 Euro) können die Promi-Tweeter für eine Werbebotschaft kassieren. Doch ob Werbetweets wirklich im Sinne der Prominenten sind, ist fraglich.
Berater Mattern meint: "Werbung bei Twitter wird von der Internetgemeinde nicht goutiert, wenn das Product-Placement zu auffällig ist, hagelt es Kritik."
Zu den aktivsten deutschen Twitter-Freunden gehört Boris Becker. Er äußert sich nicht nur zu Fußballspielen ("Bayern hat Real eingekreist") und postet allerlei Familienbilder.
Auch vor Politik schreckt er nicht zurück ("Can somebody please stop the Civil War in SYRIA ! This is crazyyyyyyyyy").
Im Bild: Becker und seine Frau Lily.
Carey twittert nicht nur Werbebotschaften, sie teilt auch gerne private Momente. Etwa ...
... als ihr Mann Nick Cannon im Spital behandelt wurde. Weniger intim ist dieses Bild von Carey ...
... mit einem süßen Haserl. Neben Twitterbotschaften, in denen Stars Belanglosigkeiten mitteilen, sind es besonders private Fotos, die die Fans faszinieren.
Sängerin Lily Allen teilt ihr Mutterglück genauso wie ...
... Britney Spears. Promis wie du und ich?
Fast wie Firmen mit Kundenkarten ihre Kunden an sich binden, scheint es mit den Twitter-Followern zu sein. Mit kleinen "Goodies" binden sie ihre Fans. Heidi Klum präsentierte ihr erstes Fotoshooting, ...
Model Bar Refaeli zeigt sich beim Styling, beim Schlammbad oder ...
... mit ihren Hündchen. Tiere sind ein ...
... beliebtes Motiv. Das Geheimrezept: Man nehme einen Star, hier Shakira, und kombiniere ihn mit süßen Kaninchen, Hündchen oder ähnlichem.
Doch es muss nicht immer süß sein: Patrick Schwarzenegger twitterte seine klaffende Wunde und mit dem schrecklichen Foto aber auch gleich die Entwarnung: "Es geht mir gut."
Und nicht fehlen dürfen natürlich Liebesbezeugungen. Hier Dean McDermott und Tori Spelling. Doch Achtung, wie schon bei Demi Moore und Ashton Kutcher bewiesen: Exzessives Twittern ist nicht nur gut.
(kurier/apa, lyk)
Erstellt am 08.05.2012, 17:15