Letztes Update am 31.10.2012, 18:43
Tom Cruise distanziert sich von Scientology.
Der Schauspieler soll sich nach seiner dritten Scheidung fragen, wie gut die Sekte für ihn sei. Plus: Weitere Scientologen unter Hollywood-Stars.
Die Trennung von Katie Holmes hat Tom Cruise anscheinend zum Nachdenken gebracht. Der Hollywood-Star dürfte die Hauptursache für seine Scheidung(en) - die alle Welt zu kennen glaubt - gefunden haben. Nun tauchen Gerüchte auf, dass Cruise vor seiner nächsten Scheidung steht, nämlich der von seiner geliebten Glaubensgemeinschaft.
Zuletzt sah man Tom Cruise nicht in seiner allerbesten Verfassung. Die Trennung von Katie Holmes, aber auch seiner Tochter Suri, drückt mächtig auf den Magen, der Schauspieler verlor ein paar Kilos.
Seine inzwischen dritte Scheidung ist also nicht folgenlos an ihm vorüber gegangen. Doch anscheinend hat der 50-Jährige aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und will`s künftig besser machen.
Cruise soll deshalb sogar einen radikalen Lebenswandel erwägen. Das amerikanische STAR Magazine berichtet, dass der Schauspieler langsam beginne, seine Scientology-Mitgliedschaft zu hinterfragen.
"Er sieht jetzt endlich, dass es nicht immer gut für ihn war, ein so großer Fürsprecher Scientologys zu sein, wie er lange Zeit hoffte", verriet ein Informant der Zeitschrift.
Und fügte hinzu: "Er hat drei Scheidungen durchgemacht und sein öffentliches Ansehen ist schlecht wie nie". Wo er recht hat, hat er recht. Der liebe Tom hat eindeutig ein Imageproblem.
Er hat allerdings (noch) nicht vor, der Sekte den Rücken zu kehren. "Tom hat nicht gesagt, dass er Scientology endgültig verlässt. Aber er hat sich von anderen Kirchenmitgliedern distanziert und sich mit guten Freunden getroffen, die nicht Teil der Glaubensgemeinschaft sind", behauptet der Insider. Mal schauen, was wir demnächst vom Vorzeige-Scientologen hören.
Durch seine Trennung von Katie Holmes ist Scientology einmal mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.
Die 1953 von L. Ron Hubbard gegründete Church of Scientology setzte seit jeher auf prominente Mitglieder als Botschafter. Hubbard war der Ansicht, dass Künstler die Art von Menschen seien, die die Welt von morgen maßgeblich beeinflussen würden.
Neben Tom Cruise, der immer wieder als Repräsentant von Scientology in Erscheinung tritt, zählen auch viele andere Schauspieler und Musiker zu den Anhängern der Hubbardschen Lehren.
John Travolta ist seit 1975 Scientology-Mitglied. Er lernte die Sekte während der Dreharbeiten zum Horrorfilm „Nachts, wenn die Leichen schreien“ kennen. Auch seine Ehefrau Kelly Preston ist Mitglied.
Kirstie Alley wurde als Mollie Jensen in den Schwangerschafts-Komödien „Kuck mal, wer da spricht“, „Kuck mal, wer da spricht 2“ und „Kuck mal, wer jetzt da spricht“ weltberühmt. Scientology half ihr nach eigenen Angaben, ihre Kokainsucht zu überwinden.
Wenn man „Pfirsich“ heißt und Geschwister mit den Namen Fifi Trixibelle, Pixie und Tiger Lily hat, wird man wohl fast zwangsläufig drogensüchtig oder Mitglied einer Sekte. Peaches Geldof hat gleich beides erreicht. Neben ihren diversen Drogeneskapaden trat sie 2009 Scientology bei.
Die "King of Queens"-Schauspielerin Leah Remini ist nicht nur bekennende Scientologin, sie soll auch ständig darum bemüht sein, neue Mitglieder zu werben. Das geht so weit, dass sie ihren Fans Broschüren schickt.
Auch der Frischvermählte Giovanni Ribisi ist Mitglied der Sekte. Vor kurzem heiratete er das Model Agyness Deyn - ob nach Scientology-Ritual ist nicht bekannt. Ribisi wurde bereits von seinen Eltern im Glauben der Sekte großgezogen.
"Dharma & Greg"-Star Jenna Elfman zählt zu den Promis, die besonders aktiv eintreten.
Auch Nancy Cartwright ist Scientology Mitglied. Kennen Sie nicht? Dann kennen Sie die am längsten laufende Fernsehserie der Welt nicht. Denn Cartwright ist bei den Simpsons unter anderem für die Stimmen von Bart Simpson, Nelson Muntz, Ralph Wiggum und Todd Flanders zuständig.
Wo wir schon bei Fernsehserien sind: Christopher Masterson, der breiten Masse bekannt als großer Bruder Francis aus Malcolm mittendrin, ist ebenso Scientologe wie…
… seine Ex-Freundin Laura Prepon (l.) und sein Bruder Danny Masterson (3.v.l.). Beide haben sich in der Sitcom Die wilden Siebziger einen Namen gemacht.
Doch nicht nur Schauspieler finden sich in den Promi-Mitgliedslisten von Scientology wieder. So gehört der Godfather des Jazzrock, der Pianist Chick Corea, überzeugter Hubbard-Jünger. 1982 steuerte er sogar drei Songs zu Hubbards Album Space Jazz: The Soundtrack of the Book Battlefield Earth bei.
Auch die Schauspielerin und Musikerin Juliette Lewis ist bekennendes Sektenmitglied.
2005 bekannte sich der Sänger und Multi-Instrumentalist Beck Hansen („Loser“, „Sexx Laws“) zu seiner Mitgliedschaft bei Scientology.
Auch Will Smith wird immer wieder eine Nähe zu der Sekte nachgesagt. Der aber dementierte.
Nach dem Tod von Elivs trat Prescilla Presley der Sekte bei.
Auch ihre Tochter Lisa Marie ist Mitglied.
Der Profi-Skateboarder und Serienstar aus "My Name is Earl" Jason Lee ist offiziell bei Scientology.
Jennifer Lopez ist zwar kein Mitglied, ihr wird aber immer wieder eine Nähe zur Sekte nachgesagt. Ihr Vater ist seit mehr als 20 Jahren bei Scientology. J.Lo wollte ihre Kinder angeblich in eine Schule der Gemeinschaft geben, Marc Anthony soll sich dagegen vehement geweigert haben.
Der "C.S.I"-Star Sofia Milos alias Detective Yelina Salas ist ebenfalls Mitglied.
Die Opernsängerin Julia Migenes feierte ihren größten Erfolg mit der Verfilmung von "Carmen" in den 80er Jahren mit Plácido Domingo. Seit 1977 ist sie bekennendes Mitglied von Scientology.
Mit "Mad Men" schaffte Elisabeth Moss, die sich zur Scientology Kirche bekennt, den Durchbruch.
(kurier/pmd, mod)
Erstellt am 28.09.2012, 14:30